Bericht - Domspitzmilch KehrausRegensburg, 22. September 2001 Ergebnisse

Lockerer Saisonausklang am Weinweg/ Stephan Wittls erster 400 m Hürden-Versuch

Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg) beendete die diesjährige Bahnsaison mit einem hervorragendem Fünfkampfergebnis. Mit 3564 Punkten ließ er auf der heimischen Anlage am Weinweg seinem alles andere als schwachen Teamkollegen Peter Hargasser (3182 P.) nicht den Hauch einer Chance und dürfte sich damit auch in der deutschen Bestenliste ganz oben platzieren. Zusammen mit dem kurzfristig für den verletzten Bernhard Floder eingesprungenen Markus Dollinger (2510 P.) sammelten die Regensburger auch in der Mannschaftswertung ausgezeichnete 9256 Zähler. Bei einem ersten Versuch über die 400 m Hürden schaffte Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) mit 57,94 eine Zeit, die ihn bei den Bayerischen Meisterschaften dieses Jahres in seiner Altersklasse ebenfalls auf einen Medaillenrang gebracht hätte.

Kiefner-Foto - Peter Hargasser

Natürlich hatten die Domspitzmilch-Asse beim Ausklang nicht mehr die Form der Saisonhöhepunkte. So sind auch die 6,57 bzw. 6,70 von Florian Schönbeck und Peter Hargasser in der ersten Disziplin des Mehrkampfs gleich erklärt. Spätestens beim Speerwurf aber merkte man, dass der Deutsche Zehnkampfmeister des letzten Jahres nach einer verkorksten Saison etwas gut machen wollte. Mit 58,48 nahm er seinem Konkurrenten aus dem eigenen Lager immerhin mehr als zehn Meter (47,74) ab. Der revanchierte sich über 200 m mit 22,62 zu 23,50. Als Schönbecks Diskus aber auf formidable 44,77 flog war's bei 37,65 für den diesjährigen Dritten der Deutschen Meisterschaften mit der Gegenwehr geschehen. Florian Schönbeck finishte mit ordentliche 4:47,24 für die 1500 m, Peter Hargasser durchlitt diese in 5:20,95 in echter Zehnkämpfermanier.Gerade einmal vierzehn Tage im Training, ging Jungtalent Stephan Wittl einfach zum Probieren seine Spezialstrecke, die Stadionrunde, an, diesmal aber mit zehn ungewohnten Hindernissen auf der Bahn. Mit denen kam er dann einmal besser, einmal schlechter zurecht, offenbarte aber, wenn man das eine schon recht gut kann (400 m), das andere (Hürden) sicher noch perfektionieren will, dass auch hier für die Zukunft durchaus Perspektive zu sehen ist. Mit seinen 57,94 kann er auf jeden Fall jetzt schon mit den Besten seiner Altersklasse in Bayern mithalten. Für seinen Teamkollegen, Mittelstreckler Stephan Schnabel, war der ordentliche Versuch mit 64,75 eher ein Richtungshinweis auf zukünftiges Hindernislaufen, dann aber über 2000 Meter.

Stetig nach oben geht's auch mit der jungen Stabhochspringerin Moni Siegfried (W15/ SWC 46 Regensburg). Diesmal war erst bei 3,25 Schluss, in ihrer Altersklasse immerhin Bezirksrekord. Genauso hoch sind die 2:19,62 von der gleichaltrigen Barbara Utzmeier (LG Chiemgau-Süd) über die 800 m einzuschätzen.Ansonsten tummelten sich noch gut fünfzig Athleten/Innen mit der nicht mehr ganz so knallharten Wettkampfeinstellung, mit der man in der Regel Meisterschaften gewinnen oder Rekorde aufstellen will, auf dem ausnahmsweise einmal sonnigem Leichtathletik-Terrain herum und ließen die Bahnsaison 2001, die für die Regensburger Leichtathleten gewiss keine schlecht war, locker ausklingen.