Drei-Königs-WerfenAchenmühle - 6.1.2002 - Bericht

Domspitzmilch-Diskuswerfer startet mit 52,15 ausgezeichnet in die neue Saison

2002-01-06_achenmuehle Achenmühle, 6.1.2002 (orv) - Bei für's Diskuswerfen exotischen Bedingungen langte Domspitzmilch-Neuzugang Markus Tschiers (LGR/Proathletics Markt Schwaben) gleich richtig hin: Mit 52,15 verbesserte er als überlegener Gewinner des Drei-König-Werfens in Achenmühle den Bezirksrekord von Thorsten Kraus um mehr als zwei Meter und geht als erster 50 m-Werfer in die Oberpfälzer Leichtathletikgeschichte ein. Kaum der B-Jugend entwachsen schleuderte sein kleiner Bruder Maximilian (LGR/Proathletics Markt Schwaben) das Männergerät auf genau 40 m. Beim Drei-Königslauf in Peuerbach/A gewann Altmeister German Hehn seine Altersklasse M30 mit 21:56,9 für die schwierig zu laufenden 6,8 km.

Die Domspitzmilch-Leichtathleten scheinen gut durch die erste Hälfte des Winters gekommen zu sein. Nachdem schon der jugendliche Hochspringer Andreas Götz (LG Domspitzmilch/SV Lupburg) beim gestrigen Hallenspringen in Essing seine Bestleistung von 1,98 als Fünfter einstellte und sich somit in die Favoritenrolle für die Bayerischen A-Jugendhallenmeisterschaften Ende Januar in Fürth sprang, zeigte auch Markus Tschiers im tief verschneiten oberbayerischen Achenmühle, dass mit ihm im Sommer zu rechnen ist, wenn es um Bayerns Meisterehren geht. Weniger der Schnee als die klirrende Kälte behinderte die Werfergarde beim traditionellen Winterwerfen. Das rechte Feingefühl für die doch recht sensible 2-kg-Scheibe mochte da nicht recht aufkommen. Umso höher ist so die Leistung des Markt Schwabeners zu werten, der nach eigener Aussage "im Sommer wieder möglichst nahe an die 60 m heranwerfen will" und der übrigen weißblauen Diskuselite gleich eine deftige Kampfansage ins weitere Wintertraining mitgab.

Bruder Maximilian probte bei seinem ersten Wettkampf als A-Jugendlicher gleich mit dem Männer-Gerät und musste feststellen, dass bis zum Können des großen Bruders doch noch ein etwas weiterer Weg zurückzulegen ist. Dafür hat er aber noch gut zwei Jahre Zeit des Übens mit dem leichteren A-Jugend-Diskus, den er im Sommer ebenfalls deutlich über die 50 m schleudern will.