Ausblick Weltmeisterschaften 2015 und Olympische Spiele 2016

22. August 2014 (Pöhlitz) - Was bedeutet es eigentlich, wenn in der jüngsten Vergangenheit oft von „fehlenden Körnern“ gesprochen wurde, die nicht selten die einfache Begründung für Misserfolge in Rennen sind. Körner fehlen nicht nur Läufern. Diese Formulierung liest man auch in der Presse für die letzten schwachen Minuten in Spielen, die schließlich zu Niederlagen führen. Dabei kann es sich doch nicht um die Ernährung handeln, sondern um den Trainingszustand im Vergleich zu den aktuellen Wettkampfan-forderungen. Für Läufer ist das Tempohärte, die nicht ausreicht, um auf einer bestimmten Laufstrecke die angestrebte Wettkampfgeschwindigkeit bis ins Ziel aufrechterhalten zu können. Bei den Höhepunkten des Jahres fehlten in allen Altersklassen deutschen Läufern „solche Körner“. In der Regel hört man diese „Argumente“ – die gleichzeitig ein Blick hinter das absolvierte Training zulassen – von Läufern des mittleren Leistungsbereichs, weniger von denen die in der Weltspitze um das Podium kämpfen. Eine wichtige Voraussetzung dafür wäre „bei den Großen“ möglichst vielfache Erfahrungen in den Rennen der Diamond League zu sammeln. Sie sind Voraussetzung für Medaillen oder vordere Plätze z.B. in Rio 2016. Dass deutsche Läufer derzeit in diesen Auseinandersetzungen der Weltbesten nur sehr selten einen Startplatz erhalten, widerspiegelt sehr realistisch den wahren Leistungsstand. Es gilt fachlich-sachlich auf dem Teppich zu bleiben, auch wenn es vorangegangen ist in den Mittel- und Langstrecken. Dran sind sie derzeit noch nicht. Hier geht's weiter ...