Domspitzmilch Springen – Stabhochsprung am MarktplatzRegensburg, Neupfarrplatz, 07. Juni 2003 - Bericht

Zweibrückener Stabartist setzt beim Domspitzmilch Springen neuen Rekord mit 5,43

2003-06-07_neupfarr Regensburg, 07. Juni 2003 (orv) – Marvin Osei-Tutu (LAZ Zweibrücken) gewann mit neuem Meeting Rekord von 5,43 m das 5. Domspitzmilch Springen am Regensburger Neupfarrplatz. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Philipp Leugermann (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen – 5,20) und der amtierende deutsche Zehnkampfmeister Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg – 5,10). Auf der absolut bestenlistenreif präparierten Anlage überquerten bei brütender Hitze und angetriebener von einer großen Zuschauerschar - unter ihnen auch DLV Präsident Dr. Clemens Prokop und Dr. Bauer, Direkor des Hauptsponsors Milchwerke Regensburg - insgesamt sieben Springer die fünf Meter. Nach seinem bombensicheren Siegsprung ließ der Zweibrückener sogar 5,63 auflegen, die er aber in der Folge dreimal mehr oder weniger deutlich riss.

Irgendwie ging das diesjährige Springen zunächst ganz behäbig los, um sich dann aber nach zirka eineinhalb Stunden doch noch zum Klassewettkampf zu entwickeln. Anfangs schien es sogar, dass der Wettbewerb ohne die beiden Osenberg-Schützlinge Philipp Leugermann und Hendrick Hübner stattfinden müsste. Niemand wusste so recht, wo die beiden abgeglieben waren. Als sie dann Punkt zwölf am Neupfarrplatz auftauchten, mussten sie verdutzt feststellen, dass das Springen bereits voll im Gange war. Irgendwie hatten sie die Zeitplanveränderung gegenüber den letzten Jahren nicht verinnerlicht. Doch am Schluss konnte zumindest der Regensburg-erfahrene Philipp Leugermann „Ende gut, alles gut“ feststellen. Mit einem piksauberen 5,20-Sprung im ersten Versuch lag er schließlich auf Platz zwei. Eine Klasse für sich war dennoch Marvin Osei-Tutu, der sich an diesem Pfingstsamstag zum König der Regensburger Lüfte entpuppte. Nach zwei lässigen Sprüngen über 5,10 und 5,30 schwang er sich gleich noch ohne jeden Wackler über die neue Saisonbestleistung von 5,43 und forderte keck die 5,63. 5,63 deshalb, weil der russische Junioren-Vizeweltmeister Alexej Khanafin im letzten Jahr in einem Zusatzversuch 5,62 überquert hatte. So recht wollte der überlegene Sieger aber schon vorher nicht an seine Chance glauben. „Ich hatte in diesem Jahr noch nicht viele Wettkämpfe und konnte mich noch nicht so recht mit Höhen über 5,50 beschäftigen,“ meinte er im Interview mit der kundigen Co-Moderatorin Steffi Pietsch, einer ehemaligen Vier-Meter-Springerin. Die Show mit den 5,63 wollte er sich dann aber doch letztendlich nicht entgehen lassen.

Sehr zufrieden konnten tausende von Durchgangszuschauern, die dennoch oft über eine Stunde fasziniert stehen blieben, mit dem Auftreten der Regensburger Asse sein. Immerhin lag Zehnkampfmeister Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg) als Dritter mit feinen 5,10 vor etlichen Spezialisten und auch sein Teamkollege Gregor Neumann eroberte erneut fünf Meter. Damit sprang für ihn zwar nur Rang sieben heraus, aber für einen 38jährigen, gerade eben mal aus den Flitterwochen zurückgekommenen Freizeit-Springer, ist das ein absolutes Spitzenergebnis. Für Junior Bastian Feldmeier (LG Domspitzmilch Regensburg) war dieser Wettbewerb einfach noch eine Nummer zu groß. 4,20 waren für ihn Anfangshöhe und Endhöhe zugleich, wobei er den Nachteil hatte, praktisch permanent hintereinander springen zu müssen, weil noch kein anderer Athlet den Wettkampf aufgenommen hatte.

Alle Athleten waren voll des Lobes über die erneut perfekte Durchführung des Springens und LG-Chef Norbert Lieske konnte nach einer vierstündigen eigenhändigen Redeschlacht als Moderator zufrieden schon Ausschau auf das Springen im nächsten Jahr halten.

Foto:

Marvin Osei-Tutu (LAZ Zweibrücken)