Trotzdem sprang beste Medaillen-Bilanz aller Zeiten heraus

HarrerCorinna1_DM-Halle12_KiefnerfotoKarlsruhe, 27. Februar 2012 (orv) –  Deutsche Meisterschaften sind für Regensburger Leichtathleten schon lange keine Randerscheinung mehr, auch wenn solche unterm Hallendach besonders schwierig sind, weil die Domstadt noch nicht über eine Leichtathletikhalle verfügt. Trotzdem schieben sich Telis-Athleten/Innen auch im Winter immer mehr in den Blickpunkt. Die diesjährigen Hallenmeisterschaften am letzten Wochenende in Karlsruhe bewiesen dies wieder in eindrucksvoller Weise, auch wenn Triumpf und Niederlage eng beieinander lagen. Fünf Medaillen, darunter erneut zwei aus Gold, waren mehr, als jemals zuvor zustande gekommen waren. Lediglich die beiden Titelverteidiger Florian Orth und Michelle Weitzel haderten mit dem Schicksal – freilich aus ganz unterschiedlichen Gründen

Verkehrte Welt im Telis-Laufbereich

KockMaren6_DM-Halle12_KiefnerfotoDass Läuferinnen dabei sind, wenn in Regensburg Erfolge erzielt werden, pfeifen inzwischen die Spatzen vom Dach. Dass dabei aber gleich ein doppelter Doppelsieg herauskommt, hat schon Einzigartigkeitscharakter. Corinna Harrer und Maren Kock heißen die Protagonistinnen, im wirklichen Leben Freundinnen, auf der Laufbahn aber bittere Rivalinnen, weil jede von den beiden einfach immer gewinnen will. So geschehen auch bei den Hallenmeisterschaften in Karlsruhe über die 1500m und 3000m. Die eine, als Langstrecklerin Titelverteidigerin über die 3000m und neu im Club, die andere im letzten Jahr Freiluftmeisterin auf der halb so langen Distanz, ihres Zeichens Junioren-EM-Dritte und Regensburger Urgewächs. In Karlsruhe entstand eine verkehrte Welt. Am Samstag entriss nach hartem Kampf und taktischem „Bahnpoker“ die Mittelstrecklerin der Langstrecklerin den Titel über 3000m, tags darauf überraschte die Langstrecklerin ihre Kollegin auf der Mittelstrecke und das mit Zeiten, die keiner erwartet hatte, was freilich zum allergrößten Teil der Verdienst der unglücklichen Dritten, Gesa Felicitas Krause von der LG Eintracht Frankfurt war. In der 3000m Entscheidung war auch noch eine dritte Telis-Läuferin beteiligt. Jana Soethout hatte jedoch mit heftigen Halsschmerzen eine kurze Nacht verbracht und wurde unter diesen Vorzeichen völlig unter Wert geschlagen nur Sechste.

Hopp oder top, das war hier die Frage

ZieglerManuel3_DM-Halle12_KiefnerfotoDreisprung ist keine Disziplin für Leisetreter, hoch verletzungsanfällig und technisch sehr schwierig. Mit Manuel Ziegler gehört eines der deutschen Top-Talente der LG Telis Finanz an. Nach einem Jahr der Pleiten, Pech und Pannen, prellte er sich im Vorfeld der Meisterschaften schon wieder eins seiner Sprungbeine. So legte der Regensburger alles in Versuch eins – hopp oder eben top! Es wurde top und am Ende baumelte unerwartetes Bronze um seinen Hals und das mit neuer absoluter Bestleistung von 15,80m. Bis zum letzten Versuch wäre das sogar noch für Silber gut gewesen, am Ende freute sich der Student über Bronze genauso, auch wenn ihm jede Faser des gestressten Körpers weh tat. Im Sommer sollen dann endlich die 16 Meter fallen.

Je oller, je doller

SpindlerPamela1_DM-Halle12_KiefnerfotoEigentlich sprach Telis-Hürdensprinterin Pamela Spindler seit zwei Jahren schon vom Aufhören, obwohl sie noch immer keine dreißig ist. Irgendwie passte das sportliche mit Lebensmittelpunkt Unterammergau und Trainingsstätte München nur so recht und schlecht. Dann traf sie ihren Traumtrainer Heinz Löser, seines Zeichens vor Jahren Macher der Rockis (Sabine und Birgit Rockmeier), die es immerhin mit der deutschen 4x100m Staffel 2001 zu Weltmeister-Ehren gebracht hatten. Heinz Löser formte die Oberbayerin zu einer Topathletin. 2012 läuft sie eine Bestzeit nach der anderen. Im Vorfeld der DM 8,24, dann 8,21 Sekunden – bei den Meisterschaften 8,20 im Vorlauf und als Vierte 8,19 im Finale. Im Sommer soll das lang fällige DM-Edelmetall dazu kommen.

Duplizität der (schlechten) Ereignisse

WeitzelMichelle2_DM-Halle12_KiefnerfotoBeim Frühstück des sonntäglichen Finaltages witzelte Titelverteidiger Florian Orth noch: „Die Michelle (gemeint war Telis-Weitspringerin Michelle Weitzel) und ich erzielen in der Halle immer die gleichen Leistungen. Vor zwei Jahren waren wir beide Dritte, im letzten Jahr überraschend Titelträger und wenn Michelle heute wieder gewinnt, kann nichts mehr schief gehen.“ Als hätte er es geahnt. Michelle Weitzel setzte jedenfalls weit vor dem 1500m Finale drei Ungültige in den Sand, was letztendlich einer Aufgabe gleich kam. Sicherlich dachte Florian Orth vor dem Finale nicht mehr an seine vormittäglichen Vergleiche, auch wenn ihn die Wirklichkeit bald brutal einholen sollte. Ohne jegliches eigenes  Verschulden wurde er im Mittelstreckenfinale schon nach 400 Metern von den Beinen geholt und ausgerechnet Teamkollege Erik Somssich trat auf seine Hand, knickte ebenfalls um. Florian Orth musste aufgeben und wurde anschließend im Krankenhaus genäht. Erik Somssich lief völlig von der Rolle als geschlagener Zehnter noch zu Ende. So endete ein weiterer Telis-Höhenflug letztendlich final doch noch in der Tragödie.

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