Am Ende steht der Schaden für rechtmäßig qualifizierte Athleten

Regensburg, 27. Oktober 2015 (Ring) – DLV Präsident Dr. Clemens Prokop sieht die Rechtfertigung eigener nationaler Olympianormen in der Tatsache begründet, dass die Vergleichbarkeit der leichtathletischen Disziplinen im engeren Sinne und jene der verschiedenen olympischen Sportarten im weiteren Sinne gegeben sein muss und definiert dies als mittelbares Ziel für die verbandseigenen Normenvorgaben, die dem DOSB zur Bildung der Olympiamannschaft vorgeschlagen werden.

Er eröffnet damit einen Wettbewerb, den die „entry standards“ des IOC so nicht vorsehen. Als legitimierte Veranstalter der Olympischen Spiele legen sie für alle Sportarten Qualifikationsmodi fest, die für die Leichtathletik klar und deutlich betreffend der zu erbringenden Leistungen, der dazu vorgesehenen Qualifikationszeiträume und der Anzahl der Teilnehmer/Innen pro Nation nachzulesen sind. Für die „entry standards“ ist einzig und allein als veranstaltende Vereinigung das IOC autorisiert. Aus sportethischen Gründen sollten diese von den Mitgliedsverbänden, den nationalen Verbänden also, respektiert werden und im vollen Umfang umgesetzt werden. Eine Änderung der entry standards könnte daher von nationalen Verbänden nur über einen Antrag beim IOC herbeigeführt werden. Eine Zulassung über eine nationale Rechtfertigung ohne Erfüllung der geforderten IOC-Mindestleistung ist nicht möglich.

Eine faire Vergleichbarkeit für alle Athleten/Innen innerhalb der jeweiligen Disziplinen ist durch die „entry standards“ gegeben, weil die Vorgaben für alle Athleten/Innen gültig sind und man nun sogar das Fenster für staatenlose, politische verfolgte Sportler öffnet, die erstmals unter dem Protektorat des IOC starten können, wenn sie die Leistungsvorgaben erfüllen. Natürlich sind die vom IOC vorgegebenen Normen auch für die deutschen Leichtathleten gültig und das unmittelbare Ziel eines jeden deutschen Athleten. Im eigentlichen Sinne sind diese also qualifiziert, sofern sie zum Kreis der drei Besten der jeweiligen Disziplin innerhalb Deutschlands gehören. Nur unter diesen Gesichtspunkten ist auch die unmittelbare Vergleichbarkeit innerhalb der Disziplin als Charakter des sportlichen Wettkampfes gewährleistet.

Innerhalb der Verbandsaufgaben ist die Vertretung der unmittelbaren Ziele der jeweiligen Athleten/Innen eine primäre Aufgabe. Das unmittelbare Ziel der Olympiaqualifikation ist für deutsche Athleten/Innen im originären Sinne mit der Erfüllung der internationalen Normen erreicht. Deshalb muss es vorbehaltlos vom nationalen Verband vertreten werden. Auch der DOSB als Untergliederung des IOC sollte rein rechtlich daran gebunden sein. Verhält er sich anders, unterläuft er die Gesetzmäßigkeit des Dachverbandes und verletzt im weiteren Sinne die olympische Charta.

Das Ziel des DLVs oder des DOSBs, nur Athleten/Innen mit erweiterter Endkampfchance über einen mehr als fraglichen nationalen Berechnungsschlüssel aus Gründen der besseren Außendarstellung für die Olympischen Spiele zuzulassen, steht derzeit konträr zu den unmittelbaren Zielen der Athleten/Innen. Es dient nur einer günstigen Beurteilung des Verbandswesens beziehungsweise der Funktionsleute innerhalb des Fachverbandes und des DOSB. Es ist daher als sekundär, also untergeordnet anzusehen.

Erschwerend dabei ist, dass Veröffentlichungen der Medien jene elitäre Ansicht, dass die Öffentlichkeit nur erweiterte Sieger will, klar widerlegen und eindeutig Partei für die Athleten/Innen ergriffen haben, die international zwar qualifiziert sind, national aber nicht den Qualitätsansprüchen des DLV bzw. des DOSB entsprechen. Bei einer Nichtberücksichtigung jener Athleten/Innen entsteht diesem Athletenkreis ein nicht unerheblicher Schaden durch Imageverlust und wesentlich geringerem Sponsoreneinkommen. Da die Förderungen des DLV für seine Kaderathleten in vielen Fällen viel zu gering sind, damit diese Sportler den Hochleistungssport professionell ausüben können, sind sie auf diese finanziellen Mittel angewiesen. Der Schaden bewegt sich jährlich im sechsstelligen Eurobereich, wie in einem Urteil zu Gunsten des Dreispringers Charles Friedek festgestellt wurde.

Abschließend muss festgehalten werden, dass sowohl der DLV als auch der DOSB mit den eigenen nationalen Normen Vorschub zur Wettbewerbsverzerrung leistet, durch die Sittenwidrigkeit  der Athletenvereinbarung, die letztendlich keine ordentliche Gerichtsbarkeit zulässt, Monopolismus betreibt, den Athleten zum Leibeigenen degradiert, also gegen das Kartellrecht verstößt, weil Athleten/Innen nicht einfach so mir nichts, dir nichts im Sinne der Chancengleichheit  ihre Nationalität wechseln können. Man beraubt sie sozusagen ihrer Grundrechte.

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