Deutsche Halbmarathonmeisterschaften Freiburg – 25.3.2000

Ergebnisliste

Damenteam holt Bronze – W35-Mannschaft erneut Deutscher Meister

 

Gaby PfandorferGaby Pfandorfer 3. Deutsche Meisterin Halbmarathonmannschaft

Durchweg Favoritensiege gab’s bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften im Badischen Freiburg. Kathrin Dörre-Heinig (SC DHfK Leipzig) und Carsten Eich (LAC Quelle Fürth/München) holten sich erneut mit deutlichen Vorsprüngen vor ihren schärfsten Widersachern Sonja Oberen (Bayer Leverkusen) und Michael Fietz (TV Wattenscheid)die Titel mit 1:11:44 bzw. 1:02:47. Beide Mannschaftswertungen gewann der LAC Quelle Fürth/München) unerwartet klar. Den Damen von der LG Domspitzmilch Regensburg gelang in der Besetzung Ellen Schöner, Melanie Hohenester und Gaby Pfandorfer bei starker Konkurrenz die erhoffte Bronzemedaille. Sie blieben dabei aber mit 4:01:39 erheblich über der eigenen Rekordmarke von 3:57. Einzige Titelträger aus der Regensburger Region waren die Seniorinnen der LG Domspitzmilch Regensburg mit Gaby Pfandorfer, zugleich Zweite in der W35, Sophie Berkmiller, zugleich Dritte in der W35 und Kathi Kaufmann, sowie die M50-Senioren des TV Geiselhöring mit Peter Kiefl (auch Einzelzweiter), Rudi Furtner und Hans-Peter Reif. Der plötzliche, leistungshemmende Föhneinbruch zerstörte viele der gehegten Bestleistungsträume.

Als Titelverteidigerinnen waren die Damen der LG Domspitzmilch Regensburg angereist, als Bronzemedaillengewinnerinnen konnten sie letztendlich hochzufrieden die Heimfahrt antreten, wenn auch die erzielten Leistungen alles andere als berauschend waren. Doch damit reihten sich die Regensburger Läuferinnen nur nahtlos im Gesamtergebnis der Meisterschaften ein. Als am frühen Nachmittag der Startschuss zum Frauen- und Seniorenrennen fiel, sorgte ein lauer, fast sommerlicher Föhnwind für erste Frühlingsgefühle im sowieso schon wärmeren Süddwesten Deutschlands . So sollte sich das daraus resultierende sehr flotte Anfangstempo bald als Bumerang im entscheidenden schweißtreibenden Schlussdrittel des Rennens erweisen, in dem der Hauptzahl der Läufer/innen die Beine ungewohnt bleischwer wurden. Betroffen davon war auch fast das gesamte Team der LG Domspitzmilch. Beste Akteurin war noch Ellen Schöner als 13. mit 1:19:36, knapp eine Minute dahinter überquerte Melanie Hohenester (18. – 1:20:30) das Ziel. Für eine kleine interne Domspitzmilch-Sensation sorgte dann Gaby Pfandorfer, die sich mit ihren 1:21:33 allen ungünstigen Umständen zum Trotz erneut um über eine Minute steigerte und dabei auch noch gleich Silber in der W35 einheimste. Als mit der W35-Dritten Sophie Berkmiller (1:22:27) und Kathi Kaufmann (6. W36 – 1:23:56) die weitaus höher eingeschätzten Teamkolleginnen auch im Ziel waren, kommentierte sie den erneuten AK-Mannschaftstriumph trocken mit "Jetzt ist der Medaillensatz komplett." Mikki Hirts 1:24:51 vervollständigten dann in Union mit Sophie Berkmiller und Kathi Kaufmann das B-Team, das mit Platz 8. und 4:11:14 gar nicht so weit von den vorderen Plätzen weg war. Elke Lorenz und W-35 Seniorin Gaby Reindl lieferten mit 1:25:36 und 1:31:37 ordentliche Leistungsnachweise ab.

Die Geiselhöringerin Traudl Haslbeck überzeugte auf dem Weg zum W40-Silber durch eine kluge Renneinteilung und war mit ihren 1:20:40 eine der wenigen, die leistungsmäßig nur gering abfielen. Mit ihren Kolleginnen Heidi Stalla-Willer (1:27:30) und Gertrud Jäger (1:36:36) schaffte sie zudem Bronze in der Teamwertung. Gleiche Farbe hatten auch die Plaketten der Geiselhöringer Junioren mit Volkmar Kiefl (1:14:13), Florian Fromm (1:16:41) und Stefan Blaschke (1:18:28). AK-Krösus Geiselhöring schaffte mit dem Siebten der M40 Reinhold Hierlmeier (1:12:33), Bernhard Lohmeier (1:15:01) und Siegfried Wagner (1:18:25) eine weiter Silbermedaille in der M40.

Im Hauptlauf der Männer sorgte der gebürtige Waldmünchner Jochen Rückerl, jahrelang für Detag Wernberg startend, nun im Trikot der LAC Quelle Fürth/München startend, mit seinem 4. Platz in 1:05:17 für eine faustdicke Überraschung. Weitere Oberpfälzer kamen dann erst einige Minuten dahinter, wobei die beiden Domspitzmilch-Recken Wolfgang Kohnen und Christian Scholler sich mit ihren 1:10:26 bzw. 1:10:54 knapp hinter dem Geiselhöringer Michael Braun (1:10:12) durchaus sehen lassen konnten. Der in kühnsten Träumen anvisierte Top-ten-Platz wäre für die Regensburger durchaus möglich gewesen, wenn deren Dritter Bernhard Westermeier nur annähernd die Form von den Bayerischen Crossmeisterschaften gebracht hätte. So hievte sein vorzeitiges Ausscheiden den Bestzeit laufenden Ersatzmann Rudi Salzberger (1:14:50) ins Team, das mit 3:36:10 auf Platz 20 abrutschte.