BLV Berichterstatter Dieter Claus vergisst bisweilen Telis-Läufer

Plinke-Schneider-Galuschka-Scherl DMHM15 RingfotoRegensburg, 17. April 2015 (orv) – Wikipedia erklärt Amnesie als eine Form der Störung des Gedächtnisses für zeitliche und inhaltliche Erinnerungen. Zumindest eine teilweise Amnesie scheint den Berichterstatter des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes Dieter Claus bezüglich der bayerischen Erfolge bei den diesjährigen Deutschen Halbmarathonmeisterschaften befallen zu haben. Akribisch zählt er stets die weißblauen Platzierungen von eins bis acht zusammen um sie dann schulmeisterlich zu bewerten. Marktführer LG Telis Finanz – diesen Namen hat uns der neu ernannte Branchengegner SC Roth verpasst – kommt dabei nicht selten ein klitzeklein wenig schlechter weg und wurde im Fall der Halbmarathon-DM gleich dreimal vergessen. Der Titel des Juniorenteams mit Koller, Ramdane Cherif und Boch wie auch die Einzelplatzierungen von Julia Galuschka (6./Frauen) sowie von Simon Boch (8./U23) fielen gänzlich im Text unter den Tisch.

 

Die bayerischen Lauferfolge allgemein zu loben, ist Dieter Claus jede Zeile wert. Auch jene, dass wieder einmal „50 Prozent der Medaillen in den Freistaat gingen“. Lässt man mal die die mit eingegliederten Altersklassenwertungen außeracht und betrachtet die Hauptwettbewerbe der Frauen, Männer und Juniorenklasse ergeben sichfür Bayern genau 5 Titel bei 10 Medaillengewinnen innerhalb 19 Möglichkeiten, weil eben nur eine Juniorin am Start war, dieser Titel damit kampflos in den Freistaat ging und somit in dieser Klasse auch keine Mannschaftsmedaillen mangels Masse vergeben werden konnten. 4 Titel, darunter alle Teamtitel und weitere 2 Silber- und eine Bronzemedaille holte die LG Telis Finanz Regensburg, was man durchaus auch hätte schreiben können. Wie sagte BLV-Vizepräsident Gerd Neubauer anlässlich der Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe in kleiner Runde so schön: „Ohne die Medaillen von euch Regensburgerin würden wir in Bayern bisweilen recht alt ausschauen.“

 

So braucht denn Telis-Spitzenläufer Philipp Pflieger keine Claus’sche Aufmunterung, sein Trauma von Frankfurt zu überwinden. Das hat er längst getan und sein Satz „Ich kann’s noch“ war nicht auf Frankfurt, sondern auf die Fortsetzung seiner deutschen Meistertitel gemünzt, von denen er bereits zwei 2012 über 10.000m und über 10km auf der Straße gewonnen hatte. „Wenn die Crew aus Mittelfranken (gemeint ist jene des SC Roth) einmal mit ihren Spitzenläufern Julian Flügel und Simon Stützel startet, dürften die Regensburger einen ebenbürtigen Gegner bekommen“, schreibt Claus weiter und zeigt uns Regensburgern zum wiederholten Male zwischen den Zeilen, dass er es kaum erwarten kann, dass der Seriensieger LG Telis Finanz endlich eine auf die Nase bekommt.

 

Die „Blauen“ können mit solch verbalen blauen Flecken durchaus leben und reden nicht davon „dass ihre Juniorin Franzi Reng, ihres Zeichens DM-Zweite U23 im Cross, Regina Högl im Kampf um den Juniorentitel wahrscheinlich hätte wegputzen können.“ Regensburg gratuliert der Ergoldsbacherin herzlich für ihren persönlich wirklich sehr guten Halbmarathon in 1:18:22 Stunden. Dafür, dass sie als einzige Juniorin unterwegs war, kann sie nun wirklich nichts dafür und wer nicht am Start ist, kann bei auch superguter Vorleistung eben auch keine Platzierungen, Titel und Medaillen einfahren. So, wie all die übrigen Telis-Läuferinnen, die entsprechend ihrer Vorleistung gesehen durchaus in der Lage gewesen wären, bei den Frauen hinter LG Telis Finanz 1 mannschaftlich auch die Plätze 2 und 3 belegen zu können.

 

So wünschen wir denn, dass jene „Teil-Amnesie“ von Dieter Claus im Laufe der nächsten Meisterschaften etwas abnimmt. Wir sind durchaus überzeugt, dass er dies nicht absichtlich macht und haben durchaus Verständnis, dass man bei sooooo viel „Weiß-Blau“ durchaus mal „Blau“ übersehen kann. Für den neuen Deutschen Halbmarathonmeister Philipp Pflieger hat es zumindest in der Bildleiste auf blv-online.de ganz unten noch gereicht, ein „Aufmacherfoto“ an dominanterer Stelle wäre doch da wirklich zu viel des Guten gewesen. Hier geht's zum Bericht auf blv-online ...