102. Deutsche Leichtathletik-MeisterschaftenWattenscheid, 5.-7. Juli 2002 - Vorschau

Domspitzmilch-Hammerwerferin kämpft bei DM um ihre Europameisterschaftsteilnahme

2002-07-05_dm02_vorschau Regensburg, 3. Juli 2002 (orv) - Eine Medaille bei den Deutschen Meisterschaften gab es für Regensburger Athleten/Innen schon lange nicht mehr. Die soll nun Hammerwerferin Manuela Priemer (LG Domspitzmilch) am Wochenende in Wattenscheid holen. Mit einer Weite über 64 Meter und dem Platz auf dem Stockerl würde sie endgültig ihren Start bei den Anfang August in München stattfindenden Europameisterschaften perfekt machen und damit einzige bayerische Vertreterin bei den kontinentalen Titelkämpfen in der Landeshauptstadt sein. Endlaufchancen rechnet sich auch Hürdenläufer Peter Hargasser (LG Domspitzmilch) über die 110 m lange Sprintdistanz aus. Sechs Versuche wird Manuela Priemer Zeit haben, um sich ihren Traum in dieser Saison wahr zu machen. Im alles entscheidenden Wettkampf am Samstag um 11.50 Uhr muss das Gerät zumindest über die 64 Meter-Marke, der sogenannten weichen Norm des DLV, fliegen und nur zwei Gegnerinnen dürfen weiter werfen. Da heißt es cool bleiben und auf das eigene Können vertrauen. Diese Können konnte die gebürtige Wiesauerin, also ein echtes Oberpfälzer Gewächs, bisher noch nicht so recht zur Geltung bringen. Vater Gerhard Priemer wird als verantwortlicher Trainer am Ring so manches Zigarettchen brauchen, um die knisternde Nervenanspannung im Zaum halten zu können. Neben der praktisch schon qualifizierten Susanne Keil (LG Eintracht Frankfurt) zählen Andrea Bunjes (SV Holtland), Simone Mathes und Bianca Achilles (beide TSV Bayer 04 Leverkusen) zu ihren stärksten Gegnerinnen. Eigentlich ist Peter Hargasser gelernter Zehnkämpfer und angehender 8000 Punkte-Mann. Mit seinen erst am letzten Wochenende erzielten 14,06 in seiner Paradedisziplin 110 m Hürden rechnet sich der Domspitzmilch-Athlet aber durchaus Chancen auf einen Endlaufplatz aus. Zuvor schon möchte er mit seinen Staffelkameraden Sebastian Wittmann, André Neger und Jochen Schweitzer versuchen, den Oberpfalzrekord in der 4x100 m-Staffel nochmals unter die in Jena gelaufenen 41,75 zu drücken. Mehrkampfkollege Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch) nimmt die Meisterschaften zum Anlass, einmal ohne die restlichen neun Disziplinen beim Stabhochsprung möglichst hoch zu kommen. Sein Hausrekord, zugleich Bezirksbestmarke, steht bei 5,30 und ist durchaus zu packen. Auch Diskuswerfer Markus Tschiers (LG Domspitzmilch/Markt Schwaben) rechnet sich an einem guten Tag Möglichkeiten auf den Sprung unter die letzten Acht aus. Um die 55 Meter hat er heuer eigentlich recht konstant geworfen, mit ein zwei Metern mehr könnte der Traum vom Finale sehr schnell wahr werden. Im Finale sind die beiden Domspitzmilch-Läuferinnen Susie Falkenstein (LGR/ProAthletics Markt Schwaben) und Fakja Hofmann (LGR/Jahn) in der Regel schon, weil meist mangels Teilnehmerinnen über 1500 m und 5000 m selbiges nur stattfindet. Die Markt Schwabenerin möchte unbedingt die 4:30 unterbieten, die Jahnlerin strebt über die zwölfeinhalb Bahnrunden eine Zeit unter 17 Minuten an und hofft auf einen ähnlichen Rennverlauf wie im letzten Jahr, als die Achte mit gerade einmal 16:58 ins Ziel lief.