Sportmedizin Regensburg, 07. Februar 2006

Ein Beitrag von Dr. med. Dr.discpol. Homayun Gharavi

Regensburg, 7. Februar 2006 (gharavi) - Ob im professionellen Hochleistungssport, im Amateurbereich oder in der Sportrehabilitation - sofern eine Leistungsverbesserung bzw. -erhalt das Ziel ist, erhält die lokale Kälteanwendung ihre Relevanz. Aus dem Alltag kennen wir die Kälteanwendung (z.B. Eisbeutel) zur Schmerzlinderung oder zum Abschwellen einer stumpfen Verletzung (=Entzündungsreaktion). Unser Körper reagiert auf körperliche sportliche Betätigung ebenfalls mit einer Entzündungsreaktion. Diese muss keinen Muskelkater herbeiführen, wirkt aber letztendlich als Bremse in der Regenerationsphase zwischen den Trainingseinheiten. In vielen Ländern, darunter USA, Kanada und Neuseeland, werden Sportler nach jeder Trainingseinheit einer lokalen, ca. 15-minütigen, Kältetherapie unterzogen: Schwimmer wickeln sich Eisbeutel an die Schultern, Läufer stellen sich in Tonnen mit Eiswasser, usw. Diese Prozedur senkt die Entzündungsreaktion des Körpers und erlaubt der nächsten Trainingseinheit auf einem höheren Leistungslevel fortzufahren1'2. Der genaue Mechanismus ist nicht genau geklärt. Die Kälteanwendung sollte jedoch nicht länger als 15 Minuten anhalten, da sonst der Körper mit einer lokalen Gefäßerweiterung als Schutz vor Auskühlung reagiert3. Wenn nun keine Eistonne oder kein See am Ende der Trainingsstrecke liegt, gibt es mittlerweile kühlende, wiederverwendbare Gel-Bandagen, die auch ein ganzes Bein umwickeln können und bis zu einer halben Stunde eine angemessene Temperatur halten. Hierüber hinaus gibt es seit etwa 25 Jahren die Ganzkörperkälteanwendung, die den gesamten Körper in Kältekammern für maximal drei Minuten einer Temperatur von minus 110°C aussetzt. Im Leistungs- und Hochleistungssport gewinnt diese Ganzkörperkältetherapie immer mehr Einzug und unterstützt (1) die Behandlung bestimmter Sportverletzungen, (2) die Steigerung der Leistungsfähigkeit und sie (3) ist mitunter fester Bestandteil der Trainings- und Wettkampfvorbereitung4 - begleitet also, nach einem definierten Regime, das Training über mehrere Monate. Inzwischen existieren in Europa um die 100 Zentren, die dies anbieten.

Dr.med. Dr.disc.pol. Homayun Gharavi Sportmediziner, Sportwissenschaftler Deutsche Akademie für Angewandte Sportmedizin ltd. www.daasm.org

Information zu Produkten und Literatur der Kälteanwendung: www.sportsmed-solutions.de

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