Die LG Telis Finanz hat bei der 10km-DM in Bobingen einen Ruf zu verteidigen

Pflieger-Musa-Roba DM10km2012 KiefnerfotoRegensburg, 15. September 2013 (orv) –  Langsam sind die Mädels und Jungs von Telis-Coach Kurt Ring wieder im Training eingetrudelt. Bei einigen geht es noch zäh bei den anderen schon wieder besser. Die zurückliegende Saison war schwierig, aber trotzdem noch recht erfolgreich. Immer dann, wenn die „blaue Macht“ gehäuft auftrat, regnete es Medaillen. Nun soll auch der Herbst ein „goldener“ werden. Nicht nur, was die Zahl an Sonnenstunden betrifft, sondern auch was die Zahl an Edelmetall bei den zwei noch ausstehenden Straßenlaufmeisterschaften über die 10km und Marathon betrifft. Die kürzere Distanz macht bereits am 21. September in Bobingen den Anfang, der Marathon folgt am 13. Oktober in München.


„Man muss sich nichts vormachen, die Athleten haben in Bobingen erst 3 bis 4 Wochen Wintertraining in den Beinen, das ist im Normalfall keine Basis, um besonders schnell zu laufen. Die DM ist für uns ein netter Betriebsausflug, wo wir vor allem bei Frauen, Männern und den beiden U23-Entscheidungen Teamstärke zeigen wollen“, so Telis-Coach Kurt Ring zur Lage seiner Läuferarmada. Er verschweigt dabei, dass die Regensburger in diesen Altersklassen heuer bei allen nationalen Mannschaftswertungen noch ungeschlagen sind. Überzeugende Dominanz nennt man das und so will man im Schwäbischen auch weitermachen. „Sich ein- bis zweimal im Jahr in die Dienste des Teams stellen ist Ehrensache, auch für die Asse, auch wenn die Form noch nicht ganz stimmt. Das ist Ehrensache“, fährt er fort.

Bei den Männern geht die LG Telis Finanz mit drei Leuten ins Rennen, die eine 29er-Zeit schon gelaufen sind. Titelverteidiger ist Philipp Pflieger, der aber noch argen Trainingsrückstand hat. Sein Teamkollege Julian Flügel hat indessen letzte Woche schon eine 29:35 angeboten und Basti Reinwand sollte mitten unter seiner ersten Marathonvorbereitung vielleicht auch schon eine Zeit unter dreißig Minuten anbieten können. Dahinter stehen mit Felix Plinke und Christophe Chayriguet zwei Läufer, die an einem guten Tag unter 31 Minuten bleiben können. Ganz zu schweigen von den fünf U23-Junioren, die zusätzlich in die Männerwertung ein gewertet werden.

Richtig heiß sind die Fünf. Moritz Steininger und Jonas Koller liefen schon im Sommer um die dreißig Minuten. Steininger mit 29:58 knapp drunter, Koller mit 30:14 knapp drüber. Valentin Unterholzner und Fabian Alraun schafften im Frühjahr 30:27 und 30:37 und der Fünfte im Bunde, Jonas Fischer, kann wesentlich mehr als seine bisher erzielten 32:13 Minuten. „Ein Schnitt von knapp unter 31, das wär’s“, meint der derzeit Beste von ihnen, Moritz Steininger und denkt dabei heimlich an den deutschen U23-Teamrekord, der dann fallen würde. „Bobingen ist keine schnelle Strecke, die Jungs sollen mal vorsichtiger sein. Gewinnen reicht schon“, sagt ihr Coach.

Ähnlich gelagert ist die Situation bei den Frauen. Corinna Harrer war im letzten Jahr Vize hinter „Mocki nationale“ und zugleich U23-Meisterin. „Was sie in diesem Jahr wird, ist eigentlich nicht so wichtig, sie trägt auf jedem Fall ihren Teil zur hoffentlich möglichen Titelverteidigung in der Mannschaftswertung bei",sagt Ring. Dahinter sollte sie mit der Vize vom Halbmarathon Caro Aehling, der Titelverteidigerin in der W35-Wertung Steffi Volke und der Deutschen Juniorenmeisterin über 1500m Thea Heim passende Partnerinnen für den erneuten Coup haben. Mit der letztjährigen Marathon-Fünften Julia Galuschka, Triathletin Juliane Straub oder den beiden 37er-Frauen Anna Plinke und Steffi Perfler gehen weitere starke Telis-Läuferinnen ins Rennen. Ob 34:55-Frau Christiane Danner nach ihrer langen Verletzungspause schon wieder dabei sein wird, bleibt bis zum Schluss offen.

Auf dem dünnsten Eis stehen „mannschaftstechnisch“ die drei U23-Juniorinnen Thea Heim, Coco Harrer und Steffi Perfler, von denen keine ausfallen darf, um als Team nicht wieder angreifbar zu sein. Blieben da noch die Chancen in den Einzelwertungen. „Mit diesen Möglichkeiten beim jetzigen Trainingstand möchte ich mich eigentlich weniger beschäftigen“, meint Kurt Ring, „drei- bis viermal Edelmetall könnte da aber auch noch drin sein, das hängt aber stark von den wirklich wahrgenommenen Meldungen der übrigen deutschen Asse am Wettkampftag selbst ab.“