Südostbayerische Meisterschaften im StabhochsprungWasserburg, 30. Mai 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Oldie schlägt in Wasserburg die gesamte Konkurrenz mit 4,96

2002-05-30_wasserburg_stab Wasserburg, 31. Mai 2002 (orv) - Gewonnen hat Gregor Neumann (LG Domspitzmilch Regensburg) in Wasserburg bei den Südostbayerischen Meisterschaften im Stabhochsprung mit seinen excellenten 4,96 zwar nicht, weil er als Regensburger dort nur außer Konkurrenz starten darf, geschlagen hat er sie aber alle, angefangen von seinen alten Spezl'n und Teamkollegen Florian Schönbeck (4,86) und Peter Hargasser (4,76) bis zu den Jungspunten Adreas Udvari (4,46) und Andreas Lindenmeier (beide LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben - 4,26), von denen sich ersterer nun auch "Südostbayerischer Meister" nennen darf, weil Markt Schwaben eben nicht nur zur LG Domspitzmilch, sondern auch zu Oberbayern gehört. In einem Alter, wo andere bereits Dauergast beim Orthopäden sind, schwingt sich der Regensburger Stabartist erneut in diesem Jahr zu großen Höhen. Nachdem ihm ein Zwicken im "Wadl" in letzter Zeit ein wenig Schwierigkeiten gemacht hatte, dachte man schon, der Gregor wird jetzt seinen 37 Lenzen Tribut zollen müssen. Selbst Teamchef Kurt Ring traute dem Frieden nicht ganz, als Gregor Neumann noch am Montag im Training Höhen bis 5,20 ankündigte und das spätestensten bis zur Domspitzmilch Gala am 15. Juni im heimischen Uni-Stadion. 5,20 deshalb, weil er das noch nie gesprungen ist, weil das eben auch die Norm für die Deutschen Meisterschaften ist, und weil schließendlich der 15. Juni die letzte Gelegenheit ist, sich dafür termingerecht zu qualifizieren. So ist es denn auch nicht der Sieg über seine ehemaligen Zehnkampfkollegen Florian Schönbeck und Peter Hargasser, die sich ihre Niederlage mit trotzdem immer noch respektablen Höhen voll aus dem Training heraus einhandelten, als vielmehr die Lust auf fünf Meter und mehr, die den gar nicht einmal so viel trainierenden Feierabend-Springer so motiviert und dem Spruch "Der Wille kann Berge versetzen" wieder einmal Sinn gibt, zumal es sich bei dem Berg nur um eine Latte handelt, die eben auf einer Höhe von fünf Metern und zwanzig Zentimetern liegen bleiben soll mit dem Gregor und all seiner Erfahrung drüber.