Das deutsche Team liefert bei der Cross-EM das Übliche ab

Regensburg, 15. Dezember 2014 –  „Business as usual“. Man könnte man den Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bei den diesjährigen Crosslauf-Europameisterschaften im bulgarischen Samokov nicht treffender bezeichnen. „The same procedure as every year“ wäre auch eine nette Umschreibung, weil wieder einmal mit Alina Reh ein junges Talent die Kohlen für die Laufnation Deutschland aus dem Feuer holen musste. Nichts war zu spüren von einer Aufbruchstimmung, die mit der Inthronisierung von Teamleiter Wolfgang Heinig signalisiert wurde. Er selbst war in Bulgarien nicht dabei. Die erste Höhenkette für sein erweitertes Heimteam stand an.

 

 

Crosslauf in Deutschland fristet immer mehr ein Stiefmütterchen-Dasein. Wenn IAAF-Mann Günter Lange bei der Laufkonferenz in Mainz von der überragenden Bedeutung einer Crosssaison für die weltbesten Langstreckler spricht, scheint das die Mehrzahl der deutschen Trainer nur wenig zu interessieren. Crosslauf ist auch für die EAA letztendlich nur noch ein Vermarktungsprodukt. Stets glänzend verpackt, meist perfekt organisiert, aber eben Mitte Dezember zum falschen Zeitpunkt. Das Argument, der Wintersport ließe Mitte März die Veranstaltung nicht zu, mag glauben wer mag. Der Wintersport ist zumindest im deutschen Fernsehen bereits Mitte Dezember absoluter Marktführer.

 

Die deutsche Qualifikation ist, was den U23 und Frauen/Männer-Bereich betrifft,  eine bessere Farce. Internationale Qualität soll in ausländische Rennen nachgewiesen werden, wo augenscheinlich bis auf drei oder vier zweit- oder drittklassige Afrikaner eben jene internationale Konkurrenz fehlt. Die Zeche dafür zahlen die Vereine mit unnötigen Übernachtungskosten, weiten Anreisen und einen Vergleich dreier Crossrennen, der eigentlich keinen Vergleich zulässt. Zielführend ist es nicht, dafür teuer.

 

Ein Konzept, wie man die Dinge ändern könnte, gibt es beim DLV nicht. Zumindest ist ein solches an die im Crosslauf seit Jahren erfolgreichen Vereinstrainer nicht herangetragen worden. Konzept heißt aber im Bereich deutscher Lauf, die Dinge komplex zu betrachten, weil Deutschland für Halle, Cross, Straße und Stadion in der Regel im Gegensatz zu Briten und Franzosen nur eine Garnitur von qualitativ geeigneten Läufer/Innen anzubieten hat. Wenn nationale Meisterschaftstermine nicht mehr zu den Vorbereitungszyklen der Athleten passen, kommt es zu Zielkonflikten.

 

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