Int. ErzgebirgsmeetingThum, 19. Mai 2002 - Bericht

Kleine Domspitzmilch-Delegation hielt sich im strömenden Regen tapfer/ Tschechische Gäste dominierten

2002-05-19_thum Thum, 19. Mai 2002 (orv) - Das Erzgebirgs-Meeting im sächsischen Thum hatte am Pfingstsonntag leichtathletisch einiges zu bieten. Im anfangs strömenden Regen zeigte sich so mancher Star aus der internationalen Spitzenszene von der besten Seite. Für das absolute Topergebnis sorgten bei nicht gerade für diese Disziplin leistungsfördernden Witterungsbedingungen zwei tschechische Hochspringer. Am Ende lag Tomas Janku mit 2,26 drei Zentimeter vor seinem Landsmann Svatoslav Ton. Den Sprint holte sich der Ghanese Eric Nkansah mit 10,65, der Deutsche 800 m-Meister René Herms (Asics Pirna) stieg über 400 m mit 48,06 in die Saison ein. Sein Teamkollege Franek Haschke musste sich über 1500 m knapp dem Kenianer Cleophas Bitok mit 3:46,86 zu 3:46,48 geschlagen geben. Ex-Weltrekordler Tomas Dvorak (Tschechien) zeigte sein Können als 110 m Hürden-Sieger (14,42) und mit dem Speer (63,23). Dort lag er jedoch deutlich hinter seinem Landsmann Miroslav Guzdek (77,70). Als Dritter hielt sich der Wattenscheider Christian Nicolay mit 73,97 achtbar. René Sacks (LAZ Leipzig) Kugel flog ausgezeichnete 19,34 weit, in der Abrechnung war dies jedoch gegen die Weltklasseleistung des Slowaken Milan Haborak (20,82) viel zu wenig. Bei den Frauen sprintete die Erfurterin Nancy Kette die 200 m in guten 24,60. Auch hier entwickelte sich das Kugelstoßen zu einem hochklassigen Wettkampf. Am Ende konnte die anwesende WM-Zweite Nadine Kleinert-Schmitt Nadine Beckel (Schweriner SC) zum Sieg gratulieren, die mit 17,99 beinahe einen Meter vor Kathleen Kluge (Hallesche LF - 17,06) lag. Vierte wurde die Bayerin Karin Wurm (LG LK Roth) mit 15,83. Eine kleine Delegation der LG Domspitzmilch Regensburg schnupperte ebenfalls sächsische Luft. Für den jugendlichen Hochspringer Andreas Götz war die Anfangshöhe von 1,88 auch gleichbedeutend mit seinem Endergebnis auf Platz zwei. Andreas Fruhmann belegte mit neuem Hausrekord von 4:10,36 Rang fünf im 1500 m-Lauf der Männer, musste dabei aber sehr viel alleine laufen, weil es dem Feld einfach an der nötigen Leistungsdichte fehlte. Ähnlich erging es seinem Teamkollegen Benedikt Schäffer bei der B-Jugend. Als Achter lief er mit 4:25,70 dennoch auch persönliche Bestleistung. Wenig Glück hatte Christiane Wildgruber bei ihrem gegenwindbeinträchtigten 100 m-Vorlauf in 13,33, weil nachher schon wieder das angeschlagene Bein zwickte.