Wenn deutsche Athleten durch die eigene Norm diskriminiert werden

Karlsruhe, 28. Juni 2015 (Scheefer) - Christoph Kessler ist ein talentierter deutscher Nachwuchsmittelstreckler aus Karlsruhe. Neben dem Studium trainiert er acht Mal pro Woche, um seine Zeiten über 800 Meter zu verbessern. Auch in diesem Jahr gelang dem 21-Jährigen Bundeskaderathleten wieder eine Steigerung. Bei einem Wettkampf in Weinheim bezwang er in 1:47,81 Minuten den italienischen Juniorenmeister deutlich. Dieser freute sich trotz der Niederlage, weil seine Zeit die Teilnahme an den U23 Europameisterschaften in Tallinn bedeutete. Verständnislos blickte er seinen deutschen Konkurrenten an, als dieser ihm mitteilte, dass er nicht nach Tallinn reisen werde, weil der Deutsche Leichtathletik Verband seine internen Normen weit über den offiziellen Normen des europäischen Verbandes (EAA) angesiedelt hat. Wäre Christoph Italiener, Österreicher, Franzose, Schweizer, ... hätte er an der EM teilnehmen können. Hier geht's weiter im Artikel von Günther Scheefer ...