Von Lothar Pöhlitz

Physiotherapie (Foto: Pöhlitz) © Lothar Pöhlitz - Vor allem in Phasen zunehmender Intensivierung kommen sie, die oft nicht nur kleinen Wehwehchen und es besteht früh dringender Handlungsbedarf. Bei akuten Muskelverhärtungen im Waden- und Oberschenkelbereich aber auch in der Becken- Nacken- und Rückenmuskulatur empfiehlt sich zuerst eine intensive Massage, die besonders bei Leistungssportlern die wichtigste Behandlung nach eigentlich jeder intensiven Trainingseinheiten sein sollte. Im Leistungssport hat sich die Trainingsbegleitung mit verstärkten Durchblutungsmaßnahmen, mit den inzwischen verschiedensten „Rollen“ auf dem Markt und mit Warm- und Kaltwasser durchgesetzt. Bei stark auftretenden Muskelverhärtungen, die auch zur Sauerstoffunterversorgung und einen gestörten Stoffwechsel führen, empfiehlt sich eine Behandlung aus verschiedenen Kombinationen wie beispielsweise Wärme, Wasser und Massage – mehrmals am Tag! Es ist auch die Zeit wo man den Bereich rund um die Achillessehne durch dicke Socken oder noch besser Kniestrümpfe warmhalten sollte.

 

Obststand (Foto: Pöhlitz) Es eignen sich heiße Entmüdungsbäder, Fangopackungen, Infrarotlicht, Reizstrom die die Muskulatur entspannen. Auch Wärmepflaster mit pflanzlichen oder chemischen Wirkstoffen lockern die verspannte Muskulatur. Ferner bieten sich bestimmte Medikamente und Salben mit Substanzen zur Schmerzlinderung sowie die sogenannten Muskelrelaxantien für die Behandlung an. Hochwertige Magnesiumprodukte können Wadenkrämpfe und hartnäckige Muskelverhärtungen mit der Zeit auflösen. Bei schmerzhaften Muskelverhärtungen ist aber Vorsicht geboten, man sollte rechtzeitig eine Trainingspause einlegen, mehrfach am Tag behandeln bevor Muskelverletzungen – Zerrungen oder Risse – entstehen und längere Trainingsausfallzeiten drohen. Durch ständig begleitende Lockerungsgymnastik und „Physiobegleitung“ werden Muskelverhärtungen vorbeugend vermieden.

Wenn Verspannungen (Myogelosen) an bestimmten Stellen immer wieder kommen ist ein zusätzliches „Muskelaufbautraining – Schwachstellenbeseitigung durch üben“ die Aufgabe für die nächsten Wochen. Leistungssportler brauchen für ihre Ziele eine Muskulatur ohne Dysbalancen und müssen dafür rechtzeitig etwas tun!

Myogelosen sind Verspannungen, Verhärtungen im Muskel die man mit den inzwischen verschiedenen Rollen (siehe auch: www.Blackroll & Blackroll-orange) gut und aktiv regenerieren, direkt wieder weich und beweglicher – zunächst sanft und dann mit immer mehr Druck - rollen kann. Damit werden Verklebungen im Bindegewebe (in den Faszien) gelöst, für wieder mehr Elastizität und verstärkte Durchblutung der Muskulatur und nicht nur der Haut gesorgt.

Die Erfahrung lehrt das auch diese Anwendungen helfen können, frage aber zuerst Deinen Arzt oder Physiotherapeuten :

  • hochwertiges Massageöl
  • Wärmepflaster
  • Schmerzsalben
  • Hausmittel Qualitäts-Pferdebalsam
  • Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel
  • Schüssler-Salz: Magnesium phosphoricum
  • Oma sagt auch Quarkwickel helfen

Bei Problemen mehrmals täglich behandeln

Regentonne (Foto: Schommers) Wenn Sie unter einer akuten Muskelverhärtung leiden, sollten Sie den betroffenen Arealen zunächst eine effektive Massagebehandlung unterziehen. Natürlich hilft ein „Physio“ mehr als eigene Streicheleinheiten. Verwenden sie qualitativ hochwertige Öle, die in kreisenden Bewegungen auf die Haut aufzubringen sind. Auch Bürstenmassagen unter dem warmen Wasser der Dusche sind zu empfehlen. Sie sollten aber auch beachten das verhärtete Muskeln nicht selten durch Fehlbelastungen oder zu schwacher Muskulatur entstehen.

  • Muskuläre Dysbalancen am besten durch Physiotherapeuten oder auch einmal Chiropraktiker feststellen und behandeln lassen oder rechtzeitig Empfehlungen abholen.
  • Darüber hinaus haben sich gezielte Wärmeanwendungen bewährt. Setzen Sie beispielsweise warme Körnerkissen oder Wärmepflaster ein, die mithilfe von pflanzlichen oder chemischen Wirkstoffen ein angenehmes Wärmegefühl auf der Haut verbreiten. Durch diese Maßnahme kann sich eine Muskelverhärtung lockern. Menschen mit empfindlicher Haut sollten zum Ausschluss von Pflasterunverträglichkeiten das Pflaster probeweise zunächst einige Minuten auf der Haut belassen. Alternativ können Sie auf sanfte physikalisch wirkende Produkte zurückgreifen.
  • Um die Muskelverhärtung zu lösen, können Sie zusätzlich Magnesiumpräparate einsetzen. Wenige Tage in hohen Dosen eingesetzt - beispielsweise 400 mg pro Tag - löst dieser Mineralstoff nach Praxiserfahrungen Krämpfe und hartnäckige Verhärtungen. Empfindliche Sportler nehmen bei grenzwertigen Trainingsbelastungen auch einmal ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel am besten bereits vorbeugend ein. Noch besser ist eine optimale Ernährung durch Mischkost.
  • Damit der Mikronährstoff optimal vom Körper aufgenommen wird, hat sich eine zusätzliche Gabe des Schüssler-Salz Magnesium phosphoricum bewährt. Bei akuten Krämpfen und Verhärtungen lösen Sie die Tabletten in warmem Wasser auf und trinken die Flüssigkeit schluckweise.
  • Beugen Sie einer Muskelverhärtung vor indem Sie vor und nach der sportlichen Aktivität Dehn- und Lockerungsübungen durchführen. Achten Sie außerdem auf eine entsprechende witterungsabhängige Kleidung und ausreichend Flüssigkeit. Gymnastik ist nicht out !
  • Mit der blackroll bzw. blackroll-orange bzw. black-ball werden Muskelverspannungen und Verklebungen im Bindegewebe gelöst, die Durchblutung gesteigert und Muskeln und Bindegewebe werden elastischer und widerstandsfähiger gegen Belastungen.

Behandlung von Muskelverhärtungen

Blackroll (Foto: Hartmann) Aus Muskelverhärtung in der Wade oder den Adduktoren können sich erhebliche und langanhaltende Folgeverletzungen entwickeln. Behandle sie deshalb so schnell wie möglich, schon nach ersten Anzeichen. Das Ziel ist die gewohnten Bewegungsabläufe wieder schmerzfrei vornehmen zu können weil es sonst bald auf der anderen Körperseite schmerzt. Bei einer Muskelverhärtung in der Wade gibt es umfangreiche Möglichkeiten zur Behandlung: Vorbeugend Fußbäder („Fußbadewanne“ möglichst bis zum Knie – vor – und nach der Belastung, 34 – 38° C, 6 – 12 Minuten, mit durchblutungsfördernden Zusätzen)

  • Ausgiebige Wärmebehandlung (Sauna, Infrarotlicht, Sitzbäder, feuchtwarme Umschläge, warmes Körnerkissen)
  • Arbeiten mit Blackroll und Blackball
  • Moderate und sanfte Dehn- und Lockerungsübungen (am besten unter physiotherapeutischen Begleitung oder Anleitung)
  • Bürstenmassage (von der Ferse zum Knie hin streichen)
  • Hand-Selbst-Massagen der betroffenen Muskulatur
  • Mineralhaltige Flüssigkeiten zu sich nehmen (bei immer wiederkehrenden Problemen Blutanalyse)
  • Reizstrom
  • Muskel-Relaxantien oder / und Magnesium
  • Entlastung der verhärteten Muskulatur beispielhaft auch durch Aqua – Gymnastik oder Schwimmen.