Überragende Telis-Langstreckler setzen in Dresden ihren Rekordrausch fort

Dattke2 Dresden2020 WilhelmifotoDresden, 8. November 2020 (orv) – „Ich bin einfach nur sprachlos und ziehe den Hut vor meinem eigenen Team“, sagte der zu Hause gebliebene Teamchef der LG Telis Finanz Kurt Ring, als er per Handy unmittelbar nach dem Zieleinlauf die Zeiten seiner Asse vom Halbmarathon in Dresden erfuhr. Miriam Dattke zauberte bei ihren Sieg mit 1:09:42 Stunden nicht nur die neuntbeste Leistung einer Deutschen jemals in den Schlosspark, sondern knöpfte auch noch der jetzigen Bundestrainerin Kathrin Dörre-Heinig (damals LAC Quelle Fürth/München) den 23 Jahre alten Bayerischen Rekord um eine Sekunde ab. In der Teamwertung setzten Dattke, die als Vierte mit neuem Hausrekord ankommende Meni Mayer (1:12:23h) und Debütantin Svenja Ojstersek (1:16:54h) mit 3:39:28h eine neue deutsche Rekordmarke.
Beim Männersieg von Richard Ringer (LC Rehlingen/1:02:26h) ließ es auch Telis-Ass Tim Ramdane Cherif gehörig krachen. Am Ende steigerte er als Sechster seine persönliche Bestmarke um über eine Minute auf nie erwartete 1:03:33h und legte damit den Grundstein für einen neuen nationalen Teamrekord, den keiner im blauen Lager ohne die beiden WM-Teilnehmer Boch und Wedel erwartet hatte. Verantwortlich dafür zeichneten der erneut verbesserte Erik Hille (1:04:28h) und der von seiner Blinddarmoperation wieder genesene Dominik Notz (1:04:33). Am Ende war man vier Sekunden schneller als die Männer des LAC Quelle Fürth/München vor ebenfalls 23 Jahren.
Hut ab auch vor den weiteren Telis-Männern dahinter: Fabian Lutz überraschte bei seinem Halbmarathon-Debüt mit für ihn überragenden 1:05:09h, einen Platz dahinter lief auf Kevin Key mit 1:05:17h Hausrekord und mit Dominik Scholler zog in 1:11:34h ein weiterer Telis-Debütant gut aus der Affäre. Für den in Regensburg studierenden U23-Läufer Tobias Ulbrich (LG Region Landshut) blieben die Uhren knapp hinter Kevin Key bei für einen 20-Jährigen mehr als respektablen 1:05:33h stehen.