Telis-Asse testen vor DM-Auftritt im eigenen Stadion am Weinweg

Heim-Perfler-Danner BLV-10000m VolkefotoRegensburg, 20. April 2013 (orv) –  Irgendwie hat sich unmittelbar vor einer neuen Bahnsaison bei den Regensburger Lauf-Assen eine kleine Tradition entwickelt. Jeweils Ende April testen Harrer und Co. ihre neu erworbenen Qualitäten über die 3000m Distanz. Bisher hat man dies bei unbekannten Bahneröffnungen in Gunzenhausen und Lichtenfels getan. Des langen Reisens überdrüssig, lädt man diesmal die Gegnerschaft ins heimische Stadion am Weinweg ein. Am Samstagabend um 19.00 Uhr wird der Startschuss zum ersten Zeitlauf fallen. Schon allein die einheimische Telis-Armada garantiert schnelle Zeiten.
„Zu Hause haben wir alles im Griff. Im letzten Jahr hatten wir in Lichtenfels große Probleme mit ungewöhnlichen Temperaturen von weit über dreißig Grad, ein Jahr vorher blies ein starker Wind den Läufern auf der Gegengerade ins Gesicht. Kurz vor Sonnenuntergang sind am Weinweg meist ideale Laufverhältnisse und wir haben keine Anreisestrapazen. Das wollen wir ausnützen“, so Telis-Teamchef Kurt Ring zum bevorstehenden Event. Die Besetzung ist dabei ungewöhnlich gut, weil er selbst fast seine gesamte Elite an den Start bringt, darunter Corinna Harrer, die Olympia-Halbfinalistin und Vize-Halleneuropameisterin über 3000m, sowie Maren Kock und Philipp Pflieger, die beiden EM-Starter über 5000m. Alle drei stehen in der unmittelbaren Vorbereitung zu den Deutschen 10.000m Meisterschaften, die eine Woche später in Bremen stattfinden.
„Die 3000m sind nur Teil einer harten Trainingswoche, aber immer gut als Vorbereitungslauf für ein Langstreckenrennen. Nach meinem Halbmarathon-Debüt brauche ich diese Tempospritze, um so vielleicht meinen Titel in Bremen erfolgreich verteidigen zu können. So um die 8:10 sollten es schon werden, je nachdem, wie hochwertig die Konkurrenz sein wird“, meint Philipp Pflieger zum Rennen. Coco Harrer, derzeit in Europa kaum noch zu bremsen, will natürlich ran an einen neuen Hausrekord: „Eine Zeit unter 8:50 wäre schon schön. Ich weiß, ich kann das, aber es ist halt das erste richtige Rennen in der neuen Bahnsaison und die Beine sind schon noch ein bisschen schwer von vier Wochen harter Trainingsarbeit. Geschont wird sich jedenfalls nicht.“ Auch Teamkollegin Maren Kock liebäugelt schon wieder mit einer Zeit unter neun Minuten. Schließlich haben die beiden einen Nimbus zu verteidigen. Im letzten Jahr waren sie die einzigen deutschen Läuferinnen, die mit 8:55er-Zeiten unter der magischen Grenze blieben.
Die beiden Telis-Damen Carolin Aehling und Christiane Danner wollen indessen erst einmal unter die 9:20 laufen, was in Deutschland auch nicht gerade oft passiert, eine weitere Barriere, die 10 Minuten, möchten Thea Heim, Steffi Volke, Anna Plinke und Steffi Perfler (alle LG Telis Finanz) überwinden.
Bei den Männern sind eigentlich Sebastian Reinwand und Felix Plinke sichere Kandidaten für Zeiten unter 8:30, von den fünf Telis-Junioren Jonas Koller, Moritz Steininger, Valentin Unterholzner, Fabian Alraun und Jonas Fischer wurde diese Marke im letzten Jahr gelegentlich auch schon mal knapp unterboten. Franzi Reng (LG Telis Finanz), DC-Kader und letztjährige Siebte der U18-DM, möchte ihre Hausmarke von bisher 10:17 möglichst nahe Richtung 10:00 Minuten transportieren. Nachdem Landestrainer Jörg Stäcker seine Bayern-Kader ebenfalls Richtung Weinweg beordert, darf man am 27. April von einer Menge an guten Zeiten ausgehen.