21 Regensburger nahmen die Qualifikationshürden

Telis-Team13 TL-Cervia13 VolkefotoRegensburg, 28. Juni 2013 (orv) –  Am 6. Und 7. Juli finden im Ulmer Donau-Stadion die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften statt. Für 21 Leichtathleten/Innen der LG Telis Finanz stellen sie einen Saisonhöhepunkt dar. Einige davon werden ganz vorne mitlaufen, einige haben sich mit der Qualifikation einen sportlichen Lebenstraum erfüllt und einige schnuppern ganz einfach die erste große DM-Luft. Die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen meist vor mehr als 10.000 Zuschauern waren schon immer etwas Besonderes. Hier wollen wir die DM-Starter der LG Telis Finanz von A bis Z vorstellen:

 
AehlingCarolin1 BLVHalle13 kiefnerfotoCarolin Aehling (geb. 1989) begann im Herbst 2012 in Regensburg ein BWL-Studium. Die passionierte Langstrecklerin tat das nicht ohne Grund. Sie wollte in ein starkes Laufteam. Jetzt ist sie eine der Athletenhaus-Bewohner. Im Winter bereits sorgte die Neu-Regensburgerin mit ihrer Bronzemedaille bei der Hallen-DM über 3000m für Furore. Sie vervollständigte damals den Medaillen-Sweep mit Corinna Harrer und Maren Kock. Gesundheitlich schon etwas angeschlagen reichte es bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften im April dennoch zu Silber. Die Qualifikation für Ulm schaffte sie mit Souveränen 16:24 am 15. Mai in Koblenz. Gerade rechtzeitig für die Meisterschaften kommt sie nun nach längeren Achillessehnenbeschwerden wieder in Schwung. Über 5000m zählt sie zu den fünf Besten Deutschlands und hofft auf’s Treppchen zu kommen.

 
AlraunSteininger DMU23 2013 KiefnerfotoFabian Alraun (geb. 1991) stieß im Herbst 2012 zum Regensburger Team. Der Student aus Brannenburg wollte einfach mehr aus seinen sportlichen Fähigkeiten machen. Dies ist ihm im letzten U23-Jahr famos gelungen. Mit Bestzeiten auf allen Strecken zwischen 1500m und Halbmarathon, permanenten Platzierungen unter den Top-sechs bei allen U23-DM-Entscheidungen dieses Jahres und für ihn ausgezeichneten 14:19 am 15. Mai in Koblenz wurde der Weg nach Ulm frei. Top-ten im 5000m Finale wäre ein Traum. Erwischt er das richtige „Hinterrad“ ist dem spurtstarken Burschen, der erst unlängst in Ingolstadt eine 8:14 über 3000m hinzauberte, dies auch zuzutrauen.


Chayriguet1 3000m-Rgbg13 VolkefotoChristophe Chayriguet (geb. 1979) ist eigentlich als Assistenztrainer im Herbst 2012 nach Regensburg gekommen. Beim Joggen mit all den Telis-Assen kam dann plötzlich schon vergessene alte Form zurück und das Ergebnis war dann eine neue 5000m Bestzeit Mitte Mai in Koblenz. Die 14:22,82 sind immerhin die Erfüllung der deutschen A-Norm. Nun will er in Ulm schauen, wie seine etwas entzündete Achillessehne das aushält. Vielleicht kann er im Rennen den jungen Telis-Himmelsstürmern ein wenig helfen. Auf jeden Fall ist der Franzose bei den Blauen der entspannteste DM-Starter, der wahrscheinlich mehr mit den Jungen als mit sich selbst fiebert.


fluegel5 dm-10000m2011 stephanfotoJulian Flügel (geb. 1986) konnte in dieser Saison nach langer, langer Knieverletzung endlich wieder Fuß fassen. Der Hesse hat ein ganz großes Kämpferherz und ist unter seinem Heimtrainer Jürgen Stephan auch noch zu einem knallharten Spurter geworden. Keiner hat ihm nach der langen Pause eine solche Bestzeitenserie zugetraut, die zunächst in Koblenz und dann am 1. Juni im belgischen Oordegem mit zwei Läufen unter 14 Minuten über die geliebten 5000m gipfelte. Mit seinen 13:54 zählt er auf den zwölfeinhalb Runden zum engeren Kreis der Medaillenanwärter.


Harrer-Medaille Hallen-EM13 MZCorinna Harrer (geb. 1991) geht in Ulm als Titelverteidigerin über 1500m an den Start. Die Olympia-Halbfinalistin hatte mit Silber bei der Hallen-EM einen glänzenden Saisonstart und alles verlief wie immer. Dann erwischte sie im ungünstigsten Moment überhaupt eine Salmonellenvergiftung. Quasi auf der letzten Ritze erledigte sie, gerade mal ein paar Tage aus dem Krankenbett heraus, mit ihren 4:08,23 von Rom die JEM U23 – und DM-Quali, was zugleich dann auch überraschend Deutsche Jahresbestleistung war. Nach passablen Gala-800m und einem erfolgreichen Team-EM-Einsatz über 3000m will die Regensburgerin in Ulm ihren dritten 1500m-Titel in Folge holen.


Heim1 ellwangen13 volkefotoThea Heim (geb. 1992) kam zum Lernen nach Regensburger. Sie und ihr Heimtrainer Norman Feiler wollten sich über das Regensburger Modell weiter entwickeln. Dies ist der Informatik-Studentin voll und ganz gelungen. Mit ihren tollen Steigerungen über 800m auf 2:05,54 und 1500m (4:20,30) hatte sie keinerlei Qualifikationsschwierigkeiten, lief sich schon in der Halle als Sechste ins Vorderfeld, ließ U23-Bronze über 10.000m (!) und U23-Gold über 1500m folgen und gilt, ganz gleich, ob sie die 800m oder 1500m läuft, als sichere Endlaufkandidatin. Platz vier bis sieben ist ihr im Finale durchaus zuzutrauen.


KocK1 Mini-Internationales13 SchaakefotoMaren Kock (geb. 1990) ziert sich noch mit der Streckenwahl für Ulm. Einerseits möchte die EM-Finalistin über 5000m nach ihrem letztjährigen DM-Meisterschaftsausrutscher auf dieser Strecke zeigen, dass sie mit ihren 15:52 von Hengelo Langstrecken-Ikone Sabrina Mockenhaupt durchaus Paroli bieten kann, andererseits reizen die 1500m, weil sie dort ohne Druck vielleicht sogar mit einer Steigerung ihrer bisherigen 4:12,51 auf eine Zeit unter 4:10 auch eine Medaille angreifen kann. Die Gegnerinnen um Gold sind mit Corinna Harrer und Sabrina Mockenhaupt zwei Aushängeschilder des derzeitigen deutschen Laufsports. Auf den 1500m kommt dazu, dass mit dem Trio Sujew-Sujew-Horna auch nicht zu spaßen ist und man da ganz schnell auf Platz sechs oder sieben landen kann. Sie und ihr Heimtrainer Arno Kosmider werden dann sicher die richtige Wahl treffen.


Koller1 HM13 kiefnerfotoJonas Koller (geb. 1993) fährt nur zum Lernen nach Ulm. Erbraucht diese Rennen, um weiter zu kommen. Im Frühjahr erwischte der Telis-Jungspund mit Platz zwei bei der Cross-DM (u23) und dem U23-Titel bei der Halbmarathon-DM einen glänzenden Saisoneinstieg, verletzte sich dann aber exakt beim Titelgewinn auf Grund eines Sturzes bei der Streckenwende so stark, dass eine sechswöchige Trainingspause angesagt war. Inzwischen hat er auch seine Lehre zum Industrie-Kaufmann erfolgreich abgeschlossen und kommt wieder langsam in Schuss. Sein letzter Streich, eine 10.000m Bestzeit am 25. Juni in der Schweiz mit famosen 30:14,39 macht wieder Lust auf mehr. In Ulm wird er sich im 5000m Feld eher im hinteren Bereich aufhalten, dabei aber versuchen, seine bisherige Bestzeit von 14:30,66 Richtung 14:25 zu verbessern.


Orth1 DM-Halle13 kiefnerfotoFlorian Orth (geb. 1989) gilt als typischer Meisterschaftsläufer. Legendär sind seine Coups, wo er weit höher eingeschätzte Gegner um den Titel klug aus manöverierte. Er reist nach Ulm als Freiluftmeister 2012 und Hallenmeister 2013, aber nicht als ausgemachter Favorit an. Sein Hallentitel brachte dem EM-Elften von Helsinki in der Wintersaison auch den EM-Einsatz für Göteborg, wo er unglücklich im Vorlauf hängen blieb. Eigentlich hatte der Münchner Zahnmedizinstudent mit seinen 3:34,56 des letzten Jahres die WM im Fokus, der bisherige Sommerverlauf war aber dann für ihn und seinen Heimtrainer Klaus Bornmann nicht ganz so, wie sie sich das vorgestellt hatten. Aber was heißt das schon bei Florian Orth. Die Meisterschaften kommen und Flo ist da … wetten dass?? Eine Medaille über 1500m sollte es auf alle Fälle werden, zumal mit Homoyo Tesfaje einer der Hauptgegner 800m laufen wird und mit dem jungen Sperlich ein weiterer 3:38-Mann wegen der JEM U23 fehlen wird. Bliebe da also Carsten Schlangen, der so seine Probleme hat, wenn er den Namen Orth hört.


Perfler3 DMjunioren12 kosmiderfotoSteffi Perfler (geb. 1992) ist wie Jonas Koller eine, die einfach mal DM-Luft schnuppert. Die Sprachen-Studentin aus Osttirol, seit zwei Jahren Mitbewohnerin im Athletenhaus, trainiert gut, kann ihre Leistungen aber noch nicht im Wettkampf umsetzen. In Bremen, bei der 10.000m DM sprang in der U23 Wertung immerhin Platz sieben heraus und das mit neuer Bestzeit von 37:08,39. In Koblenz am 15. Mai schaffte sie mit 17:13,96 die Norm für Ulm. Als große Kämpferin möchte sie auch das Ulmer Abenteuer erfolgreich bestehen können, am besten mit einer Zeit knapp unter 17:10min.


Pflieger-portrait13 kiefnerfotoPhilipp Pflieger (geb. 1987) ist inzwischen ein alter Hase bei Deutschen Meisterschaften. Im Stadion stand ihm im letzten Jahr bei der Operation Gold mit Olympiastarter und Vize-Europameister Arno Gabius ein nicht bezwingbarer Brocken im Weg. In diesem Jahr hadert der Schwabe etwas mit seinem DM-Schicksal. Im Cross Zweiter hinter Teamkollege Orth, da noch überraschend, im Halbmarathon Zweiter hinter Fitschen, da noch überragend, über 10.000m Zweiter hinter Tesfaje, da im Spurt gefrustet, könnte es in Ulm vielleicht wieder Silber werden, dann wieder hinter Gabius. Der Regensburger ist nach seiner Langzeitentscheidung für die Straße aber ruhiger geworden. Die 13:41,06 von Oordegem wie auch das unmögliche Rennen beim 10.000m Europacup im bulgarischen Pravets schmeißen ihn nicht mehr aus der Bahn. Bekommt er in Ulm gegen Gabius, wird er sie nutzen. Wie heißt es im Fußball so schön: Drei Ecken ein Tor! Bauen wir mal um: Drei Mal Silber, ein Gold!


PlinkeAnna Watter13 KiefnerfotoAnna Plinke (geb. 1988) hat sich mit ihrer 1500m-Qualifikation einen sportlichen Lebenstraum erfüllt. Einmal im Stadion bei Deutschen Meisterschaften starten, wurscht wie! Die BWL-Studentin, die im letzten Winter ihren Master gebaut hat, warf alles in ihr letztes Trainingsjahr, schaffte sensationell den Einzug ins 1500m Finale in der Halle (10.), pulverisierte alle ihre Bestzeiten, qualifizierte sich zunächst auf der ungeliebten 5000m Distanz für Ulm, um es dann bei der Sparkassen Gala mit 4:30,99 auch über 1500m zu schaffen. Eine nochmalige Endlaufteilnahme wäre aber dann schon eine ganz große Überraschung. Sie ist eine, die bewiesen hat, dass man mit viel Fleiß und großer Ausdauer sehr weit kommen kann.


PlinkeFelix Watter13 KiefnerfotoFelix Plinke (geb. 1989) weiß derzeit nicht so recht, wo er hingehört. Einerseits gehört seine große Liebe den 1500m. Dort wurde er in der Halle immerhin DM-Fünfter. Andererseits hat er in Koblenz bei seinem ersten 5000er mit 14:15,85 gleich mal die A-Quali souverän hingeblättert, was auch nur ganz wenigen beim Streckenumstieg gelingt. In Ulm wird er wohl seine 1500m Abschiedsvorstellung geben. Nur 17 Konkurrenten erwarten ihn dort. Fünf muss er schlagen, was er auf alle Fälle kann - dann ist er im Finale, was er im letzten Jahr trotz Bestleistung hauchdünn verpasst hatte. Verpasst er das Finale am Samstag, kann er am Sonntag immer noch über 5000m antreten.


Reinwand korschenbroich12 kiefnerfotoSebastian Reinwand (geb. 1987) hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und ist jetzt bei 14:06,79 angelangt, was ihm in Ulm durchaus die Möglichkeit eröffnet, unter die besten Acht zu kommen. Ein Angriff auf eine 13er Zeit wird allerdings eher schwerer sein, weil Meisterschaftsläufe selten schnell angelaufen werden. Der BWL-Absolvent lebt inzwischen wieder in seiner alten Heimatstadt Schwabach, weil er dort beruflich untergekommen ist. Schon im letzten Jahr wurde der Franke bei der Straßen-DM über 10km Sechster.


Saur1 MZ-SD13 vorschau KiefnerfotoMario Saur (geb. 1989) hat sich mit seinen 51,16 und Platz sieben in der derzeitigen deutschen Bestenliste über 400m Hürden mitten in die nationale Spitze gelaufen. Sein ausgemachtes Ziel ist das Finale. Der Dinkelsbühler, der derzeit in Regensburg studiert, hat ein großes Kämpferherz. Auf der „Todesstrecke“ 400m Hürden braucht man das auch. Erwischt er den richtigen Vorlauf, wird er Fahrt aufnehmen Richtung 51 tief, was eigentlich für den Endlauf reichen sollte. Oliver Volkmuth war der letzte LG-ler, der dieses Kunststück auch geschafft hatte.


SoethoutJana1 2 DM2012 kiefnerfotoJana Soethout (geb. 1989) begann die Saison noch ehe sie sich in ein amerikanisches College nach San Francisco verabschiedete, bereits im Januar mit einem Paukenschlag. Bei einem Halbmarathon in Leverkusen debütierte die Regensburgerin in 1:13:49 mit einer Klassezeit, kam so recht und schlecht durch die amerikanische Collegesaison, erreichte mit einer 34:07,61 ins NCAA-Finale, wo sie aber vorzeitig das Rennen beendete. Wieder in Old Germany zurück war schon ein bisschen Eile angesagt. Die 5000m-Quali gelang auf den letzten Drücker am 14. Juni in Aachen. Seitdem geht’s nach oben. Eine neue Bestzeit über 3000m folgte mit 9:20,48. In Ulm gehört sie über die zwölfeinhalb Runden zu den Medaillenanwärterinnen. Im letzten Jahr war sie bereits Fünfte.


Somssich4 BLV10000m2012 VolkefotoErik Somssich (geb. 1986) gehört wie Felix Plinke zu den Umsteigern der Saison 2013. Im Frühjahr überzeugte er zweimal mit feinen 30:34 über 10.000m und schaffte dann nach einem kleinen Durchhänger in Koblenz (14:34) bei der Sparkassen Gala in Regensburg die Norm über 5000m mit neuer persönlicher Bestleistung von 14:29,64. Damit kann er in der hinteren DM-Gruppe gut mit den anderen „mitschwimmen“ und so erneut auf Bestzeitenjagd gehen.


Steininger1 DMU23 2013 KiefnerfotoMoritz Steininger (geb. 1993) hat im Herbst 2012 an der Regensburger Döpfer-Schule eine Ausbildung als Physiotherapeut begonnen. Das Wintertraining startete er fulminant, qualifizierte sich problemlos für die Cross-EM (U20), um dort im eiskalten Budapest auf eisiger Strecke schon in der Startphase seinen Schuh zu verlieren. Die Folgen waren fatal. Er fiel auf Grund der Folgeverletzungen gleich zwei Monate aus. Nach vorsichtigem Beginn hat sich der Bewohner des Athletenhauses aber wieder total gefangen. Eine Bestzeit folgte der anderen. Bei der Junioren-DM wurde er Vierter über 5000m. Bei der Sparkassen Gala verbesserte er sich auf tolle 14:22,42 und zehn Tage später ließ er auf der doppelt so langen Distanz in der Schweiz mit 29:58,11 seine erste 29er Zeit folgen. Nun will er erstmals die große Stadion-Atmosphäre kennen lerne, weil ihm bei all dem Verletzungspech sein großer Saisontraum, die U23-JEM-Teilnahme, schon frühzeitig geplatzt war.


Unterholzner1 DMU23 2013 KiefnerfotoValentin Unterholzner (geb. 1992) kam mit seinem Heimtrainer Werner Forster im Herbst 2012 zum „Lernen“ nach Regensburg. Die beiden konnten die Ratschläge von Chefcoach Kurt Ring anscheinend so gut umsetzen, das permanent Gutes herauskam – Bestzeiten am laufenden Band. Anfang Mai in Bremen begann die Traum-Saison auf der Bahn mit Platz vier über 10.000m der U23 mit für ihn unglaublichen 30:27,50, dann folgte der Koblenzer 5000er mit einer 14:39, die erste Zeit unter neun Minuten über die Hindernisse als Deutscher Hochschulmeister und der bisher krönende Abschluss als Junioren-Vizemeister mit tollen 8:52,59. Bisher steht er in Deutschland auf Rang sechs, Top-acht ist auf jeden Fall in Ulm angepeilt, eine Zeit unter 8:50 wäre für den in München studierenden Landshuter ein Traum.


Volke1 Ingolstadt13 KiefnerfotoSteffi Volke (geb. 1976) ist eine ganz Bescheidene im Telis-Team. Die Deutsche Marathonmeisterin von 2011 und Dritte von 2010 sowie 2012, verbesserte sich in dieser Saison auch auf den Unterdistanzen fulminant. Platz vier bei der 10.000m DM in Bremen mit 34:46,89, Platz fünf bei der Halb-Marathon-DM mit 1:16:56 hatte man so vor der Saison nicht erwartet. In Karlsfeld qualifizierte sie sich dann mit einer 16:59 für Ulm und ist damit noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Mit 9:41,60 setzte sie nun in Ingolstadt über 3000m eine Duftmarke, die auch über 5000m eine deutliche Steigerung möglich macht. Damit könnte die Huglfingerin auf jeden Fall unter die Top-ten über die zwölfeinhalb Runden laufen.


ZieglerManuel DMJunioren12 kiefnerfotoManuel Ziegler (geb. 1990) hat sich während seiner amerikanischen College-Zeit zum führenden Dreispringer Deutschlands entwickelt. Bei den NCAA-Finals belegte er mit neuer persönlicher Bestleistung von 16,48m (mit unzulässigem Rückenwind, regulär 16,35m) Platz zwei, was ihm den deutschen Startplatz bei der Team-EM einbrachte. Die anderen deutschen 16m-Springer schwächeln derzeit ein wenig, sind aber dennoch nicht zu unterschätzen. Im letzten Jahr war er überraschend Vizemeister. Da ist der verstohlene Blick nach Gold derzeit nicht unverschämt. Ganz oben ist es bekanntlich am schönsten. Das Gefühl kennt er schon von zahlreichen Jugend- und Juniorentiteln.