Auch Telis-Kollege Valentin Unterholzner erfüllt sich bei U23-DM einen Traum

Heim3 DMU23 2013 KiefnerfotoGöttingen, 17. Juni 2013 (orv) –  Thea Heim (LG Telis Finanz Regensburg) hat in Göttingen bei den diesjährigen Deutschen U23-Meisterschaften alle überrascht, vielleicht sich selbst am meisten. In absolut souveräner Manier holte sich die Regensburgerin über 1500m ihren ersten deutschen Einzeltitel. Teamkollege Valentin Unterholzner versilberte seinen Parforceritt über die Hindernisse mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 8:52,49 und gilt nun fortan als nationale Nachwuchshoffnung auf den 3000m Hindernis. Das 5000m Trio Moritz Steininger, Fabian Alraun und Jonas Koller bewältigte ein sehr schwierig zu laufendes, weil immer schneller werdendes Finale standesgemäß auf den Plätzen vier, fünf und acht. Die zweite 1500m Läuferin aus den Telis Reihen, Andelka Tancic, überzeugte auf Rang sechs , ihre Zwillingsschwester Jelena kam als Zehnte ins Ziel. Steffi Perfler vervollständigte mit Platz 11 über 5000m eine absolut erfolgreiche Bilanz bei den Nachwuchsmeisterschaften.

 

Die Regensburger Vorzeige-Athletin Corinna Harrer fehlte zwar, aber der Sieg ging dennoch an die Domstadt. „Coco kann ich nicht vertreten, aber Gold fühlt sich dennoch toll an“, sagte Thea Heim, die in 4:24,36 Minuten als Erste ins Ziel lief. Indessen ist der Aufstieg der jungen Telis-Läuferin von einem 4:38-Nobody zur 4:20-Hoffnungsträgerin im Schatten von Telis-Gallionsfigur Harrer eine eigene Erfolgsgeschichte. Behutsam geführt von ihrem Heimtrainer Norman Feiler ist sie national nun schon am obersten Treppchen der U23 angelangt und hofft nun auf den ersten Lauf unter den 4:20. Für die U23-EM hat’s noch nicht ganz geklappt, irgendwie fehlten die Rennen und der steile Aufstieg richtet sich nicht immer nach „Normerfüllungszeiträumen“, zumal da Leistungsquantensprünge in der persönlichen Leistungsentwicklung dabei sind.

Unterholzner1 DMU23 2013 KiefnerfotoSolch einer mit Quantensprüngen ist auch Hindernisläufer „Vale“ Unterholzner. Als die Uhren für den neuen Vizemeister bei 8:52,49 stehen blieben, war er wieder einen Schritt weiter in Richtung nationale Bedeutung gekommen. Schließlich liegt die Norm für die diesjährigen Junioren-Europameisterschaften „nur“ bei 8:46. Die hatte der Schützling von Werner Forster aber nicht im Kopf, weil er sich solche Zeiten eigentlich vor vier Wochen noch nicht einmal vorstellen konnte. Nun will der Neu-Regensburger bei den „richtigen“ Deutschen Meisterschaften, jenen der Männer und Frauen, in drei Wochen in Ulm möglichst nahe ran ans Treppchen, was auf dieser Strecke auch schon lange keinem Telis-Mann mehr gelungen ist.

Steininger1 DMU23 2013 KiefnerfotoÜber 5000m mussten die drei Telis-Jungs Moritz Steininger, Fabian Alraun und Jonas Koller erkennen, dass Meisterschaftsläufe auf dieser Strecke oft etwas anderes sind, verzinkt und kompliziert mit vielem taktischen Geplänkel. Nach einem ersten Tausender im „Mädchentempo“ wurde das Ding immer schärfer, sodass für die drei jungen Regensburger auf den letzten drei Kilometern am Ende fast neue Bestzeiten auf diesem Teilstück herauskamen. So sagen denn die erzielten 14:44,43, 14:45,84 und 14:51,08 nichts über die tatsächlichen Qualitäten des Trios aus, die Medaillen waren jedenfalls an diesem Tag trotz Kampf bis zur totalen Erschöpfung nicht erreichbar.

TancicJA DMU23 2013 KiefnerfotoFür die derzeit bessere der Tancic-Twins Andelka begann das Finale zunächst einmal mit Tränen, weil ihr Problemfuß schmerzte. Im Finale selbst war sie aber mit einem guten sechsten Platz in 4:38,20 voll auf der Höhe des Geschehens. Schwester Jelena beendete ihren ersten DM-Endlauf mit guten 4:44,60 als Zehnte. Für Steffi Perfler war das Angangstempo im 5000m Finale etwas zu flott. So kam sie am Ende nur auf Platz elf mit Bestzeit nahen 17:22,22 ins Ziel.