Mehrkampfmeeting in Götzis Götzis 26./27.05.2001 - Bericht - Ergebnisse

Elfter Platz mit 7891 Punkten / Führung in der deutschen Bestenliste 2001

Privat-Foto -Florian Schönbeck Mit seinem elften Platz mit 7891 Punkten beim Zehnkampfmeeting in Goetzis konnte Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg) die Schallmauer von 8000 Punkten nicht übertreffen, startete damit aber so gut wie in noch keinem Jahr in die neue Saison. Punktgleich mit den zweiten Deutschen, André Niklaus aus Berlin, seines Zeichens Bronzemedaillengewinner der Juniorenweltmeisterschaften des letzten Jahres, war der LGR-Mann letztendlich hauchdünn vor dem Nachwuchsmann, weil er mit 5,10 im Stabhochsprung die punktbeste Einzelleistung vorweisen konnte. Somit übernahm der Domspitzmilch-Zehnkämpfer auch die Pole position in der diesjährigen deutschen Bestenliste.

Gehofft hatten es alle, letztendlich auch er selber, im Zehnkampfmekka Goetzis die 8000 Punkte erneut zu knacken. Der Domspitzmilch-Hüne blieb sich seinem Ruf jedoch auch hier treu, langsam in die Saison zu starten. Schließlich ist erst Ende Mai, die Saisonhöhepunkte gut noch zwei Monate entfernt. Drei Wochen vor der entscheidenden WM-Qualifikation in Ratingen muss aber dennoch ein erstes Resumée erlaubt sein. Stärken hatte Florian Schönbeck vor allem in seinen Paradesprüngen, dem Stabhochsprung und dem Weitsprung. Bei ersterem scheint er sich endgültig auch im Zehnkampf von Ergebnissen unter fünf Metern verabschiedet zu haben, beim zweitem entdeckt er endlich wieder alte Ressourcen als ehemaliger Jugendmeister in dieser Disziplin. So waren auch die seit einiger Zeit nicht mehr gesprungenen 7,35 keine Eintagsfliege, ein zweiter Versuch lag bei 7,31, und das bei Gegenwind. Topleistungen wäre sicher auch beim Hochsprung möglich, wenn die guten Sprünge eben auch bei den großen Höhen, und nicht nur bei 1,88 und weniger, konstant kämen.

Mit seinen Wurf- und Stoßergebnissen von 14,17 (Kugel), 44,07 (Diskus) und 58,11 (Speer) lag der Regensburger durchaus im grünen Bereich. Ausrutscher im positiven Sinn, wie die 64 Meter im Speerwurf, letztes Jahr bei den Deutschen Meisterschaften, war allerdings auch keiner dabei. Rückschläge handelte sich Florian Schönbeck in Goetzis vor allem in den Läufen ein. Dass er über die 100 m nicht der schnellste ist, ist nicht weiter schlimm, weil einkalkuliert. So hatten die 11,31 sicherlich keinen negativen Einfluss auf die noch folgenden neun weiteren Disziplinen. Dass er aber den ersten Tag mit sehr mäßigen 50,51 für die Stadionrunde beenden musste, hat den Blondschopf sicherlich mächtig gewurmt. Auch der Anfang des zweiten Tages mit den 110 m Hürden muss bei einer Endzeit von 15,06 als wenig gelungen angesehen werden. Die Fünf vor dem Komma war für Florian Schönbeck über die 1,07 Meter hohen Hindernisse schon lange kein Thema mehr. Die abschließenden 1500 m im 4:31,69 waren dann schließlich wieder eine normale Leistung bei einem Zehnkampf, bei dem hier schon etwas die Luft raus war.

In Ratingen wird sich Florian Schönbeck sicher schon besser, sprich schneller präsentieren. Zwei bis drei hundert Pünktchen sollten es dann schon mehr sein.