Geschlechterwettstreit im Telis-Laufteam

Ferstl-Lang-Kock-Plinke-Harrer-Volke_DM10km2012_volkefotoRegensburg, 3.Dezember2012 (orv) –  „Wenn’s dem Esel zu wohl wird, geht er auf’s Eis“, so könnte man die Herausforderung von Telis-Teamchef Kurt Ring gegenüber seinen Schützlingen sehen. Nachdem das Team in diesem Jahr national abgeräumt hat wie nie zuvor und auch international sich durchaus sehen lassen konnte, müssen die Mädels und Jungs sich jetzt mit einer Aufgabenstellung der besonderen Art auseinandersetzen. Auf Grund der im nächsten Jahr deutlich verbesserten Athleten/innen-Breite möchte Ring über 3000m gerne zehn Athletinnen unter zehn Minuten sehen.

Möglich ist das Ganze schon, aber nur dann, wenn jede Einzelne Teamqualitäten zeigt, und das Wettkampfangebot „3000 Meter“ auch annimmt. Die beste Option dazu bietet sich beim Saison-Opening am 27. April im eigenen Trainingsstadion am Weinweg. Kompromisse gibt’s nicht: Entweder alle Leistungen fallen im Stadion – natürlich verteilt über die ganze Saison -  oder eben schon in der Halle, was noch weit schwieriger wäre. Natürlich ist ihm bewusst, dass einige seiner Schützlinge die 3000m nicht unbedingt im Lieblingsrepertoir haben, aber das macht die Sache so schön prickelnd.

Rein personell sollte es aber machbar sein. Das Topquintett mit Corinna Harrer, Maren Kock, Jana Soethout, Christiane Danner und Neuzugang Carolin Aehling haben mit dem Leistungsziel mit Sicherheit keine Schwierigkeiten. Von den Läuferinnen dahinter sind Neuzugang Susanne Schulze und Steffi Perfler bereits drunter geblieben. Neuzugang Thea Heim sollte mit „unter zehn“ ebenfalls keine Probleme haben, schon gleich nicht nach ihrem Nikolaus-Triumpf der letzten Woche über Leni Heuck mit einer 35:47 über 10km. Den Rest müssten die beiden Neuzugänge Andelka und Jelena Tancic, Julia Kick, eventuell Marathonmeisterin Steffi Volke, die stark verbesserte Anna Plinke oder Triathletin Juliane Straub richten, die bei einer guten Saisonvorbereitung alle drunter bleiben könnten, Verletzungsausfälle mal gar nicht eingeplant.

Koller-Pflieger-Reinwand-Pyka_DM10km2012_volkefotoDamit die Sache noch spannender wird, tritt das „schwache“ Geschlecht gegen die Telis-Männer an, deren Hürde vom Teamchef bei unter 8:30 festgelegt wurde. Da gibt es dann gleich acht Protagonisten, die das schon einmal geschafft haben, bisweilen sogar schon sehr deutlich. Dazu gehören Philipp Pflieger mit der einzigen „Siebener-Zeit“, Julian Flügel, Basti Reinwand, Florian Orth, Erik Somssich, Felix Plinke, Jonas Koller und Neuzugang Moritz Steininger. Den Sack zumachen könnten Jonas Zweck sowie die Neuzugang Valentin Unterholzner und Fabian Alraun. Vom reinen Läuferpotential sind die Männer letztendlich sogar stärker einzuschätzen, mit dem Nachteil, dass sie nur einen Joker haben.

Für die Telis-Frau oder den –Mann, die/der dann die „Zehn“ vollmacht, hat sich die Telis-Führung eine nette Überraschung ausgedacht. „Ich bin mir sicher, dass dies die schwerste Nuss ist, die ich jemals einem Team von mir zu knacken gegeben habe, ich bin mir aber auch sicher, dass diese Mannschaft die beste ist, die Regensburg jemals hatte“, meint Teamchef Kurt Ring zur Herkulesaufgabe.