Nationales Jugendmeeting mit U20-WM-QualifikationswettkämpfenJena, 25. Mai 2002 - Vorschau

Erste Junioren-WM-Qualifikation in Jena/ Domspitzmilch-Sprintstaffel will DM-Norm plus Rekord

2002-05-25_jena_vorschau Regensburg, 22. Mai 2002 (orv) - Für die beiden Toptalente Tobias Soller (SV Obertraubling) und Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) wird's am Samstag im Jenaer Ernst-Abbé-Stadion erstmals in dieser Saison ernst. Beide wollen im Thüringischen die Norm für die U20-WM in Jamaica knacken. Mit dabei ist die 4x100 m Sprintstaffel der LG Domspitzmilch, die es nicht nur auf die DM-Norm von 42,20 abgesehen hat, sondern gleich auch noch den Uraltrekord von 41,85 brechen will. Zuvor schon geht Zehnkämpfer und Hürdenspezialist Peter Hargasser auf die Jagd nach einer Zeit unter vierzehn Sekunden. Die Reise nach Jena tritt mit Franz Leidl ein weiterer jugendlicher Langsprinter der LG Domspitzmilch mit an. WM-Erfahrung haben sie schon beide bei der letztjährigen U18-WM in Debrecen gesammelt. Tobias Soller schaffte da sogar Platz fünf mit ausgezeichneten 13,60. Die würden dicke für Jamaica reichen, aber damals ging's eben noch über die B-Jugend-Hürden mit weit kürzeren Abständen. Diesmal muss der Obertraublinger zwar nur 14,40 packen, die aber über die wesentlich höheren Männerhürden. Für ihn ist es dann auch gleich der Start in die neue Saison, weil bei ihm eine hartnäckige Muskelverhärtung bisher jeglichen Wettkampf verhindert hat. Ganz anders ist Stephan Wittl mit seinen 47,70 von Freising eingestiegen. Nun fehlen dem Domspitzmilch-Youngster exakt noch vier Zehntelsekunden. 47,30 muss er laufen, um das Einzelticket zumindest schon einmal vorzubuchen. Als Hintertürchen bliebe ihm noch die 4x400 m-Staffel, welches aber noch ganz fest zu ist, da seine deutschen Mitkonkurrenten auf der Stadionrunde derzeit verletzt oder noch nicht in Form sind. Mal sehen, ob sich in Jena weitere Langsprinter anbieten. Sicher gehört sein Teamkollege Franz Leidl noch nicht zu jenen. Die Norm für die Jugend-DM hat er jedoch mit 50,13 auch gleich auf Anhieb geknackt und in Jena soll's erstmals unter die fünfzig Sekunden gehen, möglichst weit, versteht sich. Peter Hargasser (LG Domspitzmilch), eigentlich Zehnkämpfer, so nebenbei aber auch ein excellenter Hürdenläufer, hat beim ersten Zehnkampf gleich eine ordentliche 14,10 über die 110 m Hürden auf die Kunststoffbahn gebracht. Ohne den Rest des Zehnkampfes macht er sich im Einlagerennen über die Kurzhürden berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten "13er" diese Jahres. In der ebenfalls als Einlagewettbewerb ausgetragenen 4x100 m-Staffel soll er dann das Sprintquartett der LG Domspitzmilch Regensburg zur DM-Norm von 42,20 führen. Insgeheim hofft man aber auf eine Zeit die in der Nähe des gültigen Uralt-Oberpfalzrekordes von 41,85 liegt, möglichst vielleicht sogar noch drunter. Die Basis dafür müssen Sebastian Wittmann am Start, André Neger auf der Gegengeraden und Jochen Schweitzer in der zweiten Kurve legen, möglichst mit perfekten Wechseln.