Moskau – 7.5.2000

Lokalmatadoren Lutch Moskau souveräner Titelverteidiger/Alexandra Olarte beste LGR-lerin

Die Damen der LG Domspitzmilch Regensburg übertrafen beim Europacup der Straßenläuferinnen die in sie gesetzten Erwartungen und holten abermals einen nicht erwarteten siebten Platz über die 15 km-Distanz. Die inoffizielle Einzelwertung gewann Weltklasseläuferin Manuela Machado (Braga/Portugal) mit 49:35 vor vier Russinnen. Der erfolgreichen Titelverteidigung in der offiziellen Teamwertung durch die Lokalmatadorinnen von Lutch Moskau stand damit nichts mehr im Wege. Mit den Plätzen 25 für Alexandra Olarte (54:57), 28 durch Sophie Berkmiller (55:38), 37 durch Kathi Kaufmann (57:04) und 41 durch Elke Lorenz (57:18) zog sich der deutsche Vertreter, die LG Domspitzmilch Regensburg, äußerst achtbar aus der Affäre. Nicht viel dahinter kam Ersatzläuferin Gaby Pfandorfer als 44. mit 57:25 ins Ziel.

Die Vorzeichen für die Domspitzmilch-Läuferinnen im Vorfeld des Moskauer Europacups waren nicht unbedingt die besten. Zum einen waren drei davon, Kathi Kaufmann, Sophie Berkmiller und Gaby Pfandorfer verständlicherweise von der acht Tage vorher stattfindenden DM noch marathongeschädigt, zum anderen hing die Reise nach Russland bis zuletzt am seidenen Faden, weil die Visas einfach nicht eintrafen. Scheinbar spurlos schien der ganze Trubel dann am Ufer der Moskwa von den fünf Regensburgerinnen abgefallen zu sein. Natürlich war klar, dass Alexandra Olarte die stärkste sein würde, was sie dann auch eindrucksvoll mit Platz 25 und einer Steigerung auf 54:57 unter Beweis stellte. Keiner aber hatte erwartet, dass schon knapp eine dreiviertel Minute später Marathonspezialistin Sophie Berkmiller mit 55:38 das Ziel erreichen würde. Die musste sich anschließend scherzhafte Bemerkungen ihrer Teamkolleginnen gefallen lassen, ob sie sich denn acht Tage zuvor in Duisburg nur 42 Kilometer in Richtung Moskau eingelaufen hätte. Kathi Kaufmann nämlich hatte noch ordentlich schwere Beine, war einfach irgendwie leer, rettete sich aber dennoch als 37. mit 57:04 noch knapp vor der gut laufenden Elke Lorenz (41./ 57:18) ins Ziel. Gaby Pfandorfer ließ sich als Ersatzläuferin nicht lumpen und finishte als 44. mit ebenfalls ausgezeichneten 57:25. In der Mannschaftswertung war natürlich gegen die Spitzenteams von Moskau, Braga, und Formia , allesamt von Nationalcoaches betreut, nichts zu machen. Der litauische Vertreter landete auf Patz vier, die City of Glasgow (Schottland) erkämpfte sich mit 56 Punkten Rang fünf und die französische Mannschaft CSL Neuf-Brisach schaffte mit 72 Zählern Platz 6. Dahinter lieferte sich die LG Domspitzmilch Regensburg mit den Schweizerinnen vom TV Langgasse ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen und hatte letztendlich bei Punktgleichheit (beide 90 Punkte) knapp das bessere Ende. Die Tschechinnen von Sokol Kolin lagen nur drei Zähler dahinter.

Todmüde aber hochzufrieden kehrte das Team Montag Mittag in heimatliche Gefilde zurück und geht nun mit Ausnahme von Elke Lorenz und Alexandra Olarte zunächst einmal in eine längere Regenerationsperiode.