DLV-Reform des Meldesystems für Deutsche Meisterschaften in der Halle völlig daneben

Regensburg, 27. Februar 2012 (orv) – Attraktiver sollten sie werden, die Deutschen Meisterschaften unterm Hallendach, geschuldet einer Reform des Meldesystems mit A- und B-Norm, um die Felder leistungsstark und überschaubar zu halten. Bis auf’s Messer verteidigten die Mannen um Frank O. Hamm, dem im DLV dafür zuständigen Oberfunktionär, ihr Lieblingskind, waren überzeugt, dass am Ende, die von Ihnen genau vorgeschriebene Anzahl von 24 Teilnehmer/Innen in den Läufen und deren 14 in den technischen Wettbewerben am Start stehen würden. Warnungen von zahlreichen Praktikern, dass Meldezahlen eben keineswegs Teilnehmerzahlen sind, wurden in den Wind geschlagen, ebenso die Tatsache, dass schon in den letzten Jahren keineswegs zu viele Athleten den Fortgang der Meisterschaften verschleppten, sondern eher zu wenige, und Trägheit im Ablauf der Veranstaltung eher typisch deutschem Protokollgehabe zuzuordnen war.

So übertraf denn auch kein Wettbewerb der Hallen-DM 2012 auch nur annähernd die gewünschte Teilnehmerzahl, in vielen Bereichen blieb man bis zu 50 Prozent darunter, in einer Zentraldisziplin, den 1500m der Männer fielen die Vorläufe gar ganz aus, 13 Läuferinnen mussten über die gleiche Disziplin 12 Endlaufteilnehmerinnen auslaufen. Schon im ersten Vorlauf wurde das Ganze zur Farce, weil eine Teilnehmerin den Wettkampf nicht beendete. Über 3000m traten genau noch sechs Damen an. Die Attraktivität der Veranstaltung litt nur deshalb nicht, weil Deutschlands Leichtathleten/Innen ein Feuerwerk an guten Leistungen zündete und zudem noch für spannende Entscheidungen sorgten. Dies können aber die Damen und Herren der AG Wettkampfwesen nicht für sich in Anspruch nehmen. Es ist einzig und allein das Verdienst von nie aussterbenden Idealisten in den deutschen Vereinen mit ihren Trainer/Innen und Helfer/Innen, die ihren letzten Cent hergeben würden, um bei Deutschen Meisterschaften dabei sein zu dürfen.

Mit gnadenloser Arroganz wird nun auch im Freien ein System durchgeboxt, das letztendlich sein Ziel total verfehlt. Viel Arbeit um Nichts, zumindest nichts, was die deutsche Leichtathletik weiter bringen könnte. Wenn jene Verantwortlichen im DLV, die diesen Unsinn verzapft haben, nicht selbst drauf kommen, in diesem Fall ihre Konsequenzen zu ziehen, sollte man sie im Hintergrund vielleicht ein wenig anschubsen – zum Wohle der Leichtathletikfamilie, die sicher Innovationen braucht, aber ganz sicher nicht so unsinnige. Ein kleines Verschieben von Meldeleistungen, in den wenigen Disziplinen, in denen sich noch viele Konkurrenten an den Start stellen, hätte eine weitaus größere Wirkung gehabt. Es wäre eine Aktion von vielleicht fünf Minuten gewesen und Frank O. Hamm müsste sich keine Gedanken machen, wie er die nun tatsächlichen Zahlen, diametral entgegengesetzt zum eigentlichen Strategieansatz, erklären soll.

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