Karlsfelder LäufercupKarsfeld, 1. September 2001 - Bericht

Ellen Schöner und Wolfgang Kohnen dominieren die 10.000 m von Karlsfel Schönbeck-Foto - Das Mehrkampfteam der LG mit ihrem Erfolgstrainer Wolfgang Frenzl und der WM- Fünften Karin Ertl Karlsfeld, 31.8.2001 (orv) - Bei den abschließenden 10.000 m des Karlsfelder Läufercups dominierten Ellen Schöner und Wolfgang Kohnen (beide LG Domspitzmilch Regensburg) die Rennen: Für die Vierte der Deutschen Crossmeisterschaften sprang dabei unmittelbar vor ihrem Einsatz bei der Berg-WM in Alta terme eine beeindruckende neue Bestzeit von 35:01,58 heraus, ihr Teamkollege riss das Rennen erst im Spurt mit neuer Saisonbestleistung von 31:50,18 an sich, wobei er die lange Führungsarbeit leistenden Bernd Folger (TSV Feldafing - 31:50,27) und Sebastian Hungerhuber (TSV Altenmarkt - 31:51,91) hauchdünn abweisen konnte. Hinter Ellen Schöner bewiesen auch die Bergläuferin Birgit Koch (LG Rupertiwinkel - 36:06,05), sowie die beiden Domspitzmilch-Läuferinnen Mikki Hirt (37:34,89) und Gabi Reindl (38:38,80/1. W35) deutlichen Aufwärtstrend in Hinblick auf die bevorstehenden Herbsthöhepunkte.

Wie ein Uhrwerk spulte Ellen Schöner eine um die andere der von Langstrecklern oft gefürchteten 25 Runden auf dem Kunststoffoval herunter. Bei idealen äußeren Bedingungen, lediglich beeinträchtigt von leichten Windböen wurde die vorgenommene Marschroute von 86er Runden klar unterboten. Am Ende kam eine deutliche neue Bestzeit von 35:01,58 heraus, mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass die durchaus mögliche "34" vor dem Doppelpunkt eben noch fehlte. Dies will die Domspitzmilch-Läuferin unmittelbar nach einer hoffentlich erfolgreichen Berg-WM-Teilnahme in vierzehn Tagen unbedingt am 22. September bei den ersten Deutschen Meisterschaften über 10 km in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, dann aber auf der Straße, nachholen.

Zwei ihrer Teamkolleginnen testeten im Rennen ebenfalls erfolgreich: W35-Läuferin Gabi Reindl nähert sich mit ihren 38:38,80 immer mehr jener Form, die sie vor ihrer Rennpause Mitte der neunziger Jahre über die Marathondistanz auf eine Bestzeit von unter drei Stunden trug. Gleiches will sie nun bei der im Oktober stattfindenden Frankfurter Marathon-DM erneut schaffen. Ihre Teamkollegin Mikki Hirt, aus Studiengründen ebenfalls für längere Zeit aus der Läuferszene entschwunden, meldete sich mit neuem Hausrekord von 37:34,89 zurück und hofft ebenfalls, damit eine gute Grundlage gelegt zu haben, um an alte Frankfurter Zeiten anschließen zu können. Schließlich stand sie 1998 bei gleichem Anlass an selbiger Stelle als blutige Anfängerin mit damalig bombastischen 2:51 gleich im Meisterteam der LG Domspitzmilch Regensburg. > Wolfgang Kohnen, ebenfalls mit Endziel Marathon-DM angetreten, probte in Karlsfeld die Leichtigkeit des kurzen Spurts, eine Sache die ihm bisher so gar nicht lag. Sich klug im Rennverlauf zurückhaltend, konnte er auf den letzten fünfzig Metern die von hinten heranstürmenden Gegner nochmals auskontern, was ihm zudem fast auch noch einen neuen Hausrekord eingebracht hätte. In der M40 belegte Stefan Eger (LG Domspitzmilch Regensburg) mit feinen 35:15,99 Rang drei in der Tageswertung.