Telis-Asse dominieren die Deutschen Crosslaufmeisterschaften in Dornstetten

Orth-Plinke-Pflieger2_DM-Cross13_KiefnerfotoDornstetten, 9. März 2013 (orv) –  Die „blaue Macht“ der LG Telis Finanz dominierte die diesjährigen Deutschen Crosslaufmeisterschaften mit sieben Titelgewinnen in einer bisher noch nie dagewesenen Weise. Florian Orth und Philipp Pflieger liefen auf der Männer-Mittelstrecke zu einem überlegenen Doppelsieg. Zusammen mit dem Überraschungssechsten Felix Plinke kam das vierte Team-Gold in Folge dazu. Mit der Frauen-Dritten Corinna Harrer, zugleich Juniorenmeisterin der U23, der Sechsten Christiane Danner und der noch erkältungsgeschwächten Carolin Aehling (10.) stand auch der Frauen-Teamtitel nie in Frage, hier gefolgt von Telis zwei auf dem Silberrang mit der auf elf einkommenden W35-Meisterin Steffi Volke, der auf Junioren-Acht landenden Andelka Tancic und der Juniorenneunten Thea Heim. Selbstredend, dass auch das U23-Teamgold mit Harrer, Tancic, Heim in die Hände der Regensburgerinnen fiel. Ein überragender, lange um den Sieg mitkämpfender Jonas Koller als U23-Zweiter, ein sensationell auftretenden Jonas Fischer (6.) und ein großartig kämpfender Valentin Unterholzner (10.) sorgten für das siebte Gold. Der achte Titel entglitt nur hauchdünn, weil in der Seniorinnen-Mannschaftswertung (Volke, Susanne Schulze/4., Ulrike Mayer-Tancic/8.) drei Münchnerinnen bei Punktgleichheit die bessere Dritte im Ziel hatten.

Pflieger1_DM-Cross13_KiefnerfotoAm Vorabend bei der Mannschaftsbesprechung forderte LG-Präsident Norbert Lieske in einer fröhlichen Bierlaune seinen Teamchef Kurt Ring heraus, er solle sein Team „jetzt mal kräftig motivieren.“ Der wollte sich nicht immer als „Schwarzmaler“ zeigen und sprach dann gleich mal eine utopische Vision von sieben Titelmöglichkeiten an, was bei den Athleten heftiges und vor allem ungläubiges Gelächter erzeugte. Unfassbar selbst dann für Insider mit insgesamt sieben Mal Gold, vier Mal Silber und einmal Bronze die tatsächliche Ausbeute des nächsten Tages! Die Regensburger/Innen hatten Lauf-Deutschland vorgeführt und mussten dabei mit den geschonten Moritz Steininger (U23) und Maren Kock (Frauen) nicht mal alle ihre Trumpfkarten auf den Tisch legen.

Orth5-Ziel_DM-Cross13_Kiefnerfoto„Dass ich nach der Halle auch den Cross gewinnen würde, damit habe ich nun nicht gerechnet“, gestand Florian Orth, „zumal mir die Strecke wie ein Marathon vorkam!“ Doch der „Marathonmann“ konnte sich bereits in der ersten von zwei großen Crossrunden von seinen Verfolgern lösen. „Komisch ist eigentlich, dass ich das Renntempo nicht verschärft habe, sondern einfach weiter mein Tempo gelaufen bin!“ Dahinter zerlegte Teamkollege Philipp Pflieger, der selbst noch gar nicht mit so einer persönlichen Form gerechnet hatte, das übrige Feld um Titelverteidiger Tobias Gröbl und Titelfavorit Carsten Schlangen nach Belieben. Bezeichnend war, dass mit Felix Plinke (6.), Christophe Chayriguet (10.) und Erik Somssich (14.) drei weitere Telis-Asse unter den Top-15 waren. Team zwei  schaffte im Verbund mit Dominik Briselat Platz sieben.

Harrer-Aehling-Heim-Danner_DM-Cross13_Kiefnerfoto„Natürlich hätte ich heute gerne Mocki etwas geärgert, aber diese Berge…“, gestand Corinna Harrer, die nach dem Gewinn der 3.000 Meter-Silbermedaille bei den Hallen-Europameisterschaften offensichtlich aus dem Feiern kaum herauskam. „In Regensburg haben alle verrückt gespielt. Wann kommst du schon einmal auf die Titelseite der Mittelbayerischen Zeitung mit einem Riesenbild?“ Für die 22-Jährige war dies somit eher die Abrundung einer überaus erfolgreichen Wintersaison. „Da fällt es schon schwer, sich noch einmal zu konzentrieren. Normalerweise wären zur Vorbereitung einige Crossläufe wichtig gewesen!“ Trotzdem sprang für sie drei Mal Gold heraus. Wenn man im Falle von Jelena Tancic als U23-Zehnte aus dem eigenen Gold-Team herausfällt, mag das sehr, sehr hart sein, zeugt aber von einer unheimlich starken Kampfkraft der Regensburgerinnen.

Koller-Fischer1_DM-Cross13_KiefnerfotoGleiches widerfuhr Fabian Alraun als Zwölften des U23er Juniorenfeldes. Drei Telis-Leute waren einfach an diesem Tag noch besser. Hinter dem neuen Meister Nico Sonnenberg schaffte Jonas Koller Rang zwei, was ihn zum spaßigen Kommentar veranlasste: „Immer ist ein Frankfurter vor mir. Im letzten Jahr war es Homiyu Tesfaye, heute Nico Sonnenberg - aber das ist schon in Ordnung für mich!“ Für den Lauf des Sechsten Jonas Fischer ob seines Leistungssprungs gibt es nur das Prädikat sensationell. Das Teamgold war im Übrigen genauso überlegen wie alle Mannschaftserfolge der „blauen Macht“. Schöne Randerscheinung dann noch im Nachwuchs: Mit Franziska Reng (8./U18) und Tim Englbrecht (22./U18) konnten sich zwei Telis-Talente gut in Szene setzen. Der fünfte Frauen-Platz durch Team drei mit Anna Plinke, Jelena Tancic und Susanne Schulze sollte schließlich auch noch Erwähnung finden.

 

DLV Bericht

Florian Orth - "Wie ein Marathon" (DLV)

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