Markt Indersdorf tut sich im Vorfeld schwer mit den nationalen Titelkämpfen

Regensburg, 1. März 2015 –  Der Crosslauf tut sich in Deutschland etwas schwer. Spektakulär im Ansatz, wird er in der Öffentlichkeit eher stiefmütterlich behandelt. Die wenigen, die darüber schreiben wollen, tun sich im Vorfeld der diesjährigen Deutschen Crosslauf Meisterschaften ebenso schwer. Die Informationen, die man dazu bekommt, sind spärlich, die offizielle Homepage dazu ein wenig karg. Wer Vorschau halten will auf die einzelnen Wettbewerbe sucht instinktiv ein Teilnehmerverzeichnis. Das findet er auch für die Meisterschaften in der tiefen oberbayerischen Provinz. Bloß anfangen kann er auf die Schnelle damit nichts.
Unsinnigerweise werden die Teilnehmer nach Startnummernreihenfolge von 1- 1074 übergreifend über alle Läufe aufgelistet. Es bedarf also einiger Zeit und hoher Fachkenntnis über die Läufer/Innen, um Tendenzen für die Titelvergaben herauszufinden. Jedes vernünftige Auswertungssystem kann die Ordnung nach Altersklassen und Wertungsläufen mit einem einzigen Mausklick. In Markt Indersdorf scheint dies noch nicht angekommen zu sein. Der Meldeschluss war vor fast zwei Wochen, die elektronische Datenübermittlung dauert wenige Sekunden, im Netz steht nun – wieder einmal – ein elektronischer Dino.


Neuigkeiten vom Veranstalter selbst – in diesem Falle ist es der Deutsche Leichtathletik-Verband – oder vom örtlichen Ausrichter beschränken sich auf das Nötigste. PR für eine durchaus sehenswerte Veranstaltung sieht anders aus. Schlimm ist, dass durchaus die berechtigte Annahme besteht, die Strecke sei an einigen Stellen unbelaufbar geworden. Am morgigen Montag soll erneut eine Begehung stattfinden. Der angedachte Rundenverlauf und auch der Startbereich stehen auf der Kippe.


Man erfährt darüber nur hinter vorgehaltener Hand, für eine Umlegung an andere Stelle ist es zu spät. Das Wetter wird nicht mitspielen. Es soll wechselhaft und um den Gefrierpunkt bleiben. Die Runde selbst ist sowieso schon knüppelhart mit einigen pikanten Stellen, vor allem für die schnellen und teilnehmerstarken Läufe der Männer Mittelstrecke und der Jugendlichen. Zunächst versetzt der Glaube noch Berge, aber allein die veröffentlichte Teilnehmerliste lässt ahnen, dass das örtliche Organisationsteam die Erfahrungen, die man für nationale Meisterschaften braucht, nur im geringen Maße zu haben scheint. Noch ist ein wenig Zeit, vernünftige Entscheidungen im Sinne der Unversehrtheit der Läuferinnen und Läufer zu treffen. Jeder Tag des Zögerns ist aber letztendlich ein Tag weniger des Handelns.