Telis-Talent brilliert bei U23-DM mit grandiosem 1500m-Leistungssprung

DattkeMiriam2 U23DM2017 KiefnerfotoLeverkusen, 18. Juni 2017 (orv) – „Da häng ich mich mal hinter die großen Zwei und schaue, was passiert“, mag die Devise des hoffnungsvollen Telis-Lauftalents Miriam Dattke bei den diesjährigen Deutschen U23-Meisterschaften im Ernst-Jacobi-Stadion zu Leverkusen auf der für sie eigentlich viel zu kurzen 1500m Strecke gewesen sein. In einem furiosen Parforcelauf hinter den beiden Favoritinnen Katharina Trost (LG SW München) und Alina Reh (SSV Ulm) explodierte dann die noch der U20 angehörende junge Regensburgerin geradezu, biss sich am Gold- und Silberduo bis 150 Meter vor dem Ziel fest und holte mit einer riesigen Steigerung ihrer bisherigen persönlichen Bestzeit auf kaum für möglich gehaltene 4:18,99 Minuten überraschend die Bronzemedaille. Damit ist die Abiturientin, die in wenigen Wochen ins Telis-Athletenhaus einziehen wird, Inhaberin von drei U20-EM-Qualifikationen über 1500m, 3000m und 5000m und auf den beiden längeren Distanzen bereits fest für die am 20. bis 23. Juli im italienischen Grosseto stattfindenden kontinentalen Nachwuchstitelkämpfe nominiert.

 

„Einfach grandios, wie Miriam derzeit ihre Zielsetzungen punktgenau in die Realität umsetzt, sie sogar noch übertrifft“, lobte sie unmittelbar nach der erneuten Glanztat ihr Coach Kurt Ring, der sein kleines Telis-Aufgebot, zu dem auch noch  Moritz Beinlich über 1500m und Mira Parisek über 5000m dazugehörte, nach Leverkusen begleitete. Moritz Beinlich musste sich auf der gleichen Distanz wie Miriam Dattke nicht einmal für das Finale qualifizieren. Mangels Teilnehmer fielen die Vorläufe nämlich aus. Im Gegensatz zu den Mädchen entwickelte sich das Rennen der Junioren zunächst zur Steherschlacht, um dann auf den letzten fünfhundert Metern zur wilden Medaillenhatz auszuarten, wobei dem Telis-Talent zwei winzige taktische Fehler passierten und aus war er, der Traum von der erneuten Medaille. Am Ende blieb für Moritz Beinlich ein dennoch absolut ehrenwerter fünfter Platz übrig mit wenig aussagekräftigen 3:56,61 Minuten. „In solchen Fällen hat eben nur der Sieger recht“, kommentierte Teamchef Ring den Rennverlauf. Der kam aus Wattenscheid und hieß Marius Probst, seines Zeichens amtierender Deutscher Freiluftmeister 2016 und Hallenmeister 2017 auf dieser Strecke.

Mira Parisek, die gerademal im Vorfeld die Qualifikationszeit für die Meisterschaften geschafft hatte, hielt sich bis 3000 Meter prächtig, musste dann aber auf Grund des weitgehend fehlenden Grundlagentrainings - ein Fußbruch beim Klettern hatte sie lange außer Gefecht gesetzt - dem Tempo Tribut zollen und kam am Ende als Vierzehnte dann dennoch mit neuer persönlichen Bestzeit von 18:08,34 Minuten ins Ziel.