Doping ist ein Problem des Gesamtsports und der ganzen Welt

7. August 2015 (Lothar Pöhlitz) – Wieder einmal kommt ein Jahr vor den Olympischen Spielen der Leistungssport ins Gerede. Als wenn nicht inzwischen alle wissen – auch das IOC, die Wada, die internationalen Verbände und ..., dass das Dopinggespenst seit mehr als 40 Jahre weltweit  on tour ist, nicht nur im Radsport. Als bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles in den „Drog-Shops“ vor Ort Gläser mit mehr als 100 Anabolika-Tabletten rezeptfrei angeboten wurden, hatte ich den Aufschrei der Journalisten oder Doping-Jäger vermisst.

Gegenwärtig wurden wieder einmal die Läufer Kenias und Russlands gejagt – die Männer und Frauen aber die, die 100m deutlich unter 10 oder 11 Sekunden laufen, nicht „verfolgt oder besucht“ – dabei wären die Reisekosten in diese Länder auch zu stemmen, wenn man nur gewollt hätte. Kein Visum? Auch die Spielsportarten „ruhen sanft“. Ehrlich wäre doch zu bekennen das die in der Vergangenheit „Erwischten“ aus vielen (allen olympischen?) Sportarten und vielen Ländern, nicht nur aus den leichtathletischen Disziplinen kommen. Die anderen Sportarten sind keineswegs außen vor.

Gerade machen die Schwimmer bei ihrer Weltmeisterschaft in Kasan mit einer Weltrekordserie „ohne“ auf sich aufmerksam. Erzielt durch Wunderkinder wie Katie Ledecky (USA) – die derzeit alles beherrscht von 200m über 400m bis zu 1500m Kraul – von der die in den USA studierende und trainierende deutsche Schwimmerin Theresa Michalak berichtete: „Das Geheimnis ihrer Stärke liegt im Training. Ledeckys Pensum ist doppelt so hoch wie das der Deutschen und es wird meist bis zum Anschlag trainiert. Amerikaner gehen auch im Training oft bis ans Limit“ (Petra Szag im KstA. vom 6.8.2015). Über die dafür notwendige „Ernährung“ und „wundersamen“ Regenerationsmaßnahmen wurde dagegen nicht informiert.