Deutsche CrossmeisterschaftenBad Dürrheim, 08. März 2003 - Bericht

Ellen Schöner und Hans Hopfner beste deutsche Senioren/ Teamgold für Domspitzmilch-Seniorinnen

2003-03-08_cross_dm Bad Dürrheim, 8. März 2003 (orv) - Bei den Deutschen Crossmeisterschaften 2003 setzten sich bei den Frauen und der Männer Mittelstrecke mit Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) und Damian Kallabis (VfB Stuttgart) die Favoriten durch. Auf der Männer Langstrecke stach Bayerns Hoffnung Sebastian Hallmann (Quelle Fürth) nicht. Wie vor zwei Jahren holte sich André Green (LG Wedel Inneberg) erneut den Titel. Die LG Domspitzmilch-Damen wiederholten überraschend ihr Teamsilber vom Vorjahr in der Besetzung Ellen Schöner (10.), Kathi Kaufmann (29.), beide bereits mit dem Zweitstart, und Susie Falkenstein (22.). Die Seniorenentscheidungen wurden am Vormittag von Ellen Schöner (LG Domspitzmilch Regensburg) und Hans Hopfner (LLC Marathon Regensburg) dominiert. Kathi Kaufmann (LG Domspitzmilch Regensburg) verpasste dort als W40-Zweite nur um Sekunden einen weiteren Titel. Zusammen mit der in der W40-Wertung auf Platz 8 einlaufenden Gabi Schöffmann wurde der Seniorinnen-Teamtitel erneut in die Domstadt geholt. Die Domspitzmilch-Küken Susi Lutz (10.), Liesa Gläß (18.) und Eva Ferstl (22.) wuchsen als Zweite der weiblichen Jugend B Mannschaftswertung weit über sich hinaus. Die rührigen Ausrichter aus dem Schwäbischen hatten viele Vorgaben der letzten beiden hochgelobten Regensburger Cross-DM's aufgenommen, erreichten aber doch nach Aussage vieler Kenner, Athleten und Betreuer bei weitem nicht den Regensburger Standard. Bei den Frauen mussten schon Ellen Schöner (10.) und Kathi Kaufmann (29.) mit dem Zweitstart herhalten, um zusammen mit der auf Platz 22 einlaufenden Susie Falkenstein das Team-Silber vom letzten Jahr hinter der erneut überlegenen LG Braunschweig zu verteidigen. Kaufmanns Einsatz war nötig geworden, weil Andrea Stengel mit einem bösen grippalen Infekt kämpfte und am Ende froh war, überhaupt einigermaßen das Ziel zu erreichen. Bereits am Vormittag hatten die beiden Topseniorinnen der LG Domspitzmilch beim Lauf der Seniorinnen über die gleichlangen, schweren 5,7 km für Aufsehen gesorgt. Ellen Schöner dupierte hier bei ihrem ersten DM-Seniorinnenstart nicht nur alle Konkurrentinnen, sondern ließ auch gleich noch alle mitlaufenden Männer der älteren Klassen hinter sich. Kathi Kaufmann lief am Ende noch bis auf zehn Meter an W40-Seniorenweltmeisterin Marie-Luise Heilig-Duventäster heran und freute sich zurecht über Silber. Nachdem auch noch Gaby Schöffmann als Achte der W40 ins Ziel gekommen war, stand dem erneuten Mannschaftstriumph der Domspitzmilch-Seniorinnen nichts mehr im Weg. Gereicht hätte es auch mit der gesundheitlich angeschlagenen, letztjährigen W35-Vizemeisterin Gabi Reindl, die kurz danach als vierte LG-Seniorin finishte. Genauso einsam wie die Domspitzmilch-Seniorin zog auch Hans Hopfner (LLC Marathon Regensburg) im Lauf der M40/45 seine Bahnen und ließ als überlegener M45-Meister seinen zum Teil weitaus jüngeren Konkurrenten, darunter die gesamte M40-Elite, nicht den Hauch einer Chance. Die Virusgrippe hatte das Männerteam der LG Domspitzmilch bereits im Vorfeld zerrupft. Was übrig blieb, war ein ordentlich laufendender Dennis Pyka (LG Domspitzmilch), der als drittbester Bayer auf Platz 25 das Ziel auf der Langstrecke erreichte. Landesmeister Tobias Hösl (TSV Detag Wernberg) wurde guter Elfter. 2003-03-08_cross_dm Im besonderen Regensburger Interesse stand natürlich auch der Lauf der weiblichen Jugend B über 3,8 km. Von Anfang an setzten sich die drei Domspitzmilch-Mädchen Susi Lutz, Liesa Gläß und Eva Ferstl im vorderen Drittel des Läuferpulks fest. Lange Zeit konnte Bayerns derzeit beste B-Jugendliche Susi Lutz sogar noch den Anschluss an die absolute Spitze halten, am Ende sprang immerhin ein heiß umkämpfter zehnter Platz heraus. Nachdem auch Liesa Gläß und Eva Ferstl als 18. und 22. über sich hinaus gewachsen waren, konnten sich die drei Mädchen am Ende viel umjubeltes Silber umhängen lassen. Gegen den alten und neuen Meister SV Creaton Erfurt war noch kein Kraut gewachsen. Bei der wJA hatte man insgeheim den Titelgewinn von EM-Teilnehmerin Regina Schnurrenberger (FTSV Straubing) erwartet. Mitte der entscheidenden zweiten Runde konnte die Straubingerin aber einen Angriff der späteren Meisterin und Dauerkonkurrentin Saskia Janssen (TSV Bayer Leverkusen) nicht mehr parieren und fiel am Ende sogar noch auf einen enttäuschenden fünften Platz zurück.

Fotos: Ellen Schöner und Susi Lutz (LG Domspitzmilch Regensburg)