Wenn alles bei der DM klappt könnte der deutsche Rekord wackeln

Volke Galuschka1 DM10km2015 Schaake FotoRegensburg, 18. Oktober 2015 (orv) – Zwei Dinge stehen aus Regensburger Sicht bei den diesjährigen Deutschen Marathonmeisterschaften innerhalb des großen Frankfurt-Marathons schon jetzt außer Frage: Angesichts der fast vollständig vertretenen deutschen Marathon-Prominenz wird Titelverteidigerin Steffi Volke von der LG Telis Finanz nicht erneut nach Gold greifen können, aber das Regensburger Frauen-Team mit ihr, Anja Schneider und Julia Galuschka in der Mannschaftswertung kaum zu schlagen sein, wenn die Drei auch nur einigermaßen durchkommen. Sollten die Regensburgerinnen dies schaffen, wackelt sogar der 26 Jahre alte deutsche Rekord (8:07:15h ASV Köln, 1.10.1989). Auch bei den Männern will Arne Gabius (LT Haspa Hamburg) die nationale Bestmarke des Dresdners Jörg Peter (2:08:47h) brechen.

Damit möchte der Hamburger natürlich auch die nationale Norm für Olympia 2016 in Rio (2:12:15h) knacken und neben dem erhofften Titel eine zweite „Fliege“ mit einer Klappe erschlagen. Das so etwas gerade im Marathon auch einmal gründlich schief gehen kann, hat das Beispiel Anna Hahner in Berlin gezeigt. Für ihre Zwillingsschwester Lisa geht es nun in Frankfurt auch um’s Ganze. Sie ist in ihrer Karriere ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester noch nie unter 2:30 Stunden geblieben. Ihr Hausrekord steht bei 2:30:17 Stunden, gelaufen vor zwei Jahren bei miesen Bedingungen auch in Frankfurt. Für Rio verlangt der DLV aber eine 2:28:30.

In solchen Sphären bewegt sich Telis-Ass Anja Schneider noch nicht. Trotzdem hat sie im Frühjahr in Hamburg mit einer 2:36:31 aufhorchen lassen. Selbst wenn EM-Teilnehmerin Mona Stockhecke (LT Haspa Hamburg) und Simret Restle (PSV GW Kassel) stärker einzuschätzen sind, bleiben vage Hoffnungen auf eine Einzelmedaille, zumal Stockhecke bisher mit 2:33:50h nur etwas mehr als zweieinhalb Minuten schneller war und Restle auf den 42,195km überhaupt noch nicht ( 2:37:49h). Auch bei der Halbmarathon-DM im Frühjahr hatte keiner mit dem Silberrang der Regensburgerin gerechnet.

Für die beiden anderen Regensburgerinnen Steffi Volke und Julia Galuschka, beide im 2:44er Bereich angesiedelt, wäre ein Platz unter den besten Acht angesichts der besonderen Frankfurter DM-Verhältnisse schon ein gutes Ergebnis. Beide gehören der W35 an und werden in dieser Altersklasse auch um die Medaillen mitkämpfen. Für ganz vorne im Dunstkreis der ersten Vier wird es nach Lage der Dinge aber in diesem ganz besonderen vorolympischen Jahr nicht reichen, weil immer dann, wenn die Marathon-DM in einen ganz großen Stadtmarathon eingebettet ist, die Dinge eben ganz anders gelagert sind.

Als Team sind die drei Regensburgerinnen allerdings eine Macht. Schon im Frühjahr liefen Schneider und Galuschka mit Moni Rausch als Dritte im Bunde mit 8:12h die zweitbeste jemals von einer Vereinsmannschaft gelaufenen Zeit. Da Steffi Volke deutlich schneller als Moni Rausch einzuschätzen ist (zwischen deren Bestzeiten liegen 7 Minuten), träumen die Regensburgerin schon ein wenig vom deutschen Rekord, den mit 8:07:15h seit 1989 der ASV Köln hält. Vielleicht klappt es also sogar mit Mannschaftsgold und mit dem Rekord. Doch der Marathon ist unwägbar wie keine andere Laufdisziplin. Verzockt man sich im Tempo, rieseln die Minuten nur so dahin.

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