Deutsche Crossmeisterschaften Wetter/Ruhr, Samstag/Sonntag, 2./3.12.2000 - Bericht

Silber für Seniorinnen/ Jeweils Bronze für Langstecken- und Mittelstreckenteam

Mit Sebatian Hallmann (LAC Quelle Fürth/München) und Irina Mikitenko (LG Eintracht Frankfurt) holten sich die Favoriten die Langstreckentitel bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Wetter/Ruhr. Die Olympiafünfte aus Frankfurt hatte eine Stunde vorher bereits überlegen die Mittelstrecke bei den Frauen gewonnen. Etwas überraschend konnte Jan Fitschen (TV Wattenscheid) auf der kürzeren Distanz bei den Männern den noch jugendlichen bundesdeutschen Hoffnungsträger Wolfram Müller aus Pirna in Schach halten. Die Damen der LG Domspitzmilch Regensburg holten in den Mannschaftswertungen der Frauen sowohl über die Langstrecke als auch über die Mittelstrecke Teambronze, einmal mit Ellen Schöner, Elke Lorenz und Sophie Berkmiller , das andere Mal mit Schöner, Lorenz und Andrea Scharrer. Am Tag darauf gelang den Domspitzmilch-Seniorinnen mit der Einzelsechsten der W35, Sophie Berkmiller, Gaby Pfandorfer und Gaby Reindl noch einmal Team-Silber.

Für das gesundheitlich stark angeschlagene Regensburger Damenhäufchen – Ellen Schöner und Sophie Berkmiller waren mit starken Erkältungen angereist – reichte es damit zu keiner der drei Titelverteidungen, was aber im Endeffekt auch gar nicht erwartet wurde. Zunächst schlug sich Ellen Schöner auf den wenig crossigen 3,8 km der Mittelstrecke als Zehnte noch recht achtbar innerhalb eines Teilnemerfeldes, dass deutlich stärker besetzt war als im Vorjahr. Positiv aus Regensburger Sicht war außerdem, dass Elke Lorenz (LG Domspitzmilch/Jahn) als 16. endlich den Sprung ins nationale Vorderfeld machte, dort, wo Sophie Berkmiller in den letzten Jahren stets zu finden war. Für die wackere Allgäuerin im LG-Trikot war Wetter 2000 indessen nicht unbedingt das Highlight. Gesundheitlich angeschlagen und mit Trainingsrückstand belastet kam sie als 23. verständlicherweise nicht recht in Schwung, tat aber alles um erhofftes Mannschafts-Bronze abzusichern.

Kurzentschlossen stellten sich mit Ellen Schöner, Elke Lorenz und Andrea Scharrer eine Stunde später drei von der Mittelstrecke auch noch auf den 7,2 Kilometern der Langstrecke. Die Plätze 13, 19 und 22 reichten erneut wie im Vorjahr zum dritten Platz, wobei das in der zweiten Hälfte des Wettkampfjahres meisterschaftstechnisch pausierende Domspitzmilch-Urgestein Kathi Kaufmann hier doch schmerzlich vermisst wurde.

Wie wertvoll das Flaggschiff der vergangenen Jahre für das Regensburger Team ist, mussten die Seniorinnen am zweiten Tag der Meisterschaften feststellen. Obwohl Sophie Berkmiller mit Platz sechs in der W35 über ihr derzeitiges Leistungsvermögen hinauswuchs, reichten die Ränge 12 und 17 von Gaby Pfandorfer und Gaby Reindl nicht, um den Titel vom Vorjahr zu verteidigen. Der Rückstand auf die neuen Meisterinnen von der LG Hilden war mit 26 Punkten deutlicher als erwartet, die bayerische Konkurrenz von der LG Nürnberg und der LG Reischenau-Zusamtal wurde jedoch sicher abgewehrt.

Damit ist das unsinnige Kapitel der Spätherbstmeisterschaften abgeschlossen. Regensburg am 3./4. März des nächsten Jahres sollte wieder ein echtes und würdiges nationales Championat bieten. Darüber war sich nicht nur die fünfköpfige Organisationscrew der LG Domspitzmilch anlässlich iher Schnuppertour im Westen der Republik einig, sondern auch alle Querfeldein-Enthusiasten, die sich endlich wieder echte Meisterschaften der gesammten "Cross-Familie" wünschen.