Christiane Danner, Corinna Harrer und Moritz Steininger schlagen sich bei EM wacker

Harrer1siegerehrung__CrossEM2012_Johnfoto_internetBudapest, 9. Dezember 2012 (orv) –  In Tagen wie diesen, wo der Winter erstmals eine dicke Schneedecke verbunden mit eisigem Nordostwind über ganz Europa ausbreitet, haben es Leichtathleten schwer, ihren Job ordentlich auszuüben – auch dann, wenn sie zur Spezies Crossläufer gehören. Das Unternehmen Europameisterschaften Budapest war denn auch an diesem Wochenende für die drei Telis-Asse Corinna Harrer, Christiane Danner und Moritz Steininger eine ganz spezielle Prüfung, die schon mit einer fast 30-stündigen Anreise von Freitagfrüh bis Samstagabend begann. Das Ergebnis mit Platz 6 in der Einzelwertung und U23-Team-Bronze für Corinna Harrer, dem erhofften Rang 35 für Christiane Danner bei den Frauen konnte sich dennoch sehen lassen. Moritz Steininger verlor indessen in der Anfangsphase des U20-Rennens unverschuldet seinen rechten Schuh und lief dennoch als drittbester Deutscher auf Platz 50 über den Zielstrich.

Allein die Anreise nach Budapest wurde für die deutsche Cross-Mannschaft zur ultimativen Herausforderung. In München am Freitagvormittag bereits im Jumbo sitzend, mussten alle nach einer lähmenden Wartezeit wieder raus, weil in Budapest der Flughafen-Tower brannte. Ehe man zu einer weiteren Übernachtung im München gebeten wurde, vergingen satte sechs Stunden am Münchner Terminal. Wettbewerbsverzerrend war dies dennoch nicht, weil es fast allen anderen Teams aus ganz Europa genauso ging. Bereits bei der Besichtigung der Strecke meinte Chrissy Danner zur eisigen, holprig getretenen Beschaffung der Strecke: „Da wären wohl Wintersportler besser aufgehoben“. Zudem pfiff ein eiskalter Nordostwind bei gefühlten minus zehn Grad den Athleten/Innen ins Gesicht.

Steininger_CrossEM2012_Johnfoto_internetBereits beim zweiten Rennen der männlichen U20 kam dann die erste Schockphase für das Häuflein Telis-Fans, die nach Budapest mitgereist waren. Anfangs noch in der Spitzengruppe mitlaufend fanden sie Moritz Steiniger plötzlich erst wieder auf Position 70 wieder, deutlich unrund daherkommend. Ein Blick nach unten genügte. Ein Konkurrent hatte ihm den rechten Spike weggetreten und der junge Regensburger musste nun „halb barfuß“ die restlichen fünf Kilometer auf eisigem Untergrund hinter sich bringen. Was ihm dann auch mit Bravour gelang. Drittbester Deutscher, noch zirka 20 Plätze aufgeholt und außer einer harten Wade fast unverletzt grenzte eigentlich an ein Wunder. „Was sollst du machen. So ist der Cross. Da hilft die beste Form nichts, wenn du einfach Pech hast, Gott sei Dank bin ich noch einigermaßen heil“, war sein erster Kommentar zu einer veritablen und so unglücklich vereitelten Chance, sich erstmals in Europa im Vorderfeld zu zeigen, währenddessen der kaum stärker eingeschätzte Teamkollege Johannes Motschmann unter den ersten Zehn ankam.

Harrer2_CrossEM2012_Johnfoto_internetGleich im Rennen danach wollte es Corinna Harrer richten, doch schon in der Startphase hatte die Regensburgerin kleine Probleme, dem mörderischen Anfangstempo der späteren Siegerin Jess Coulson (Großbritannien) zu folgen, die unmittelbar vor der EM noch die letztjährige und dann auch diesjährige Cross-Europameisterin Fionnella Britton (Irland) bereits besiegt hatte. Die Regensburgerin tat in der Folge alles, um eine Top-ten-Einordnung zu erreichen, was ihr im Verlauf des weiteren Rennens auch gelang. Die kleine Lücke, die bei der Verfolgungsjagd jedoch zu den ersten Fünf entstanden war, blieb letztendlich bestehen. Ein sechster Platz am Ende als wieder weitaus beste deutsche Läuferin hinter zwei Britinnen, zwei Russinnen und einer Französin muss unter den gegeben Vorzeichen einer schwierigen Herbstvorbereitung als absoluter Erfolg betrachtet werden. Sie selbst sah es nicht anders: „Ich hatte Probleme, richtig in das Rennen hineinzukommen. Die vor mir laufenden Konkurrentinnen waren einfach zu stark, da war nichts mehr zu machen. Aber: Mit Rang sechs bin ich zufrieden! Es hätte schlimmer kommen können….Es war ein verdammt hartes Ding!“ Dass Corinna Harrer erneut überragende Akteurin in einem Bronze gewinnenden deutschen U23-Team war und exakt bei der EM wieder in Topform war, muss am Rande dann doch erwähnt werden. Längst in der europäischen Spitze angekommen, sammelt sie bei ihren nun schon fünften Cross-Europameisterschaften auch wie selbstverständlich das fünfte Edelmetall ein.

Danner1_CrossEM2012_Johnfoto_internetEin wenig verloren schien Deutschlands einzige Frauen-Starterin Christiane Danner von der LG Telis Finanz Regensburg im Feld der sechzigköpfigen Elite aus ganz Europa. Sie, die Mittelstrecklerin, die im Vorfeld einem Großteil der deutschen Langstreckenprominenz Fersengeld gegeben hatte, wollte und musste „ihr eigenes Rennen“ laufen, sich irgendwo in der Mitte einordnen und hoffen, möglichst schadlos über die für sie ultralangen acht Kilometer zu kommen. Die 1.500-Meter-Spezialistin landete auf einer „viel zu langen Strecke“ (wie sie nach dem Rennen zugab) auf einem guten 35. Rang. „Das ist exakt die gleiche Platzierung wie 2009 in Dublin, dort allerdings bei den Juniorinnen!“ zeigte sie sich zufrieden. „Es ist nur schade, dass wir kein Team hatten. Auf der anderen Seite hatte ich nicht den Druck im Rennen mit einer Orientierung an Teamkolleginnen.“

Nach drei wunderbaren Cross-Europameisterschaften in Dublin (2009), Albufeira (2010) und Velenje (2011) fielen die Titelkämpfe in der ungarischen Metropole deutlich ab – keineswegs bedingt durch die dazukommenden unverschuldeten, bereits angesprochenen Schwierigkeiten. Viele kleine Details klappten nicht und vielerorts wurde die nötige Sorgfalt, die gerade diesen Event in der Vergangenheit immer wieder ausgezeichnet hat, schmerzlich vermisst. Das sollte wohl auch den immer wieder in hoher Zahl anwesenden Top-Funktionären aufgefallen sein. Mal sehen, ob 2013 das serbische Belgrad es besser macht. Man sollte da mal nicht so schwarz  sehen wie ein sichtlich angefressener deutscher Bundestrainer Wolfgang Heinig, der ob der ungewohnten Anreiseprobleme symbolhaft meinte: „Nach Belgrad fahren wir mit dem Bus und an jeder deutschen Autobahnauffahrt werden die Athleten eingeladen!“

Newstelegramm

Regensburg, 11.06.17
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Palo Alto/USA, 06.05.17
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