Deutsche MehrkampfmeisterschaftenVaterstetten, 25. August - 26. August 2001 - Vorbericht - Teilnehmer

Regensburgs 8000 Punkte-Zehnkämpfer gehört bei Mehrkampf-DM zum Favoritenkreis Kiefner-Foto - Peter Hargasser

Vaterstetten, 25./26. August 2001(orv) - In schöner Regelmäßigkeit schlagen Deutschlands Zehnkämpfer für ihr nationales Championat im oberbayerischen Vaterstetten ihre Zelte auf. Wenn's am Wochenende bei den Königen der Athleten um die deutschen Meistertitel in der Einzel- und Mannschaftswertung geht, zählt auch wieder Domspitzmilch-Recke und Titelverteidiger Florian Schönbeck in der Einzelwertung und zusammen mit seinen Mannschaftskollegen Peter Hargasser, Wolfgang Hübl und Bernhard Floder in der Teamwertung zu den ganz heißen Favoriten.Nicht weniger als fünf Athleten treten in Vaterstetten mit Bestleistungen von über 8000 Punkten an. Florian Schönbeck, der im letzten Jahr den Titel mit famosen 8128 Punkten holte, muss sich vor allem mit seinem Dauerkonkurrenten Jörg Goedicke (Berliner SC - 8036 P.), den Leverkusenern Klaus Isekenmeier (8002 P.) und Philip Ibe (8000 P.), sowie dem zweiten Mann vom Berliner SC, David Mewes (8108 P.) auseinandersetzen. Nachdem auch mit den Junioren Stefan Drews (MobilCom Zehnkampf Welle) und Matthias Spahn (LT DSHS Köln) zwei Hochkaräter gemeldet haben, kann man selbst ohne die WM-Teilnehmer Stefan Schmid und Sebastian Knabe, bzw. dem dauerverletzten Frank Busemann mit einem leistungsstarken und spannenden Zehnkampfwochenende rechnen.

Für den Regensburger lief die Saison nach zwei etwas verpatzten Zehnkämpfen und einem Aussteiger, ausgerechnet bei der WM-Qualifikation in Ratingen, nicht gerade nach Wunsch. Seine 7891, im Mehrkampf-Mekka Götzis bereits Ende Mai erzielt, waren nach seinem letztjährigem Highlight von 8128 Punkten zwar gut, aber eben "weder Fisch noch Fleisch". Vor allem in den Disziplinen Hochsprung und 400 m gab der Modellathlet in diesem Jahr Rätsel auf. Nach soliden Weitsprungleistungen deutlich jenseits der sieben Meter mit Bestleistung von 7,35 im Zehnkampf, dümpelte der Regensburger beim letzten Mehrkampf mit 1,79 vertikal in recht seichten Gefilden herum und hatte laut Aussage von Trainer Wolfgang Frenzl sogar Schwierigkeiten, im Training seiner Sparringspartnerin Karin Ertl Paroli zu bieten. An der Sprungkraft kann's jedenfalls nicht liegen, glänzte der Domspitzmilch-Mann doch auch in seiner Paradedisziplin, dem Stabhochsprung, mit konstanten 5 m-Höhen. Auch über die 400 m konnte er bisher nicht an vertraute Zeiten von 49 plus "x" anknüpfen, sondern mühte sich bis dato mit mittleren 50er-Zeiten ab. Dafür ist er in den Würfen stabiler geworden, nicht zuletzt dokumentiert durch eine neue Diskusbesteistung von über 46 Metern. Will Florian Schönbeck aber wieder wie im letzten Jahr an 8100 und mehr Punkte heran, muss auch die Hürdenleistung mit Zeiten zwischen 14,60 und 14,70 stimmen, denn auf einen Glückswurf mit dem Speer, wie bei seiner letztjährigen Bestleistung von 64,70, kann er bei Durchschnittsleistungen von 57 bis 59 Metern auch nicht immer hoffen. Bei aller Kritik muss beim Domspitzmilch-Vorzeigemann aber auch einmal festgehalten werden, dass auf ihn dennoch immer Verlass war, wenn's drauf ankam. Nicht zuletzt deswegen hofft natürlich das ganze Domspitzmilch-Team auf ein Ergebnis über 8000 und eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Kiefner-Foto - Florian Schönbeck

Zu allererst natürlich seine Zehnkampfkollegen Peter Hargasser, Wolfgang Hübl und Bernhard Floder, die mit ihm natürlich auch in der Mannschaftswertung möglichst weit oben stehen wollen und immerhin im Vorjahr bereits Vize waren, da aber nur deshalb, weil die Konkurrenz jämmerlich versagte und man sich sogar beim Silbergewinn einen doppelten "salto nullo" im Stabhochsprung leisten konnte. Maß aller Dinge werden auch heuer wieder die Leverkusener vom TSV Bayer 04 sein, wenn sie auch nur einigermaßen durchkommen. Für Regensburgs Nummer zwei, Peter Hargasser, geht's bei dieser DM rein persönlich um viel. Als ehemaliger Deutscher Juniorenmeister möchte er mit einem Platz unter den Top sechs Anschluss an die nationale Spitze finden und dazu braucht er sicher mehr als 7500 Punkte. Seine Ergebnisse im Vorfeld als Bayerischer Meister im Weitsprung mit 7,24 und der Steigerung im Stabhochsprung bis 4,80, sowie seinen erst kürzlich in Dachau erzielten 10,93 im Sprint, lassen Gutes erwarten