7. Nationales Jugend-Meeting Jena, 25. Mai 2002 - Bericht

Starke Vorstellung der Regensburger Sprinter mit 41,75/ Stephan Wittl mit 48,19 knapp geschlagen

2002-05-25_jena_bericht Jena, 25. Mai 2002 (orv) - Die Sprintstaffel der LG Domspitzmilch Regensburg nutzte eine der wenigen guten Chancen, die Norm für die Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Wattenscheid zu laufen. Im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion löschten Sebastian Wittmann, André Neger, Jochen Schweitzer und Peter Hargasser mit einem furiosen Rennen den Uralt-Oberpfalzrekord aus dem Jahre 1984 mit 41,75 um drei Hundertstel, unterboten aber damit die geforderten 42,20 für die DM deutlich. Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) handelte sich gegen den Deutschen Jugendhallenmeister Thomas Wilhelm (SC Neubrandenburg) mit 48,19 zu 48,05 eine knappe Niederlage unter allerdings sehr schlechten Umfeldbedingungen ein. Tobias Soller kam mit Gegenwind und Männerhürden gar nicht zurecht und war dann auch mit seinen 15,22 recht unzufrieden. Es hatte im Jenaer Stadion alles so schön begonnen. Die zehn Minuten Verspätung, mit der der erste Wettbewerb, die Sprintstaffeln, im Abbe-Stadion gestartet wurden, registrierte man angesichts der Tatsache, dass die "Schweitzer-Buben" einen neuen Rekord gelaufen waren, im Regensburger Lager kaum. Den störenden Gegenwind notierten allerdings die Hürdensprinter mit nicht gerade berauschenden Zeiten in ihrer ersten Serie. Peter Hargasser (LG Domspitzmilch) lief trotzdem noch 14,45, Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg) und Tobias Soller (SV Obertraubling) blieben jedoch bei 15,26 und 15,22 hängen. Für den Obertraublinger ganze acht Zehntel über der WM-Norm, was ihn dann auch wohl veranlasste bei der zweiten Serie gar nicht mehr anzutreten. Zumindest der ESV-ler machte es dann in Durchgang zwei bei nun gutem Rückenwind mit 14,93 besser. Dies hätte wohl auch für Peter Hargasser gegolten, wäre er nicht in die letzte Hürde getreten und gestürzt. Möglichst nahe an die Junioren-WM-Norm von 47,30 heran wollte auch Stephan Wittl über 400 m. Mit 48,19 lief er letztendlich auch gegen den amtierenden Jugendmeister Thomas Wilhelm ein beherztes Rennen, doch irgendwie war bei allen Viertelmeilern, vom großen Bastian Swillims (46,91), immerhin heißer EM-Kandidat, bis zum jungen Dietfurter die Luft raus, nachdem sie über eine Stunde im Startbereich auf ihr Rennen warten mussten. Auch der zweite Domspitzmilch-Jugendliche Franz Leidl blieb unter diesen Umständen als Zehnter mit 50,26 immerhin im Bereich seiner persönlichen Bestzeit. In der der Staffel noch top, mussten die schnellen Domspitzmilch-Männer dann über die Einzeldisziplin ein wenig mit dem Schicksal hadern. Zunächst erwischte es Jochen Schweitzer mit einer kleinen Verletzung beim Einlaufen, dann fabrizierte André Neger bei einem völlig überforderten Starter zwei Fehlstarts und musste ausscheiden. Lediglich Sebastian Wittmann nutzte die jetzt besseren Windbedingungen zu feinen 11,12 sec.