„Die Zeit für Bestleistungen ist auch beim Halbmarathon in Barcelona noch nicht da“

Pflieger1 Johannesbad2018 WilhelmifotoRegensburg, 9. Februar 2018 (orv) – Seit letztem Sonntag weiß man, dass es läuft bei den Läufern der LG Telis Finanz. Der Einstand über 10km beim Johannesbad-Thermenmarathon gelang, die Dominanz der Blauen war überdeutlich, die gelaufenen Zeiten vielversprechend. „Wir haben erst Anfang Februar, stecken noch voll in der Aufbauarbeit. Selbst wenn sich fünf meiner Cracks jetzt beim Halbmarathon in Barcelona ins internationale Geschehen begeben, ist die Zeit für Bestleistungen eigentlich noch nicht da, auch wenn die Sportler noch so hungrig sind. Es gilt, den Ball flach zu halten, wenn man dies mal in der Fußballersprache ausdrückt“, dämpft Telis-Teamchef Kurt Ring von vornherein allzu hohe Erwartungen. „So einer frühen Bestzeit läuft man unter Umständen eine ganze Saison nach und das ist dann auch nicht so erquickend.“ Für Corinna Harrer, Philipp Pflieger, Tim Ramdane Cherif, Dominik Notz und Kevin Key ist ein Halbmarathon im Winter durchaus eine neue Erfahrung, auf die sie sich riesig freuen.

„Natürlich möchte ich Bestzeit laufen. Als ehemalige Bahnläuferin waren meine bisherigen Starts im Halbmarathon überschaubar und mein Hausrekord von 1:14:03 Stunden ist sicher nicht das, was ich mir über diese Strecke vorstelle. Eine 1:12er-Zeit, dass wär’s. Ich weiß aber auch, dass das Ganze ohne Formausprägung auch in die Hosen gehen kann“, sagt Coco Harrer zum Unternehmen in Spanien. Philipp Pflieger sieht den Start sehr entspannt: „Das ist doch ein wunderbarer Auftakt für die Frühjahrsmarathon-Vorbereitung. Die 29:32 von Bad Füssing zeigen, dass meine Grundlage schon wieder gut ausgeprägt ist. Ich werde also einfach loslaufen und das Rennen genießen. Zeitvorstellung habe ich bisher keine bestimmte.“

Marathon ist auch für Tim Ramdane Cherif ein Zauberwort zu diesem noch frühen Saisonzeitpunkt. Schließlich will er am 29. April in Düsseldorf zum ersten Mal diese Strecke in Angriff nehmen. „Die 29:53 vom letzten Sonntag machen Mut. Bisher läuft alles wie geschmiert, Richtung 1:06:00 wäre eine riesige Ausgangsbasis für die dann beginnende Marathonvorbereitung“, umschreibt er seine Absichten noch etwas vorsichtig. Damit läge der Telis-Läufer aber bereits deutlich unter seinem Hausrekord von 1:06:52 Stunden. Teamkollege Dominik Notz ist noch Novize über die 21,1km. Wenn man über 10.000m eine Bestzeit von 29:01min stehen hat, sind auch die Ansprüche auf der über doppelt so langen Distanz ambitioniertere. „Eine 1:05er-Zeit erwarte ich mir schon“, gibt er denn auch unumwunden zu. Für Teamkollege Kevin Key sind solche Zeiten natürlich noch unerfüllbare Träume. 1:08:41 Stunden bringt er aus dem letzten Jahr mit. Seitdem der Kemptener aber nun schon über vier Monate mit den Regensburger Tops in der Domstadt mittrainiert, zeigt seine Formkurve steil nach oben. Über 10km hat er sich bereits um fast eine dreiviertelte Minute auf 31:18min gesteigert. „Mal sehen, was er in Barcelona schon hinbringt“, orakelt Kurt Ring in seinem Fall.

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