Christoph Fischer im Gespräch mit Helmut Digel

Reutlingen, 25. Dezember 2015 (Reutlinger General Anzeiger) - 2015 war das letzte Jahr in seiner Funktionärskarriere. Helmut Digel geht frustriert in den Unruhestand. Der Soziologe und langjährige Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Tübingen empfindet es als »äußerst ärgerlich«, dass »ich auf einen Verband zurückblicken muss, der mit den schlimmsten Anschuldigungen konfrontiert ist, die es im internationalen Hochleistungssport geben kann«. Für die Führung des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF war Digel 20 Jahre mitverantwortlich: »Dass der IAAF-Präsident Lamine Diack, mit dem ich immerhin mehr als zehn Jahre zusammengearbeitet habe, in den letzten Jahren in ein Betrugssystem eingebunden war, bei dem das gesamte Anti-Dopingsystem ad absurdum geführt wurde, ist für mich nach wie vor unbegreiflich und hinterlässt ein Schamgefühl und große Empörung. Hier geht's weiter beim Reutlinger General Anzeiger ...