Beide wollen über 3000m in Prag ins Finale und vielleicht auch noch mehr

Orth-Kock1 Salzburg14 Volke-FotoRegensburg, 4. März 2015 (orv/leichtathletik.de) - Der Höhepunkt der Hallensaison steht vor der Tür: Im tschechischen Prag werden die Halleneuropameisterschaften ausgetragen. Am Donnerstag (5. März) geht es mit den ersten Qualifikationen los. Mit dabei auch die beiden Athleten der LG Telis Finanz Regensburg, Maren Kock und Florian Orth. Beide werden über 3000m an den Start gehen. Zunächst gilt es, die Vorläufe zu überstehen. Maren Kock steht am Freitag um 13.25 Uhr an der Startlinie, Florian Orth ist um 18.00 Uhr dran. Eurosport wird live übertragen. Wenn die beiden Regensburger ihre Vorläufe überstehen, ist vielleicht noch mehr drin, wie vor zwei Jahren als ihre Teamkollegin Corinna Harrer in Göteborg sensationell Silber über die gleiche Distanz holte.

 

Während Hallen-EM-Debütant Clemens Bleistein mit der Nominierung für Prag schon einen großen Erfolg feiern konnte, geht es für Richard Ringer und Florian Orth um weit mehr als nur dabei zu sein: Ringer ist mit seiner Bestzeit von 7:46,18 Minuten die Nummer zwei der Meldeliste, Orth (7:49,48 min) steht ihm kaum nach. Überflieger Mo Farah verzichtet nach seinem Hallen-Weltrekord über zwei Meilen auf die Hallen-EM, Titelverteidiger Hayle Ibrahimov ist ebenfalls nicht gemeldet. So ist der Rennausgang völlig offen – nur eins steht fest: Die beiden spurtstarken Deutschen können vorne mitmischen. Auf der Rechnung haben sollten sie vor allem den gebürtigen Kenianer Ali Kaya, seit 2013 für die Türkei startberechtigt, der bei der EM in Zürich Dritter über 10.000 Meter wurde. Er hat mit 7:43,61 Minuten die stärkste Bestzeit im Feld. Auch der Franzose Florian Carvalho wird nach Rang fünf 2013 jetzt mit Edelmetall liebäugeln.

 

Bei den Frauen ist die Situation für Maren Kock, die sich zusammen mit der Frankfurterin Gesa Felicitas Krause beim „Internationalen“ in Karlsruhe für die Hallen-Europameisterschaften qualifiziert hatte und dann bei den nationalen Titelkämpfen 1500m Gold gewann, ungleich schwerer. Gleich sieben Frauen haben 2015 bereits schnellere Zeiten als Maren Kock angeboten. Die Regensburgerin hat eine 8:57,87 stehen, ist aber bereits in der letzten Sommersaison eine 8:50,12 gelaufen. Unter dieser magischen Grenze von 8:50 sind in der Halle aber auch nur die Britin Laura Muir und die Russin Yelena Korobkina mit 8:49,73min und 8:47,61min geblieben. Beide haben an Regensburg schlechte Erinnerungen. Der Russin schnappte Coco vor zwei Jahren in einem faszinierenden Herzschlagfinale die Medaille weg und die Britin musste sich bei der Junioren-EM 2013 im Kampf um Silber ebenfalls Harrer geschlagen geben. Eindeutige Favoritin im 3000m Rennen wird allerdings 1500m Europameisterin Sifan Hassan (Niederlande) sein, die in diesem Jahr die 3000m in der Halle noch nicht gelaufen ist. Maren Kock hofft natürlich auf ein „langsames“ Finale, weil sie dann im Kampf um die vorderen Plätze ihre großen Spurtqualitäten voll ausspielen kann.