Telis-Mittelstreckler erfüllt in Karlsruhe mit 8:51,04 EM-Norm

Harrer_karlsruhe-halle_foto_chaiKarlsruhe, 2. Februar 2013 (orv/leichtathletik.de) –  Die Äthiopierin Meseret Defar bot beim Weltklasse-Indoor-Meeting in Karlsruhe die erwartete One-Woman-Show. Mit einer Zeit von 8:35,28 Minuten blieb die 5000m-Olympiasiegerin unter dem Meetingrekord aus dem Vorjahr. Dahinter zeigte Corinna Harrer (LG Telis Finanz), dass sie international auftrumpfen kann. Die Regensburgerin lief mehr als nur beherzt und verbesserte als Zweitplatzierte ihre Hallen-Bestzeit mit 8:51,04 Minuten um mehr als zehn Sekunden. Kurz zuvor war ihr Teamkollege Florian Orth als Fünfter des 1500m Laufes in der Halle mit 3:39,97 erstmals unter 3:40 geblieben. Michelle Weitzel (SWC) belegte im Weitsprung mit 6,15m Platz neun.

Müßig zu erwähnen, dass Corinna Harrer damit die Hallen-EM-Norm (9:01,00 min) deutlich unterboten hat. Mission mehr als nur erfüllt! Sie lief obendrein in der ewigen deutschen Hallen-Bestenliste auf Platz sieben, verbesserte den Bayerischen Uralt-Hallenrekord um 5 Sekunden und setzte sich auch in der europäischen Bestenliste an Position eins. „Ich wollte ganz ohne Druck laufen. Die meiste Zeit im Rennen bin ich ganz auf mich alleine gestellt gewesen. Die Zeit ist gigantisch und die Stimmung in der Halle ebenso, in Karlsruhe macht es mir immer unheimlich Spaß zu laufen“, waren ihre ersten Worte nach dem gelungenen Rennen.

Florian Orth zeigte keinerlei Respekt vor der internationalen Konkurrenz und kämpfte frech um eine gute Position mit. Belohnt wurde der Regensburger am Ende als Fünfter mit seiner ersten Hallenzeit unter 3:40 Minuten (3:39,97 min). Die größten Reserven hatte auf der letzten Runde der französische Hindernis-Europameister Mahiedine Mekhissi (3:36,95 min), der einen Start bei der Hallen-EM anpeilt. „Anfang war das Rennen sehr, sehr schnell gewesen und ich habe versucht mich zurückzuhalten. Später wurde es dann langsamer und im ausgeglichenen Feld sind alle an der Position gelaufen, wo ich selber gerne gelaufen wäre. Ich bin froh, dass ich die 3:40 Minuten-Schallmauer durchbrochen habe. Bei den Deutschen Meisterschaften geht es dann um die Platzierung und nicht um die Zeit“, fiel seine erste Rennanalyse aus. Weitere Interviews schlug der taffe junge Mann aus, weil er unbedingt seine Teamkollegin Coco Harrer im direkten Rennen danach anfeuern wollte. Chapeau für so viel Teamgeist!