Domspitzmilchspringen am Neupfarrplatz Regensburg, 03.05.2001 - Vorbericht-

Stabhochsprungmeeting der LG Domspitzmilch zum zweiten Mal am Neupfarrplatz/ Höhenjagd mit internationalen Topathleten

Privat-Foto - Björn Otto Wenn die Menschen nicht zum Sport kommen, muss eben jener zu den Leuten kommen" hieß die Devise des ersten Marktplatzspringens im Mai 2000, als eine Handvoll Stabartisten am Neupfarrplatz Tausenden von zufällig vorbeikommenden Regensburger/innen zeigte, wie faszinierend Stabhochsprung live sein kann. Nach etlichen kleinen Verwirrspielen im Nachlass des ersten Events ist es nun fast genau auf den Tag ein Jahr später wieder so weit. Am Samstag, den 26. Mai wird ab 10.30 Uhr am Regensburger Neupfarrplatz nicht zuletzt dank Hauptsponsor Milchwerke Regensburg, den Cosponsoren von Coco Cola, Mercedes Benz Regensburg und Thurn und Taxis und dem freundlichen Entgegenkommen der Stadt Regensburg bzw. der Evangelischen Kirchengemeinde Regensburg das zweite Domspitzmilch Springen stattfinden.

Obwohl im letzten Jahr mit Zunahme der Veranstaltungsdauer das Wetter immer garstiger wurde, mochten viele Domstädter ihren samstäglichen Einkaufsbummel am Neupfarrplatz gar nicht mehr fortsetzen. Die "Ah und Ohs" verdutzter Zeitgenossen ansichtlich der gewaltigen Sprunghöhen um die fünf Meter in unmittelbarer Nähe des Sprungkissens wollten gar nicht mehr enden und die mitreißende Moderation von Regensburgs Sportstimme Armin Wolf ließ vergessen, dass Hände und Zehen nicht nur der Athleten ob der winterlich werdenden Temperaturen längst klamm geworden waren. Schließendlich waren sich alle einig, dass das Springen einfach auch im nächsten Jahr ein Muss sein sollte.

Die hitzigen Diskussionen um die Nutzung des Neupfarrplatzes hätten dann beinahe das emsige Bemühen der ausrichtenden Leichtathletik Gemeinschaft Domspitzmilch Regensburg für ein weiteres Springen zu nichte gemacht. Zudem bereiteten die nun festinstallierten Marktbuden des Platzes den Organisatoren große Pein. Ein 45 Meter langer Anlaufsteg muss nicht nur in die Waage, sondern auch noch in gerader Richtung angelegt werden. Mit viel Verständnis durch das Ordnungsamt Regensburg wurde auch diese Hürde genommen und die Evangelische Kirchengemeinschaft steht dem Springen ebenfalls positiv gegenüber, bringt sich um die Mittagszeit sogar mit Orgelspiel aus der Kirche mit ein.

Der technische Aufwand für so ein sportliches Ereignis auf dem Neupfarrplatz ist verständlicherweise ein ganz anderer, weit höherer als im Stadion. Zwei "schreinernde" Exathleten zaubern am Freitag innerhalb drei bis vier Stunden den Anlaufsteg aus städtischen Bühnenteilen und viel Kleinmaterial zusammen, während der Fuhrpark von Mercedes und den Milchwerken die beinahe dreißig Quadratmeter große Matte nebst Ständer und weit über hundert Meter Absperrgitter unter kräftiger Mithilfe von vielen freiwilligen Helfern vom Uni-Stadion, Westbad und der Sporthalle Königswiesen an Ort und Stelle bringt, Aufbau inbegriffen. Da sind dann die Fertigstellung der "Fressmeile" sprich Verköstigungsstände und die Erstellung der Versorgungsstruktur mit Wasser und Strom nur noch Kleinigkeiten. Am Samstag, kaum zwei Stunden nach Bendigung des Events gegen 17 Uhr ist letzlich alles wieder blitzschnell weg.

Zum Springen selbst ist nur soviel zu sagen, dass die bewährten Sportorganisatoren der LG Domspitzmilch auch heuer wieder fast ein Dutzend hochwertiger Klasseathleten eingeladen haben, die nichts anderes im Auge haben, den Meetingrekord 2000 von Björn Otto über die 5,42 Meter hinaus zu steigern. Bleibt nur noch das Wetter, mit dem die Domspitzmilch-Leichtathleten nicht immer die besten Erfahrungen gemacht haben.