Dr. Rudulf Glötzner feiert runden GeburtstagWeiden, 1. Februar 2002 - Bericht

Oberpfälzer Ausnahmeathlet aus der Vorkriegszeit feiert am 1. Februar

Er gehörte zu den ganz Großen in der deutschen Leichtathletik zwischen 1936 und 1949: Dr. Rudolf Glötzner vom Turnerbund Weiden, der erfolgreichste Oberpfälzer Leichtathlet aller Zeiten.

1936 wurde er bayerischer Meister im Hochsprung der Männer mit 1,85m 1937 gewann er drei bayerische Juniorenmeisterschaften: Hochsprung: 1,80m - Stabhochsprung: 3,9om - Weitsprung: 6,53m hieß der bayerische Meister im Hochsprung der Männer Rudolf Glötzner (1,80m) gewann er die deutsche Juniorenmeisterschaft im Hochsprung mit 1,80m 1938 wurde er deutscher Juniorenmeister im Stabhochsprung mit 3,80m und Zehnkampf mit 6416 Punkten (11,4 - 6,40, - 12,56 - 1,70 - 54,2 - 17,1 - 33,98 - 3,60 - 49.65 - 4:42,0) gewann er Silber im Hochsprung (1,75m) und Bronze im Speerwerfen (52,98m) schrammte er als Vierter bei den Europameisterschaften in Paris im Zehnkampf knapp an der Bronzemedaille vorbei( 6492 Punkte damaliger Wertung:11,6 - 6,50 - 12,42 - 1,70 - 53,3 - 16.9- 34,83 - 3,50 - 55,18- 4:47,2) 1939 gewann er die bayerische Meisterschaft im Stabhochsprung mit 4.00m wurde er Zweiter im Zehnkampf der D M mit 6790 Punkten (11,6- 6,46 - 13,09 - 1,78 - 53,9 - 17,0 - 35,83 - 3,90 - 55,24 - 4:48,2) Dritter im Stabhochsprung der DM mit 3,80m gewann er den Stabhochsprung im Länderkampf Deutschland - Großbritannien in Köln mit 4,10m wurde er Studentenweltmeister in Wien im Stabhochsprung mit 4,10m sprang er am 16.8.1939 in Duisburg vor 25 000 Zuschauern deutschen Rekord im Stabhochsprung mit 4,14m 1940 wurde er bayerischer Doppelmeister im Stabhochsprung und Weitsprung mit 3,90 bzw. 7.00m deutscher Meister im Fünfkampf(erster Tag des Zehnkampfes)mit 3879 Punkten - im Zehnkampf mit 6894 Punkten(damaliger Wertung) mit 11,0- 7,05-12,71-1,80-52,4-16,8 - 34,07-3,90-50,21-5:04,7 - im Stabhochsprung mit 4.00m gewann er den Stabhochsprung im Länderkampf Deutschland - Italien in Stuttgart mit 3,90m den Weitsprung im Länderkampf Finnland.-Schweden-Deutschland in Helsinki mit 7,37m und wurde Zweiter im Stabhochsprung mit 4.00m den Stabhochsprung im Länderkampf Italien .- Deutschland in Turin mit 4.00m und wurde Vierter im Weitsprung mit 7,03m wurde er beim Länderkampf Ungarn Deutschland in Budapest jeweils Dritter im Stabhochsprung(3,90m) und Weitsprung( 6,95m) 1941 gewann er den Stabhochsprung bei den DM mit 4.10m wurde er beim Länderkampf Rumänien - Deutschland in Bukarest Zweiter im Stabhochsprung mit 3,90m und Vierter über 110m -Hürden in 17,0 sec beim Länderkampf Italien - Deutschland in Bologna Zweiter im Stabhochsprung mit 3,80m 1942 gewann er die deutsche Meisterschaft im Stabhochsprung mit 4.00m siegte er beim Länderkampf Deutschland -Rumänien in Breslau im Stabhochsprung mit 3,90m. sprang er am 2.8. in Berlin mit 4,16m neuen deutschen Rekord im Stabhochsprung mit 4,16m vor 40 000 Zuschauern. 1948 wurde er in Nürnberg nochmals deutscher Meister im Stabhochsprung mit 3.80m 1949 gewann er bei der DM in Bremen die Bronzemedaille im Stabhochsprung mit 3,80m Man darf nicht vergessen, dass man zur damaligen Zeit mit Bambusstäben sprang. Mit einem Glasfiberstab, wie ihn die heutigen Stabartisten benutzen, hätte Dr. Glötzner zur damaligen Zeit sicher 5- 5,50m überquert. Dr. Glötzner hat Stabhochsprung- und Zehnkampfgeschichte in Deutschland geschrieben. 1940 war er sogar in dieser Königsdisziplin der Leichtathleten an der Spitze der Weltrangliste gestanden. Leider war es ihm nicht vergönnt, an Olympischen Spielen teilzunehmen. 1936 war es als Neunzehnjähriger leistungsmäßig noch nicht so weit. 1940, dem erfolgreichsten Jahr seiner so erfolgreichen Laufbahn und 1944 fielen die Spiele dem 2. Weltkrieg zum Opfer und 1948, als er in Nürnberg letztmals die deutsche Meisterschaft im Stabhochsprung gewann, gehörte Deutschland noch nicht wieder zur olympischen Familie. Am 1. Februar vollendet Dr. Rudolf Glötzner, der für die bayerische und deutsche Leichtathletik sehr viel getan hat, sein 85. Lebensjahr. Die Oberpfälzer Leichtathleten wünschen ihrem großen Vorbild alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit. Ad multos annos!