Das Peking-Ticket bekommt er nicht, weil in Deutschland andere Normen gelten

Orth9 DM15 KiefnerfotoRegensburg, 30. Juli 2015 (MZ/Wotruba) - Wenn einer durchgekommen wäre, wäre Kurt Ring schon rundherum glücklich gewesen. Im Aufgebot für die Weltmeisterschaft der Leichtathleten von 22. bis 30. August steht jetzt aber – trotz der zwei deutschen Meistertitel über 1500 Meter am Wochenende in Nürnberg – kein Träger des blauen Trikots von der LG Telis Finanz, deren Kandidatenanzahl der Teamchef, Trainer und Impulsgeber auf „viereinhalb“ beziffert. Maren Kock fehlen 1,56 Sekunden zur deutschen WM-Norm von glatten 4:06 Minuten. Die 25-Jährige muss nun sogar um den Kaderstatus bangen. Auch ihren Freund Florian Orth trifft es hart: Der Weltverband IAAF fordert eine 3:36,2, Orth lieferte im belgischen Heusden eine 3:36,05, doch im deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) gelten andere Gesetze. Eine 3:35,5 musste es sein, es fehlen 55 Hundertstel. „Er gehört nach Peking. Wenn man ihn zuhause ließe, wäre das ganz sicher falsch. Er hat die Klasse, ihm fehlten nur die Rennen und Gelegenheiten. Aber der Verband klammert sich an seine Buchstaben“: So kommentierte ZDF-Reporter Wolf-Dieter Poschmann das absehbare Prozedere schon am Sonntag im Fernsehen. Hier geht's weiter bei der MZ ...