Oberstdorf/Polen , 2. 7. 2000 - Bericht

Totaltriumph der LG Domspitzmilch bei den Landesmeisterschaften! Mannschaftssilber für Ellen Schöner bei Eurotrophy!

Kiefner-Foto Ellen Schöner Dicke Schlagzeilen schrieben an diesem Wochenende die Bergläuferinnen der LG Domspitzmilch. Bei der in Polen stattfindenden Eurotrophy, den inoffiziellen Europameisterschaften im Berglauf lieferte Ellen Schöner (LG Domspitzmilch/Jahn) als Zweitbeste im deutschen Team und insgesamt Elfte auf dem 7,1 km-langen Kurs mit 490 Höhenmetern eine hervorragende Leistung ab und trug viel zum Silberplatz des DLV hinter Italien und vor Frankreich bei. Eine weitere Silbermedaille in der Einzelwertung gelang der Berlinerin Birgit Sonntag hinter der Titelverteidigerin Izabella Zatorska (Polen). Bei den bayerischen Titelkämpfen in Oberstdorf waren die Damen der LG Domspitzmilch eine Klasse für sich. Alexandra Olarte (LG Domspitzmilch/Jahn) gewann die Einzelwertung auf dem knapp zehn Kilmeter langen Weg über 1400 Höhenmeter zum Gipfelkreuz des Nebelhorns hoch überlegen. Am Ende hatte sie bei einer Endzeit von 1:11:44 über neun Minuten Vorsprung vor ihren Teamkolleginnen Andrea Scharrer (LG Domspitzmilch/TRISTAR) und Sophie Berkmiller (LG Domspitzmilch/Jahn), die damit Silber und Bronze holten. Zum siebtenmal in Folge war die LG Domspitzmilch, diesmal sogar mit der Idealpunktzahl sechs, in der Teamwertung auf Landesebene nicht zu schlagen.

Kiefner-Foto Alexandra Olarte Grandiös ist, was Alexandra Olarte, derzeit weltbeste Bergläuferin, leistet. Nur noch ein kleines Häuflein von 14 Vertetern des "starken Geschlechts" konnten der kolumbianischen Bergziege auf dem extraschweren Bergparcours in Oberstdorf Paroli bieten. Von den weiblichen Konkurrentinnen macht sowieso schon lange keine mehr einen ernsthaften Versuch, an die Domspitzmilch-Läuferin heranzukommen. So war am Nebelhorn für Olartes Teamkolleginnen Andrea Scharrer und Sophie Berkmiller dringlichste Aufgabe, auch noch das restliche Edelmetall in die Domstadt zu holen. Gemäß ihrer Führungsläuferin dupierten beide in 1:20:59 und 1:21,20 eine gewiss nicht schlechtlaufende Lissy Weber (TSV Mindelheim) mit weiteren vier Minuten Vorsprung, selbst am Berg eine halbe Ewigkeit. Damit holten sich beide späte Genugtuung nach ihrem "Faux pas" bei der "Deutschen", wo man in der Mannschaftswertung wegen lächerlicher zwanzig Sekunden den Titel abgeben hatte müssen. Für Neuling Angela Ebersberger (LG Domspitzmilch/TRISTAR), immerhin Neunte auf Anhieb, waren die ersten Erfahrungen im hochalpinen Laufbereich, doch noch Respekt einflößende.