Über 100 deutsche Athleten starten in Oordegem, darunter Conni Griesche und Maren Orth

Kock2 DM16 KiefnerfotoRegensburg, 26. Mai 2017 (orv) –  Es läuft etwas schief in Leichtathletik-Deutschland. Das IFAM outdoor im belgischen Oordegem, ein ganz normales Meeting, bei dem sich jeder selbst melden kann, ruft und eine Hundertschaft deutscher Athletinnen und Athleten kommen, weil sie im eigenen Land kein ähnliches Wettkampfprofil finden. Die größeren deutschen Meetings, die es noch gibt, sind bis auf wenige Veranstaltungen Einladungswettkämpfe, zu denen Otto-Normalverbraucher kein Startrecht erhält beziehungsweise das Niveau für schnelle Zeiten fehlt. Der Verband – er schaut zu und unternimmt wenig. Beim Crosslauf hat er seine EM-Ausscheidung schon längst mit dem holländischen Tilburg ins Ausland verlegt. Strukturelle Probleme erkennt er nur zögerlich. Die Alarmglocken hierzulande läuten schon jahrelang, getan hat sich nichts. Der Negativtrend hält an. Unter den Flüchtlingen ins Belgische sind auch die beiden Telis-Athletinnen Maren Orth und Conni Griesche. Orth will möglichst nah ran an die 1500m-WM-Norm von 4:07,50min und Conni Griesche sucht ein Rennen unter 9:55,00min über 3000m Hindernis, der Einstiegsnorm für die Universiade in China. Nicht wie ursprünglich vorgesehen ist Olympiastarter Florian Orth. Ein grippaler Infekt macht die Bestzeitenjagd über 5.000m zunichte.