Bericht - Deutsche 10 km-MeisterschaftenBonn / Troisdorf, 23. September 2001 Ergebnisse

Ellen Scher und Fakja Hofmann mit Bestleistungen unter Top-ten / LG-Juniorinnen-Team Dritter

Kiefner-Foto - Fakja Hofmann Die ersten Deutschen Meisterschaften über 10 km auf der Straße haben gehalten, was sie versprochen hatten. Bei idealen äußeren Bedingungen war ein Großteil der deutschen Langstreckenspitze bei der Meisterschaftspremiere in Troisdorf am Start. Bei den Männern rang Junior Tereffe Desaleng (LG Eintracht Frankfurt) in genau 29 Minuten den sich schon als Sieger wähnenden Wattenscheider Carsten Schütz nieder, der sich mit seinen Kollegen Sebastian Bürklein (3./29:03) und Alexander Lubina (4. bzw. 2. der Junioren/29:18) mit dem Mannschaftstitel schadlos hielt. Das mitfavorisierte Team des LAC Quelle Fürth/München landete trotz eines fünften Platzes von Embaye Hedrit (29:21) mit nur einer Sekunde Rückstand auf die zweite Mannschaft des TV Wattenscheid auf einem unglücklichen Bronzeplatz. Bei den Frauen erlief sich Siegerin Lumitita Zaituc (LG Braunschweig) in der letzten Runde mit 32:40 einen komfortablen Vorsprung gegen Petra Wassiluk (ASC Darmstadt/33:04) und Claudia Dreher (TV Naumburg/33:19). Trotz erneut guter 35:06 reichte es für Domspitzmilch-Ass Ellen Schöner gerade noch für Rang 10. Teamkollegin Fakja Hofmann lief bei den Juniorinnen auf Platz acht einkommend mit 36:30 ebenfalls Hausrekord. Zusammen mit der Dritten der W40-Wertung, Katharina Kaufmann (37:32), belegten die Regensburgerinnen einen undankbaren vierten Platz hinter Braunschweig, Nike Berlin und Rostock. Bei den Seniorinnen triumphierte Kathi Kaufmann dann aber erneut mit der W35-Achten Gaby Pfandorfer (38:28) und der W-35-Zehnten Gabi Reindl (39:24) mit einem überlegenen Sieg in der Mannschaftswertung. Bronze gab?s auch noch für das Juniorinnenteam mit Fakja Hofmann, Eva Karg (17./38:24) und Tanja Notz (44:14). "Ersatz-Seniorin" Bettina Strobl (LG/Run&bike Kelheim) steigerte sich auf 41:51.Der keineswegs so schnelle Kurs machte auch Ellen Schöner erheblich Schwierigkeiten, der man ihren Berglauf-WM-Einsatz vor allem anfangs noch anmerkte. Die Regensburgerin hatte zudem das Pech, immer wieder Löcher im großen Feld der Damen zulaufen zu müssen. Trotz einer vehementen Aufholjagd scheiterte sie wieder hauchdünn an der angepeilten 35-Minuten-Grenze. Juniorin Fakja Hofmann zeigte trotz schwacher Trainingsleistungen im Vorfeld eine überragende Einzelleistung und war mit völlig überraschend kommenden 36:30 fast um eine Minute schneller als bisher auf der Straße. Urgestein Kathi Kaufmann merkte man ihre längere Meisterschaftsabstinenz doch noch ein wenig an, mit ihren 37:32 ist sie jedoch auch wieder stark im Kommen, während die beiden Mit-Seniorinnen Gaby Pfandorfer und Gabi Reindl sich ein wenig beim Anfangstempo vergriffen und am Ende diesem Umstand deutlich Tribut zollen mussten. Juniorin Eva Karg nutzte die DM-Plattform für einen erneuten Beweis ihres diejährigen Leistungssprunges, obwohl ihr der Halbmarathon des letzten Wochenendes doch noch ein bisschen in den Knochen steckte.