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Domspitzmilch-Stabhochspringen in Regensburg, Samstag, 22. Juni 2002

Schlägt der tschechische Meister Martin Kysela den Juniorenweltmeister Alexej Kharafin?

2002_06_22_neupfarrplatzspringen1 Regensburg, 17.6.02 (orv) - Zu einem echten sportlichen Leckerbissen sollte das dritte Marktplatzspringen der LG Domspitzmilch Regensburg auf dem Regensburger Neupfarrplatz werden. Spätestens dann, wenn der Prager Martin Kysela mit Bestleistungen von 5,71 m und der russische Juniorenweltmeister von 2000 Alexej Khanafin mit einem Hausrekord von 5,56 zum Stab greifen, müsste der Meetingrekord von Björn Otto, 2000 mit 5,42 aufgestellt, gehörig wackeln. Mit dem beiden Höhenjägern werden einige gestandene Fünf-Meter-Springer, unter ihnen auch die Lokalmatadoren Gregor Neumann und Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg) am Start sein. Im Einzelnen kommen aus Zweibrücken Tobias Ulrich (5,42), Christian Schmitt (5,40) und Marvin Osei-Tutu (5,40), der Schweizer Topspringer Dany El-Idrissy (5,20) und der slowakische Meister Rudolf Haraksim (5,15). Natürlich möchten die Domspitzmilch-Springer Peter Hargasser und Ulf Boehrnsen auch Höhen um die fünf Meter und drüber erzielen. Bei den Frauen ist den beiden Tschechinnen Michaela Boulova (4,20) und Lucie Palasova am ehesten zuzutrauen, der Lokalmatadorin Iris Hill (LG Domspitzmilch) den Sieg streitig zu machen. Doch da müssen schon Bestleistungen von 4,15 her. Diese Höhe ist nämlich das Domspitzmilch-Ass erst letzte Woche in England gesprungen. Für die drei jungen Stabartistinnen Christine Frisch, Kathrin Wolfinger (beide LG Donau-Ries) und die Einheimische Moni Siegfried (SWC Regensburg) heißt es zunächst Erfahrungen zu sammeln, um sich langsam an Höhen von 3,50 und mehr heranzutasten. Das Springen wird am Samstag um 11.00 Uhr mit dem Frauenwettbewerb eröffnet. Um 13 Uhr folgt der Höhepunkt mit der Männerentscheidung. Gregor Neumann, der Oldie der Regensburger Stabhochsprungszene, ist ganz heiß auf das Springen mitten in der Regensburger City. Nachdem er erst kürzlich die 5,00 m erneut übersprungen hat, will er am Samstag, wenn alles gut läuft, die 5,20 fordern. Die gleiche Höhe hat sein Teamkollege Florian Schönbeck am Sonntag innerhalb seines zweiten 8000-Punkte-Zehnkampfes gepackt und wenn die Trainer nichts dagegen haben, will der Domspitzmilchspringer unmittelbar vor dem Europacup der Mehrkämpfer, für den er auf Grund seiner Ratinger Leistung nachnominiert wurde, auf jeden Fall am Neupfarrplatz auf Höhenjagd gehen. Iris Hill, derzeit einzige bayerische Vier-Meter-Springerin, hat sich indessen mit ihrem 4,15 m-Satz für die diesjährigen Commonwealth-Spiele in Birmingham qualifiziert. Dies wurde möglich, weil die gebürtige Kauferingerin den Engländer Warren Hill ehelichte und somit für Großbritannien an den Start gehen kann. Die Milchwerke Regensburg mit ihrem Marketingchef Otto Prinzing und Direktor Bauer haben in Coproduktion mit Coca Cola, Thurn & Taxis bzw. Mercedes Benz Regensburg diese kostenintensive Spektakel erst möglich gemacht. Generalstabsmäßig wird dazu am Freitagabend innerhalb vier Stunden ein richtiges kleines Stabhochsprungstadion errichtet, wobei das moderne Kissen, vom Sportzentrum der Universität jedes Jahr dankenderweise zur Verfügung gestellt, von allen Springern in höchsten Tönen gelobt wird. Bereits zwei Stunden nach Ende der Veranstaltung wird von dem Ganzen nichts mehr zu sehen sein.