Deutsche Marathon-MeisterschaftenFrankfurt, 28. Oktober 2001 Ergebnisse

Ellen Scher, Mikki Hirt und Kathi Kaufmann holen souverän den Teamtitelbei den Frauen

Bei den Deutschen Marathonmeisterschaften inFrankfurt holten die drei Domspitzmilch-Damen Ellen Schöner, Mikki Hirt undKatharina Kaufmann mit einem riesigen Vorsprung von über 25 Minuten auf denZweiten, den TUS Griesheim, mit 8:29:43 Stunden erneut den Titel nachRegensburg. Dahinter sprang für Team zwei mit Gaby Pfandorfer, SophieBerkmiller und Gabi Reindl in 9:04:30 auch noch Bronze heraus. Das tolleGesamtergebnis rundete die Seniorinnenmannschaft mit Kaufmann, Pfandorferund Reindl als Deutsche Seniorenmeister ab. Den Grundstock für den Erfolglegten die beide Bestzeiten laufenden Ellen Schöner als Einzel-Siebte mit2:47:18 und Mikki Hirt als Einzel-Zehnte mit 2:48:42, Kathi Kaufmannbrauchte als W40-Vierte 2:53:43. Gaby Pfandorfer, Sophie Berkmiller und GabiReindl landeten mit ihren 2:59:05, 3:01:01 und 3:05:26 in der W35 auf denRängen sechs, acht und neun. Mit der Weidenerin Andrea Stengel blieb eineweitere Oberpfälzerin in 2:59:50 unter drei Stunden. W35-Läuferin BettinaStrobl (LG Domspitzmilch/Run&bike Kelheim) beendete das Rennen mit ihrerzweitbesten Leistung von 3:24:59.

Kiefner-Foto - Mikki Hirt

Nach Gold 1997 in Regensburg, Gold und Silber 1998 in Frankfurt, zwei MalSilber 2000/01 in Hamburg und Duisburg stand das konstanteste und bestedeutsche Marathonvereinsteam, die LG Domspitzmilch Regensburg, beimEuro-Marathon in Frankfurt erneut ganz oben. Angesichts der Tatsache, dassbeim einheimischen Ausdauerevent, dem Stadtmarathon, immerhin einer aus derdeutschenTop-ten-Liste, gerade einmal dreißig bis vierzig Männer diemagischen drei Stunden bezwingen, ist das Auftreten der Domspitzmilch-Damengeradezu gigantisch. Nicht weniger als sieben Damen blieben in derMainmetropole im Dunstkreis dieser Barriere, zum Teil sogar erheblichdarunter, eingeschlossen der Weidenerin Andrea Stengel, die seit demFrühjahr unter den Fittichen von Teamchef Kurt Ring trainiert und das sehrerfolgreich.

Die ihr schon seit längerem zuständige Führungsrolle hat nun endlich auch imMarathon Ellen Schöner an sich gerissen. Dazu musste sie sich aber schon ummehr als zwei Minuten steigern, weil Teamkollegin Mikki Hirt gleich dreiMinuten auf ihren Hausrekord von Frankfurt 98, dem letzten Titelgewinn aufder längsten Strecke, drauflegte. An allen drei Titeln war Kathi Kaufmannbeteiligt, wer sonst. Nicht mehr ganz mit dem Schwung der 90er-Jahre konntesie sich dort, wo ihre lange Erfolgssträhne 1994 begann, nochmals somotivieren, dass trotz Muskelkrämpfe mit 2:53 eine mehr als achtbare Zeitherauskam.

Es zeugt von dem unvergleichlichen Teamgeist, dass sich Marathongrößen wieGaby Pfandorfer und Sophie Berkmiller trotz des einen oder anderenWeh-Wehchen oder beruflich bedingten Trainingseinschränkungen klaglos fürdas B-Team zur Verfügung stellten, in dem Gabi Reindl nach siebenjährigerPause fast wieder dort anschloss, wo sie aufgehört hatte. Es hat nicht vielgefehlt und der Doppeltriumph von 98 wäre erneut fällig gewesen.