Teamkollege Tobias Blum holt U23-Gold – Drei Telis-Teams stehen ganz oben

Koller2 DM HM16 KiefnerfotoBad Liebenzell, 23. April 2016 –  Wenn Telis-Teamchef Kurt Ring mit seinen Mädels und Jungs auf Reisen geht, muss er sich derzeit daran gewöhnen, dass selten etwas so läuft, wie es geplant ist. So auch beim Trip nach Bad Liebenzell zu den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften am letzten Wochenende. Es sollte Philipp Pfliegers Titelverteidigung werden, doch dessen Patellasehne hatte etwas dagegen. Olympia, das für den Regensburger nach dem Verzicht seines indirekten Rivalen Manuel Stöckert beim Düsseldorf-Marathon nun praktisch gebucht ist, gebot Verzicht. Ohne Pflieger, ohne Orth auf den 21 Kilometern sowieso, standen nun die jungen Wilden der Telis-Laufarmada vor der Feuertaufe. Und die bestand ein glänzend aufgelegter Jonas Koller zu allererst. Als bester Deutscher hinter dem Äthiopier Mitku Seboka und dem Eritreer  Eyob Solomun kam Jonas Koller mit neuer persönlicher Bestleistung von 1:05:23 Stunden ins Ziel. Warum er damit nicht Deutscher Meister wurde, sondern am Ende nur Bronze umgehängt bekam, liegt an den derzeitigen Regularien des DLV.

Blum1 DM HM16 Kiefnerfoto„Wolke sieben ist fast der falsche Ausdruck für das, was das Team derzeit leistet. Nicht auszudenken, wenn wir auch noch unsere Trümpfe Pflieger, Scherl und Reng hätten ziehen können, es wäre der totale Triumpf geworden“, fasste Kurt Ring am Ende einer ziemlich verregneten und bitterkalten Veranstaltung das Geschehen zusammen, bei dem seine Schützlinge die Hälfte der möglichen Titel einheimste und insgesamt acht Mal Edelmetall in die Domstadt zurückbrachte. Eifrigster Sammler war dabei U23-Meister Tobias Blum, der sich als zusätzlicher Fünfter bei den Männern mit tollen 1:05:54 Stunden bei seinem Halbmarathon-Debüt nicht nur den zukünftigen Bundeskaderstatus erlief, sondern gleich durch die beiden Mannschaftserfolge bei den Männern und Junioren ganze drei Mal ganz oben stand. Eigentlich beendete Blum als zweitbester Deutscher das Rennen, weil der Vierte, Vitaliy Rybak Ukrainer ist.

Boschan1 HM DM16 KiefnerfotoBei Sabrina Mockenhaupts (LG Sieg) Titelgewinn in guten 1:12:41 Stunden fiel besonders aus Regensburger Sicht auf, dass sie damit zwar das angepeilte nationale Limit für die EM unterboten hatte, aber dennoch langsamer war als die immer noch die nationale Bestenliste anführenden Telis-Damen Anja Scherl und Franziska Reng. Mit einem überraschenden sechsten Platz der Telis-Debütantin Luisa Boschan in erstaunlichen 1:15:54 Stunden, dem Parforceritt einer sich selbst übertreffenden Anna Plinke (neue pB 1:17:08) als Achte und der solide laufenden Carolin Aehling (1:18:28) als Zwölfte war die Titelverteidigung der Telis-Damen nie gefährdet. Am Ende hatten die Regensburgerinnen satte dreizehn Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierten von der LG SW München und dem knapp dahinter liegenden Telis-Team zwei mit Moni Rausch (1:19:30/13.), Mira Parisek (1:20:34/17.) und Sarah Heuberger (1:25:45).

Ramdane1 DM HM16 KiefnerfotoSo überlegen der Teamtitel bei den Männern durch Koller, Blum und dem auf Platz 10 einlaufenden U23-Zweiten Tim Ramdane Cherif (1:07:09) ausfiel, so knapp schrammte Team zwei mit dem Elften Valentin Unterholzner (1:07:28), den U23-Vierten Nico Matysik (1:09:18) und dem U23-Sechsten Sebastian Viehbeck (1:12:08) an Bronze vorbei. Dass die Regensburger im Halbmarathon-Nachwuchs ganz stark sind, zeigten nicht nur die vier Jungs mit Platz 1, 2, 4, und sechs und damit auch die absoluten Dominatoren in der Mannschaftswertung waren, sondern auch eine toll laufende Mira Parisek, die sich bei den Mädchen U23-Silber holte.

„Je oller, je doller“ hieß die Devise der SWC-Seniorentruppe. Das ersehnte Gold holte man nämlich in der Mannschaftswertung der W50-75, für das die W50-Siebte Sonja Fuchs, die W60-Fünfte Regina Graf und Monika Soder verantwortlich zeichneten. In der W40 kam Constanze Boldt mit guten 1:21:40 ins Ziel. Ebenso Vierte wurde Katharina Machura in der W35. Bester SWC-Senior war Rudi Salzberger mit Bronze in der M45 (1:15:35), Jürgen Schröpf landete in der M40 auf Rang sieben. Das M50/55-Team mit Thomas Marohn, Thomas Federsel und Thomas Noell gab sich mit Platz vier zufrieden.

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