Auch in der U23 gab’s deutsches Teamsilber, weil ein deutsches Trio mit der Überraschungszweiten Anna Gehring (SC Itzehoe), der Siebten Catarina Granz (LG Nord Berlin) und der Neunten Carolin Kirtzel (Haspa Hamburg) in die Top-Ten lief und auch die Olympiateilnehmerin Maya Rehberg (SG Kronshagen/Kiel) mit Platz 16 noch relativ weit vorne landete. Der Regensburgerin Franziska Reng (LG Telis Finanz), auf Rang 27 einlaufend, merkte man am Ende doch noch den Trainingsrückstand auf Grund des erst kürzlich überwundenen grippalen Infekts an. „Da ist noch viel Luft nach oben, aber ich habe von diesem Rennen viel Motivation für die kommenden Wochen mitgenommen“, sagte sie kurz nach dem Rennen.

Ein famoses Rennen lief Telis-U23-Junior Tobias Blum als zweitbester deutscher Läufer hinter dem diesmal auf Vier einlaufenden Vorjahresdritten Amanal Petros (Brackwede) auf Platz 21 ab. Lange Zeit lag der zweite Telis-Mann Simon Boch direkt hinter Blum, musste dann aber auf dem letzten Kilometer internationales Lehrgeld zahlen und wurde am Ende hinter Kidane Tewolde (LG Dortmund/24.) und Patrick Karl (TV Ochsenfurt/ 32.) als letztendlich 36ster auch im deutschen Team durchgereicht. In der Teamwertung landete Deutschland hier auf Platz sechs.

So chancenlos auf einen Top-fünf Platz, wie es anfangs des Rennes aussah, war es dann für das deutsche Frauenteam mit der Olympiateilnehmerin Anja Scherl (LG Telis Finanz) am Ende doch nicht. Obwohl (nur) Platz 7 heraussprang, lag das deutsche Quartett mit der stark laufenden Fabienne Amrhein (MTV Mannheim) auf Rang 20 und den innerhalb weniger Sekunden einkommenden Julia Bleasdale (30.), Jana Sussmann (beide Haspa Hamburg/ 35.), sowie Anja Scherl (42.) nur 10 Punkte hinter den wesentlich höher eingeschätzten Spanierinnen und nur 4 Zähler hinter den Irinnen. Hauptgrund dafür war, dass es keiner deutschen Läuferin gelang, ins direkte Vorderfeld zu laufen. Den Titel in der Einzel- als auch Mannschaftswertung holte sich die Türkei mit vier (!) eingebürgerten Kenianerinnen.

Auch Deutschlands Einzelstarter bei den Männern, Florian Orth von der LG Telis Finanz), reihte sich ins Bild seiner Regensburger Teamkollegen ein. Auf dem schnellen Kurs bei ungewohnt hohen Temperaturen konnte auch er sich trotz eines exzellenten Starts nie richtig in Szene setzen und verlor sich mit zunehmender Renndauer auf den 10,15km im Mittelfeld. Am Ende kam er als 39ster ins Ziel. „Unseren Athleten/Innen fehlt einfach noch die Tempohärte, aber man sollte um Gottes Willen keinen Schluss auf die kommenden Saison 2017 ziehen“, zog Telis-Teamchef Kurt Ring sein ganz persönliches Fazit.